Anreise: Zurück in Südafrika

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Kaum ein Jahr hatte es gedauert, bis uns Afrika wieder lockte. In 2013 verließen wir ein bisschen wehmütig Kapstadt und wollten ganz bestimmt zurückkehren. Aber dass es so schnell gehen würde, hätten auch wir nicht gedacht. „Ihr kommt sowieso wieder“ lasen wir öfter… Ende 2014 nahmen wir die ersten Planungen für einen erneuten Urlaub in Südafrika in Angriff. Was uns beim letzten Mal viel zu kurz kam, war Safari – 4 Übernachtungen (2 mal im Krüger Nationalpark und 2 mal im Thornybush Game Reserve) waren viel zu wenig. Also planten wir diesmal Safari satt: 6 Übernachtungen im Krüger Park und 3 weitere erneut in der KwaMbili-Lodge im Thornybush Game Reserve sollten für umfangreiche Tiersichtigungen sorgen. Im Krüger Park übernachteten wir in vier verschiedenen der großen Restcamps: Pretoriuskop, Skukuza, Satara und zuletzt Lower Sabie.
Ergänzt haben wir die Reise um eine Zwischenübernachtung im Königreich Swaziland nahe von Manzini  in der Summerfield Botanical Garden Lodge, damit die Reise nach St. Lucia nicht zu anstrengend wird. In den Wetlands von St. Lucia hatten wir uns für 3 weitere Nächte in der Lodge Afriqué eingebucht. Von St. Lucia aus ging es dann mit einer Ganztagestour in den Royal Natal Nationalpark in das Thendele Upper Resort, um Südafrika beim Wandern durch die Drakensberge ausklingen zu lassen.

Route Südafrika 2015

Route Südafrika 2015

Anreise

Für die Anreise hatten wir uns dieses Mal gegen einen Direktflug mit beispielsweise Lufthansa oder South African Airways entschieden und sind stattdessen mit Emirates inkl. Zwischenstopp in Dubai geflogen. Das erlaubte uns auf dem Rückweg noch drei weitere Übernachtungen in dieser glitzernden Wüstenmetropole. Aber dazu mehr in einem anderen Reisebericht.
Von Frankfurt aus fliegt man 6  Stunden nach Dubai und weiter nach Johannesburg noch einmal 8 Stunden. Dazu kamen bei uns 4 Stunden Aufenthalt beim Zwischenstopp, den wir natürlich für eine „fixe“ Einreise nutzten. Die Reise sollte schließlich ordnungsgemäß „getrackt“ werden und so sammelten wir kurzerhand den vorab gelösten Mystery GC3ACAK | Dubai Micro Mystery ein. Gut, „fix“ war relativ, denn die Schlange an der Einreise war sehr lang und die Beamten an der Grenzkontrolle waren nicht gerade die Schnellsten. Nach dem Heraustreten aus dem klimatisierten Flughafengebäude und mit dem deutschen Herbstwetter in den Knochen schlug uns trotz später Stunde die typisch feucht-heiße Schwüle der Golfregion entgegen. Nach gut einer Stunde und einem weiteren „roten“ Land in unserer Geocaching-Statistik war unsere Einreise wieder vorbei und wenig später saßen wir erneut im Flieger, auf dem Weg nach Johannesburg.

Reist man zu zweit und bevorzugt wie wir auch Zweiersitze im Flieger, lohnt es sich, die Maschinen von Emirates zu checken. Bei uns handelte es sich ausschließlich um Flugzeuge des Typs Boeing 777-300, die ziemlich weit hinten mit ein paar Reihen Zweier- statt Dreiersitzen ausgestattet sind. Aber alles kommt mit einem Nachteil: auf den jeweils ersten Flügen, also den Segmenten FRA-DXB und JNB-DXB, hatten wir durch die Lage das Gefühl, dass auch der normalerweise gute Service bei Emirates eher Hinterbänklercharakter hatte – ausgehende Getränke, keine Auswahl beim Menü, der Service dauerte sehr lange und wurde manchmal zwei bis drei Reihen vor uns grundlos eingestellt. Dann durfte man sich seine Getränke selbst organisieren – aber gut, Economy ist halt Economy. Freundlich waren die Flugbegleiter zwar immer, aber nicht immer aufmerksam.

