Madrid – Ein Besuch im Herbst

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Unverhofft kommt oft… Und so wurden wir von einem befreundeten Geocaching-Paar gefragt, ob wir nicht Lust hätten, ein gemeinsames Wochenende in Madrid zu verbringen. Die spanische Hauptstadt stand noch auf unserer Bucket-List und so zögerten wir nicht lange mit der Zusage. Gut, die Flugbuchung dauerte etwas länger, aber das zentral gelegene Hotel The Westin Palace war bereits frühzeitig reserviert.
Wegen der am Ende doch recht kurzfristigen Flugbuchung nahmen wir die Route von Frankfurt über München zum Madrid-Barajas Airport auf uns und trafen uns mit unserer Reisebegleitung in der Ankunftshalle des Flughafens. Von dort aus ging es mit dem Taxi weiter in das pompöse Hotel, und nach Einchecken und Frischmachen stürzten wir uns in die Metropole, um die spanische Hauptstadt zu entdecken. Ok, große Entdeckungen wurden sicher nie mit leerem Magen gemacht (behaupten wir zumindest mal) – also erstmal Essen. Via TripAdvisor fand sich schnell ein schnuckeliges, kleines Lokal La tragantúa, das uns mit einem sehr leckeren Lunch verköstigte. Gut gesättigt konnte die Sightcachingtour starten.

Retiro-Park: Monument für Alfons XII

Retiro-Park: Monument für Alfons XII

Die großzügige Grünanlage Parque de Buen Retiro, welche sich unweit des berühmten Museums Prado befindet, lud uns für den verbleibenden sonnigen Nachmittag zu einem kleinen Cachebummel ein. Unser Geocaching-Quartett spazierte von Dose zu Dose durch den Buen Retiro. Der Park bietet seinen Besuchern viel Abwechslung und auch Geocacher kommen hier voll auf ihre Kosten. Wir starteten mit einer botanischen Sehenswürdigkeit GC3WX3Z | Ahuehuete, und es folgten weitere Döschen am Kristallpalast (GC3WRMD | El Palacio de Cristal), einer Ruine (GC2WX10 | Ruinas San Isidoro) und inmitten schattiger Alleen (GC4V59W | Secreto en el bosque). Als sehr sehenswert empfehlen wir den Palacio de Cristal, einen Glaspalais aus dem 19. Jahrhundert, und das Monument zu Ehren Alfonso XII., auf das man von der gegenüberliegenden Seite des Bassins, unter den Klängen der Straßenmusiker, einen schönen Blick hat. Den Abend ließen wir ebenfalls unweit des Hotels in einem Restaurant namens „El Barril de las Letras“ ausklingen. Die Karte dieses modern eingerichteten Lokals ist ausgestattet mit reichlich Fisch und Meeresfrüchten, aber auch der dem Meeresgetier nicht so zugewandte Part des Teams kam auf ihre Kosten.

Kuppel im The Westin Palace Madrid

Kuppel im The Westin Palace Madrid

Den folgenden Tag begannen wir mit einem leckeren und üppigen Frühstück unter der beeindruckenden Glaskuppel des Westin Palace Hotels. Gut gestärkt wollten wir den Samstag zum ausgiebigen Sightseeing und Geocaching nutzen. Am Vormittag hat das Wetter auch noch einigermaßen mitgespielt und ab und an kam die Sonne raus – dann wurde es zusehends schlechter und am Abend schüttete es wie aus Eimern. Wir starteten mit einer kleinen Schleife um das berühmte Museum Prado, vorbei an der Statue des spanischen Malers Goya. Ein Besuch im Prado ist sicher lohnenswert, aber wir sind nicht so die Museumsgänger und setzten unseren Weg daher weiter in Richtung Stadtzentrum fort. Entlang der Gassen lockten die Bars mit Wein und spanischem Schinken, dem Jamón Ibérico, und wir bewunderten immer aufs Neue die schönen Fassenden der Häuser. Wir spazierten zum Plaza del Sol, in dessen Mitte auf einem Sockel eine bronzene Skulptur mit dem Wappen der Stadt (ein Braunbär, der an einem Erdbeerbaum lehnt) thront. Überall gibt es fliegende Händler, die ihre Waren feilbieten, vornehmlich Schuhe und Handtaschen der bekannten Marken „Nite“, „Prado“ und „Luiz Vuiton“. Meist in einem Bettlaken an Seilen, zum schnellen Standortwechsel, falls der Schutzmann ums Eck‘ kommt.

Um den Gang durch die Stadt noch ein wenig interessanter zu gestalten, haben wir uns den schönen Multi GC1NA77 | El Madrid de los Austrias ausgesucht, der auf den Spuren der Österreicher durch die sehenswerte Altstadt Madrids führt. Von den 17 Stationen sollte man sich nicht abschrecken lassen, denn die Waypoints liegen alle relativ dicht beieinander und führen an den schönsten Spots Madrids entlang. Was liegt dann also näher, als die Fragen nebenbei zu beantworten und die Lösungszahlen für die Finalkoords mitzunehmen?! Die Beschreibung ist derzeit nur auf spanisch vorhanden, der Owner hat uns auf Rückfrage aber ein PDF mit einer englischen Beschreibung zur Verfügung gestellt, die ein Cacher ausgearbeitet hat. Um bei so vielen Stationen keinen Frust zu erzeugen, gibt es immer wieder Kontrollpunkte, um die Zahlen abzugleichen. Das hat uns sehr gut gefallen und so waren die Finalkoordinaten nach einem schönen Nachmittag mit diversen Abstechern in kleine Cafés oder Bars schnell beisammen. Ein gelungener Sightcachingtag.

Palacio Real - Königlicher Palast

Palacio Real – Königlicher Palast

Auf dem Weg sammelten wir zusätzlich noch einige Tradis ein, zwei des Owners Migarseg möchten wir hier ganz besonders erwähnen. GC4DJ8E | ¿Y esto que es? IV – 500 € und GC3R0BP | ¿Y esto que es? II… Conmemorativo sind handwerklich exzellent ausgearbeitet und für Stadtcaches frech und exponiert platziert. Hier ist übrigens auch die ECGA gefragt, doch in Ermangelung eines speziellen Teils musste die Haarnadel unserer Reisebegleitung herhalten. 😉 Wir hatten sehr viel Spaß dabei, die Mechanik mehrfach auszuprobieren und hinterließen gerne jeweils ein Schleifchen.

Auch wenn uns das Wetter öfter als geplant pausieren ließ, haben wir eine tolle Zeit in der spanischen Hauptstadt verbracht. Mit der frühen Anreise am Freitag und der späten Abreise am Sonntag bot sich genug Zeit, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, wie die Almudena-Kathedrale, den königlichen Palast, der Plaza Mayor oder auch das Denkmal Cervantes mit seinen in Bronze verewigten Romanfiguren Don Quijote und Sancho Panza zu besuchen. Selbstverständlich (…und die Veganer mögen den letzten Absatz überspringen…), kam auch der Jamón Ibérico nicht zu kurz. In einer Jamónería wird der leckere Schinken direkt vom Schweinebein gehobelt – und ein eingeschweißtes Stückchen landete im Handgepäck. So konnten wir auch nach unserer Rückkehr in Frankfurt noch ein kleines Stückchen Madrid genießen.

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