2016 – ein Jahresrückblick

2016 stand beim Geocaching unter dem Motto “Qualität statt Quantität”. Wir haben nicht besonders viel gecacht, aber das, was wir gefunden haben, hatte einen ganz besonderen Charakter. Doch auch die Statistiker in uns wurden mit einer vollen Matrix befriedigt. Dazu brachten uns im vergangenen Jahr drei Reisen ebensoviele Länderpunkte wie auch viele neue Eindrücke ein.

Herzchen? Nee, Schleifchen!

“TFTC mit Schleifchen” ist ein beliebter Abschlusssatz unserer Logs, wenn wir einen toll gemachten Cache mit einem Favoritenpunkt bewerten, oder besser bewerteten. Denn Groundspeak stellte dieses Jahr einige sinnvolle neue Features auf der Website zur Verfügung. Eines davon ist die Änderung des Favoritensymbols von Schleifen in Herzen. Nun gut, Symbol hin oder her, wir bleiben bei obigem Satz und haben dieses Jahr einige toll bewertete Caches mit Favoritenpunkten im drei- oder sogar vierstelligen Bereich gefunden.

Not lost... Geocaching!

Not lost… Geocaching!

Den “Helden-Wald” bei Bürstadt haben wir schon vor ein paar Jahren bespielt, doch da wir GC2586K | Alberich der Zwergenkönig aufgrund von Starkregen abbrechen mussten, stand der Cache lange Zeit auf der “müssen wir noch”-Liste, ebenso wie GC38DP9 | Alberichs Edelsteinturm und GC2J9J5 | Schatz des Alberich. Die Owner “die Helden” haben sich hier schöne Stationen einfallen lassen und wahrlich einen Abenteuerspielplatz für Geocacher erschaffen. Alle Stationen und Dosen sind übrigens in Absprache zwischen dem örtlichen Forstamt, der Jägerschaft und Geocachern entstanden: ein Pilotprojekt, um Ärger zwischen den unterschiedlichen Interessengruppen zu vermeiden.

Giga "Glück Auf" in Essen

Giga “Glück Auf” in Essen

Wir sind nicht so die Eventgänger, aber das GC55555 | Project Glück Auf 2016 hat uns aufgrund der tollen Location, der Essener Zeche Zollverein, angezogen. Wir waren am Haupttag des Events im Ruhrpott und haben uns in einem separaten Artikel diesem Giga und unserem Besuch dort entsprechend dem Motto “Geocaching zwischen Kohle und Stahl” gewidmet. Die ganze Anlage ist heute eine sehenswerte Parkanlage mit Lost-Place-Charakter…

Bleiben wir doch einfach beim Thema “Lost Places”: 2016 war für uns das Jahr der Lost Place-Caches. In Mittelhessen gibt es einige wirklich coole Multi-Caches, die es in sich haben. Und das ist nicht nur in Mittelhessen bekannt, sondern auch weit über die Landesgrenzen hinaus. Daher mussten wir bei dem ein oder anderen Qualitätscache länger warten, bis wir an der Reihe waren.

Lost Place Wohnzimmer

Lost Place Wohnzimmer

Mit GC5Q7BW | HE!SENBERG ☣ und GC5F8W2 | UNTER FE!NDEN hat uns die Ownerin L!ESCHEN spannende Tage auf altem, verlassenem Gelände beschert. Als Breaking Bad Fans konnten wir in den ersten Cache besonders gut eintauchen, schade, dass er mittlerweile archiviert wurde. Aber es gibt bereits Nachschub…

Die beiden Caches GC62BM6 | Die Vision des Ferdinand Moritz Weber ⚒ und GC5WPRB | Das Gold des Ferdinand Moritz Weber ⚒ vom Owner Speedy-64 führten uns zu den Relikten der Bergbauzeit und beeindruckten jeweils mit ihren fulminanten Finallocations.
Auch die Finkenpiraten sind ein für ihre qualitativ hochwertigen und spannenden Caches bekanntes Team. Wir durften die Kriminalfälle von GC66XA0 | Akte 69 – ungeklärt! und GC5N21N | Der falsche Major! lösen und können diese Multis jedem Geocacher nur wärmstens ans Herz legen – nicht, dass es den “Dosen” wie dem Heisenberg ergeht.