Zurück in Afrika

Trotzdem konnten wir auf dem Flug nach Johannesburg eine gute Mütze Schlaf nehmen und so kamen wir einigermaßen ausgeruht früh morgens auf dem O.R. Tambo Airport an. Nachdem wir bei der Einreise endlich die richtige Schlange gefunden hatten, ging auch diese problemlos vonstatten und so standen wir nach 2 Jahren erneut am Gepäckband des JNB – und zum Glück gab es kein „Déjà-vu“: alle Koffer waren nach kurzer Zeit auf dem Karussell! Freudig konnten wir die ersten Rand aus dem Geldautomaten ziehen und eine südafrikanische SIM-Karte im Vodacom-Shop organisieren. Nächster Stopp war der Schalter von BIDvest, unserer Autovermietung. Erneut hatten wir uns für die Kompaktklasse á la Toyota Corolla entschieden und bekamen nach einem beachtlichem Papierkrieg mit ca. 5 Unterschriften einen sehr basic ausgestatteten silbernen Nissan Almera. Naja… you get, what you pay for. Jetzt ging der Urlaub also richtig los, wir verräumten das Gepäck, nahmen Platz, verließen das Parkhaus und … verfuhren uns erneut, genau wie vor zwei Jahren…

Unser Mietwagen

Unser Mietwagen

Wir wendeten und nahmen die richtige Strecke hin zur N12 und weiter auf der N4. Nach ca. 90 Minuten Fahrt machten wir Halt in Emalahleni an der Highveld Mall, um uns mit allem Möglichen für die Selbstversorgung im Krüger Park einzudecken: viel Wasser, Lebensmittel, Taschenlampe, Campingstuhl und einen Katapult. Mit Pick-n-Pay und dem dortigen Outdoor-Shop gibt es hier genau die richtigen Läden – ok, und natürlich Mugg&Bean für einen Take-Away-Soja-Latte für Christine. Nach diesem Zwischenstopp ging es zügig weiter auf der N4 nach Nelspruit und von dort nach Norden Richtung Hazyview. Ein Stückchen die R538 hinauf kam endlich der lang ersehnte Wegweiser: Rechts ab zum Numbi-Gate, unser Tor für die Einfahrt in den Krüger NP. Am Gate hieß es nach Klärung der Formalien – die ausgedruckte Bestätigungsmail der Wild Card wurde anstandslos akzeptiert – erstmal Kamera klarmachen und das Teleobjektiv anflanschen, denn man weiß ja schließlich nie, was kommt. Aber außer ein paar Impalas kam nicht viel. Vom Numbi-Gate aus sind es kaum 20 Minuten durch den Park bis zum Pretoriuskop Restcamp, unserer ersten Übernachtungsstation in diesem Urlaub.

Numbi-Gate

Numbi-Gate

Nach dem Einchecken an der Rezeption im Camp schlichen wir gemächlich im Schritttempo zu unserem Rondavel, also unserer Hütte… wir sagen mal… naja. Zu der ein wenig zweifelhaften Sauberkeit und dem ziemlich abgewohnten Interieur kam eine Ameisenstraße in der Dusche. Zu müde für eine Beschwerde und mit wenig Hoffnung auf einen renovierten und blitzeblanken Rondavel packten wir das Nötigste aus – war ja nur für eine Nacht…
Während wir auspackten, schlich sich eine Horde von Grünmeerkatzen (oder Vervet Monkeys) an die Rondavels. Unsere Nachbarn aus dem Vereinigten Königreich konnten kaum ihr Essen auf der Terrasse verteidigen… vorne abgelenkt und von hinten beklaut, schwupps war das Brot fort. Mit unserem mitgebrachten Katapult (ein Tipp, den wir auf unserer letzten Reise bekommen haben), konnten wir den Trupp aber gut in Schach halten. Allein das Andeuten des Zielens und Richten auf die Tiere schlägt die Affen in die Flucht – zum Glück, denn wirklich wehtun wollten wir den putzigen Tierchen natürlich nicht. Es war bereits Nachmittag und damit begann die beste Zeit für einen abendlichen Game Drive um das Camp, wir konnten es kaum Abwarten, erneut auf die Piste zu gehen … dazu mehr im nächsten Bericht.

Rondavel im Pretoriuskop Restcamp

Rondavel im Pretoriuskop Restcamp

 


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