Florida – Key West, am südlichsten Punkt der USA

Key West, die südlichste Stadt der kontinentalen Vereinigten Staaten, stand als nächstes Reiseziel auf unserem Plan. Hier ist schon, wie so oft beim Geocachen, der Weg das Ziel. Denn dieser führt 290 km entlang einer Kette von vielen Koralleninseln, den Florida Keys, am südlichen Ende von Florida.

Brücke, Insel, Brücke, Insel

Gestartet sind wir in Florida City direkt auf dem Highway No. 1, der uns über die mit zahllosen Brücken verbundenen Inseln bis nach Key West brachte und dessen Ende (oder Anfang 😉 ) „Mile 0“ markiert.

7-Miles-Bridge

7-Miles-Bridge

Das Wetter spielte leider nicht mit und so war es dick bewölkt, regnete immer mal wieder und es war sehr windig. Es machte wenig Spaß, auf den einzelnen Inseln anzuhalten und die Aussicht zu genießen.
Dennoch nahmen wir den einen oder anderen Fotospot, wie an der stillgelegten 7-Miles-Bridge, und natürlich auch ein paar Geocaches mit. Hier ist besonders die Serie „Key’s Kritters“ zu erwähnen, die Cachewächter der besonderen Art aufweist. Das ist für amerikanische Cacheverhältnisse – die Dosenqualität lässt doch eher zu wünschen übrig – sogar einen Favoritenpunkt wert: GC2VZQ3 | Key’s Kritters – Got Crab? , GC3M5YW | Key’s Kritters – Lobstermania!
Aufgrund des schlechten Wetters konzentrierten wir uns auf die Fahrt, die sich dann letztlich doch etwas hinzog. Wir waren froh, als wir in Key West ankamen und unser Zimmer in dem schnuckeligen Gästehaus Duval Gardens bezogen hatten. Dieses liegt, wie der Name schon andeutet, Mitten auf der Duval Street, der Straße von Key West, auf der sich der Hauptteil des Tourismus‘ abspielt.

Southernmost

Unser erster Gang führte direkt gegenüber zum Lunch in ein nettes kleines Café, das auch Milchallergiker glücklich macht und einen leckeren Mandelmilchlatte serviert.

Southernmost Point "90 miles to Cuba"

Southernmost Point „90 miles to Cuba“

Anschließend stand der wichtigste Programmpunkt des Tages auf dem Plan: den Cache am Southernmost point in the Continental U.S. (GC2C32 | USA, All the way South) zu heben. Da es sich um einen Virtual Cache handelt, gibt es hier keine Dose zu finden. Um den Punkt für sich mitzunehmen, muss man lediglich eine Frage beantworten und ein Foto von sich mit GPS vor dem Poller mit der Aufschrift „90 miles to Cuba“ machen. Doch leichter gesagt, als getan, denn natürlich waren wir nicht alleine vor Ort. Ein Kreuzfahrtschiff hatte sehr viele Touristen an Land gebracht und ein Reisebus voll Asiaten vergnügte sich in allen erdenklichen Selfie-Positionen vor dem unförmigen Ding. Die Schlange schien unendlich und so entschieden wir uns, ein Foto aus der Entfernung zu machen. Zwei Earthcaches warteten hier noch auf uns, GC1TA8C |  My Moon und GC17N8T | Key West Marine Park. Hier galt wie immer bei Earthcaches, Fragen zu geologischen Besonderheiten vor Ort zu beantworten und das Beweisfoto zu schießen.
Anschließend ließen wir uns einfach durch das schöne Städtchen treiben, das auch an diesem kalten und bewölkten Tag seinen Charme versprühte.
Mit „Southernmost“ klingt in Key West so manches Normale spektakulärer. So auch der Webcam-Cache GC936D | Cache your breath here!, der mit seinem Veröffentlichungsdatum von 2002 nicht nur eine Old Lady ist, sondern sich auch Southernmost Webcam-Cache schimpft. Die Webcam hängt in einer Bar und da dort gerade ein Ü50-Tanzteebier veranstaltet wurde, mussten wir an den feierwütigen Gästen vorbeikommen und uns vor der Cam in Pose stellen. Wenige Minuten später hatten wir das als Logbedingung erforderliche Bild im Kasten bzw. als Screenshot auf dem Smartphone und konnten weiterziehen.

Ein Multi am Abend…

In Key West gibt es nicht viele Caches und bei einigen handelt es sich leider um den klassischen US-Unterstraßenlampenmikro. Daher lohnt sich ein genauer Blick auf die Favoritenpunkte und einige Caches wollen wir auch nicht unerwähnt lassen.

Cachesuche

Cachesuche

GC1VK5F | The Mafia’s Guesthouse ist einige der wenigen Dosen in der Größe „small“, die auch einen Travelbug beherbergte, den wir zurück nach Deutschland mitgenommen haben. Der Cache liegt allerdings mit Genehmigung des Besitzers auf privatem Grund, wer das nicht mag, sollte einen Bogen um die Dose machen.
Einer der wenigen Multis GC5B25Q | 10K führte uns schnell zu seinen 3 Stationen auf und um die Duval Street. Eine erwähnenswerte Station ist eine Bar, dessen Besitzer wohl Millionär ist – die Decken, die Wände, die Balken – alles ist hier mit 1-Dollar-Noten tapeziert, die die Gäste mit ihren Namen beschriftet dort angebracht haben. Doch das Final sollte weit ab vom Schuss in der Nähe des Militärhafens liegen. Da es bereits dämmerte, waren wir schon kurz vorm Umkehren, doch das Cacher-Ego ließ nicht locker und so konnten wir den Multi mit einem Eintrag in das Logbuch abschließen. Auf dem Rückweg sammelten wir noch den witzig verstecken Tradi  GC1TWN6 | Discovery Me! ein.
Den Abend ließen wir gemütlich in Jimmy Buffett’s Margaritaville ausklingen, bevor es am nächsten Morgen weiter Richtung Miami, der letzten Station unseres Urlaubes ging.


<< Zurück zur ÜbersichtWeiter nach Miami Beach >>

Einfach teilen: Tweet about this on TwitterShare on FacebookPin on PinterestShare on Google+Email this to someone

Ein Kommentar:

  1. Sehr schöne Bilder, für mich und meine Old Lady ziemlich viel Geocaching während des Urlaubs. Aber wenn man sich darauf verständigt ist dass schon ok. Auf jeden Fall macht der Bericht auch so Bock auf Urlaub, zu mal dass Wetter an diesem Sonntag sehr zu wünschen übrig lässt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.