Unser absolutes Geocaching-Highlight des Jahres ist GC68EVA | Die Kinder des Buchbinders. Was hier vom Owner Maximaler Mustermann auf die Beine gestellt wurde, ist brillant und macht einfach nur Spaß. Wer braucht da schon teure Escape-Spiele?! Aufgrund des starken Andrangs dieses Multicaches, wenn man ihn denn noch so nennen darf, gibt es auch hier einen Kalender, damit jeder auf seine Kosten kommt. Wir mussten über Monate bis zu einem geeigneten Termin warten, aber das hatte sich voll gelohnt und Vorfreude ist ja auch eine besondere Freude. 🙂

Statistik: Das Schaltjahr und die 366-Tage-Matrix

2016 war auch kalendarisch ein besonderes Jahr, ein Schaltjahr mitsamt 29. Februar. Vor 4 Jahren haben wir es versäumt, an diesem Tag einen Cache zu finden und damit den 29.2. in der 366-Tage-Matrix zu füllen. Das sollte dieses Jahr nicht wieder passieren. Von Groundspeak gab es für einen Fund am “Leap Day”, wie er im Englischen heißt, noch ein Souvenir oben drauf und wir heimsten mit einem Eventbesuch den Tagesfund und das Abziehbildchen für unser Profil ein.

Statistik: 366-Tage-Matrix

Statistik: 366-Tage-Matrix

Damit hatten wir ein wenig Blut geleckt und so machten wir uns an unsere ganz persönliche Challenge 2016: an das Ausfüllen der verbleibenden offenen Tage in der 366-Tage-Matrix.
Im Frühjahr und Sommer fehlte immer nur mal ein Tag hier und ein Tag da, der August war durch den verrückten Souvenir Sommer von 2013 sogar schon komplett ausgefüllt. Im Herbst wurde es mit dem Urlaub schon schwieriger, da Jordanien kein Land mit einer großen Fülle an Caches ist. Aber auch diese Aufgabe meisterten wir, indem wir genau vorbereiteten, wann wir welchen Geocache besuchten. Dass dieser dann auch gefunden werden musste, erhöhte den Druck etwas, aber der Spaß blieb natürlich trotzdem nicht aus.
Dann kam der lange, dunkle Dezember und hier fehlten uns noch sage und schreibe 18 Tage, an denen jeweils eine Dose gefunden werden sollte. Kaum zu bewältigen, wenn man morgens im Dunkeln das Haus verlässt und nach einem langen Arbeitstag weit nach Sonnenuntergang noch eine Dose finden soll. Wenn die Homezone dann auch noch so gut wie abgegrast ist und nur noch die (ungeliebten) Mysteries bleiben, wird es anstrengend. Dennoch blieben wir dran und konnten mit einem besonders schön gemachten TB-Hotel südlich von Rostock (GC2P6MK – TB-Hotel „Am Strom“ ****) am 23.12. endlich eine ausgefüllte 366-Tage-Matrix vorweisen!

Länderpunkte: Marokko, Kroatien und Jordanien

Kanarenkreuzfahrt: Mit der Mein Schiff 4 nach Marokko

Kanarenkreuzfahrt: Mit der Mein Schiff 4 nach Marokko

Im Frühling brauchten wir nach dem Winter erstmal wieder etwas Wärme und Sonne. Mit TUIs Mein Schiff 4 und einer Kreuzfahrt um die Kanaren inklusive Stopp in Agadir (Marokko) läuteten wir im März unser Reisejahr 2016 ein. TUI Cruises ist nach Royal Caribbean und AIDA die dritte Reederei, die wir ausprobieren konnten und hat uns sehr gut gefallen. Die Häfen waren toll und die 2015 gebaute Mein Schiff 4 hat unser Kreuzfahrerherz erobert. Die kanarischen Inseln bleiben uns bestens in Erinnerung – besonders beeindruckt hat uns das abwechslungsreiche La Gomera. Aber auch die Vulkane von Lanzarote und der Stadtrundgang in Santa Cruz de Tenerife möchten wir hier nicht unerwähnt lassen. In Agadir konnten wir Marokko als 36. Land unserer Geocaching-Weltkarte hinzufügen.

Ausfahrt

Ausfahrt

Den Traum, die Ausfahrt aus dem venezianischen Kreuzfahrthafen zu erleben, haben wir uns im Juni erfüllt. Die zweite Kreuzfahrt des Jahres brachte uns durch Adria und Ägäis, mit Start in Venedig und Stopps in Dubrovnik und der griechischen Insel Santorin. Das romantische Venedig, hat uns mit seinem morbiden Charme in den Bann gezogen – ehe es auf große Fahrt in der Grand Suite der Vision of the Seas ging, genossen wir eine entspannte Zeit beim Schlendern entlang der Kanäle.
Die weißen Häuser von Oia erreichten wir auf einer Quad-Tour über die Insel Santorin und mit Dubrovnik fiel uns der kroatische Länderpunkt in den Schoß. Viel Geocaching-Glück hatten wir in den mittelalterlichen Gassen leider nicht, dafür wurden wir aber mit ein paar der wunderschönen Drehorte unserer Lieblingsserie “Game of Thrones” reichlich entschädigt.

Panorama über die Altstadt von Dubrovnik

Panorama über die Altstadt von Dubrovnik

Unser Reisehighlight in 2016 ist unbestritten Jordanien. Ein stabiles, sehenswertes und freundliches Land, dessen Nachbarn im Krieg versinken. In Amman sammelten wir den Länderpunkt ein und genossen die chaotische Metropole bei Tag und bei Nacht. Jerash ermöglichte uns mit seinen imposanten Ruinen Einblicke in die Herrschaftszeit der Römer, während wir in Madaba auf biblischen Spuren wandelten. Unvergesslich wird uns das Schweben im Wasser des Toten Meeres im Gedächtnis bleiben, während wir noch heute Gänsehaut bekommen, wenn wir uns daran erinnern, wie wir zum ersten Mal vor dem Schatzhaus in Petra standen.
Ein Nachthimmel wie aus dem Bilderbuch erwartete uns in der Wüste von Wadi Rum, ehe wir nach drei Tagen Faulenzen und Sonne tanken am Roten Meer zurückkehrten ins nasskalte Deutschland.

Sternenhimmel über Wadi Rum

Sternenhimmel über Wadi Rum

Da sind wir nun, und sinnieren, welche Ziele wir für 2017 in Angriff nehmen werden. Da wäre zum einen Malta, das bereits zweimal als Reiseziel auf der Liste landete, ohne dass wir je dort waren. Im März soll es diesmal aber wirklich soweit sein! Für den Sommer sind wir noch etwas unentschlossen. Favorit ist Irland, das letzte größere westeuropäische Land, das uns noch auf der Geocaching-Karte fehlt – die grüne Insel hat bestimmt einiges für uns zu bieten (u.a. den ältesten noch aktiven Cache Europas). Das Highlight sparen wir uns, wie es wohl aussieht, für den Herbst auf: Namibia. Das Afrika-Fieber ruft… erneut.

Wir danken allen treuen und neuen Lesern auf unserem Blog und wünschen Euch ein prickelndes Silvester und ein aufregendes 2017.

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2 Kommentare:

  1. Hallo ihr beiden,

    das klingt total spannend bei euch! Ich finde es super, wie ihr das Reisen mit dem Caching verbindet! Eure Inhalte über Jordanien fand ich in 2016 besonders spannend.

    Mit Malta habt ihr euch ein tolles Ziel für 2017 raus gesucht. Das wird euch sicher gefallen! Ich wünsche euch viel Spaß im neuen Jahr und freue mich schon auf eure Beiträge.

    Schöne Grüße aus Argentinien sendet euch,

    Christin

    • Hallo Christin,
      danke für deinen Kommentar. Geocaching bringt für uns immer etwas Würze ins Reisen. Wir sind auch schon gespannt auf Malta und hoffen, dass das Wetter einigermaßen gut ist. Dir viel Spaß in Argentinien, wir freuen uns ebenfalls auf deine Berichte und vielleicht kannst du uns Südamerika ein bisschen schmackhaft machen 😉 – ihr seid ja auch etwas später dran, trotzdem schonmal einen guten Rutsch in 2017!
      Viele Grüße
      Ronny

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