Dubai – Stadt der Superlative

Nach dem Nachtflug von Johannesburg nach Dubai erwartete uns um 5 Uhr morgens ein verschlafener Flughafen – wir waren wegen des Flugs und der Zeitverschiebung von drei Stunden nicht weniger müde. Keine Schlange am Einreiseschalter hielt uns auf und auch das Gepäck wartete bereits am Karussell auf uns und drehte einsam seine Runden. Lediglich ein Duty Free Shop hatte um diese Uhrzeit geöffnet und versorgte uns mit ein paar günstigen Wasserflaschen. Der Tag begann schon ganz toll, denn das Taxi brachte uns mit einer ca. 30-minütigen Fahrt direkt “auf die Palme”. 😉
Die Sonne brach bereits zu ihrem Tagwerk auf, als wir ins Taxi stiegen. Die Anfahrt in der Morgendämmerung mit Blick auf das spektakuläre Hotel Atlantis, The Palm war grandios. Das Atlantis liegt auf dem äußeren Sichelmond (The Crescent) der kleineren, vor dem Emirate Dubai errichteten künstlichen Palmen, direkt vor dem Jumeirah Beach.

Good Morning, Dubai

Good Morning, Dubai

Auf der Palme

Wir hatten ein Zimmer mit Halfboard, also Halbpension, gebucht. Nach der langen Fahrt von den Drakensbergen zum Johannesburger Flughafen und dem Nachtflug im Nacken war an dem Tag nur eins angesagt: Entspannung. Und die sollten wir in diesem luxuriösen Resort auch finden! Hier ein paar Fakten zum Hotel Atlantis, The Palm: über 1.500 Zimmer, 21 Restaurants und Bars mit mehreren Sterne-Köchen, eine Einkaufspassage mit vielen Shops, ein Aquarium mit 11 Mio Liter Wasser und 65.000 Tieren, sowie ein riesiger Wasserpark – so schnell wird es dort wohl nicht langweilig!

Um 6 Uhr konnten wir bereits in unser Zimmer einchecken und noch zwei Stunden Schlaf nachholen, bevor wir uns über das umfangreiche Frühstücksbuffet im Restaurant “Seafire” hermachten. Den restlichen Tag verbrachten wir ganz im Zeichen des Faulenzens und Entspannens im “Aquaventure Waterpark”, von dem zu Recht behauptet wird, die Nummer 1 der Wasserparks im Mittleren Osten und Europas zu sein. Adrenalinkicks sind auf den Wasserrutschen garantiert, denn hier werden mehrere Rekorde im Sinne von höher-schneller-weiter gebrochen. So wird man zum Beispiel in einer geschlossenen Rutsche durch ein Haifischbecken katapultiert oder fällt in einer anderen senkrecht durch eine Luke am Boden. Bei 1..2..3 öffnet sich die Luke und man rauscht mit einem Affenzahn in die Tiefe. Dazu gibt es halsbrecherische Rutschen mit Schlauchbooten über eine gefühlte 90-Grad Steilkurve oder man kann in einem Reifen eine wilde Fahrt durch Stromschnellen machen – das ist dann im Vergleich fast schon langweilig. 😉 Die Rutschen befinden auf verschiedenen Pyramiden, die das Thema des Hotels vom untergegangenen Atlantis im Wasserpark weiter fortführen. Das Publikum des Spaßbads ist so bunt gemischt, wie man es sich nur vorstellen kann. Da liegt die verschleierte Burkini-Trägerin neben ihrem Scheich in Speedo-Badehose und Menschen unterschiedlichster Kulturen und Nationen tummeln sich im Wasser und fröhnen der Sonne – wäre die Welt nur überall so friedlich und ausgelassen wie hier.
Für Halfboard-Gäste stehen am Abend mehrere Restaurants zur Auswahl, die keine Wünsche offen lassen. Wir entschieden uns für das Bedienrestaurant Nasimi Beach am gleichnamigen Strand. Neben einer Vielzahl an Tischen gibt es hier auch eine Lounge-Area, passend dazu legt ein DJ relaxte Lounge-Musik auf – das ganze getaucht in stimmungsvolles Licht. Hier lässt sich der Tag lecker, locker und entspannt bei angenehmen Temperaturen ausklingen.

Lost Chambers Aquarium

Lost Chambers Aquarium

Am zweiten Tag unseres Aufenthalts tauchten wir nach einem ausgiebigen Frühstück in eine weitere Attraktion des Hotels ein: The Lost Chambers, ein Aquarium, das seine Besucher staunen lässt. Hier gibt es neben riesigen Becken mit verschiedenen Rochen-, Hai und Makrelenarten viele kleinere Aquarien mit den verschiedensten Fischen und anderen Seebewohnern zu bewundern. Ebenso wie im Wasserpark wird der Besucher thematisch in die untergangene Welt von Atlantis entführt – hier werden die Bewohner von Atlantis, wie eine weit entwickelte Zivilation vorgestellt. Ein bisschen Märchen aus 1001 Nacht muss halt einfach sein. 🙂

Dubai Downtown

Auch wenn wir nur eine Nacht gebucht hatten, konnten wir das Hotel fast zwei komplette Tage lang genießen.  Nach einer letzten Fotorunde durch das Hotel wurde es jedoch Zeit, wieder herunterzukommen von der Palme. Die Stadt Dubai mit seinen Superlativen erwartete uns: der größte Showbrunnen, eines der größten Einkaufszentren, sowie 15 der 100 höchsten Gebäude der Welt – und weitere Wolkenkratzer schießen wie Pilze aus dem Wüstenboden.

Skyline Dubai - Jumeirah Beach

Skyline Dubai – Jumeirah Beach

Mit dem Taxi ging es auf einer 30-minütigen Fahrt über die breiten Freeways der Stadt zu unserem letzten Hotel auf dieser Reise, dem Ramada Downtown Dubai. Doch bevor wir die künstliche Insel verließen, musste natürlich noch ein Geocache eingesammelt werden. Davon gibt es auf der Palme derzeit nur drei Stück. Einer war während unseres Besuchs disabled, ein anderer ein von uns nicht gelöster Mystery, da blieb also nur  GC44J4M | Dubai Skyline View. Dem Taxifahrer hielten wir kurzerhand die Geocaching-Map unter die Nase und erklärten ihm, dass wir einen kleinen Umweg fahren würden. “Ah, the Waldorf Astoria!”… er dachte wohl, er würde uns zum nächsten Hotel fahren und war dann zuerst doch erstaunt, als wir ihn baten, ein paar Minuten auf uns zu warten, wir hätten kurz etwas zu erledigen. Und kurz war es bei der beträchtlichen Mittagshitze zum Glück auch nur. Schön war die Stelle nicht, unter einem Brückenpfeiler, der nur durch Baustellendreck zu erreichen war, lag die Tupperdose. Aber der Blick auf Dubai Downtown und das Segel des Hotels Burj Al Arab entschädigten dafür. Wir konnten zudem noch zwei Travel Bugs einsammeln und setzten schnell unsere klimatisierte Fahrt fort.

Burj Khalifa

Burj Khalifa

Für den Abend hatten wir Tickets gebucht, um mit dem Fahrstuhl auf das höchste Gebäude der Welt zu fahren, den Burj Khalifa. Den Zugang zum Fahrstuhl findet man auf dem L-Level der Dubai Mall, ihrerseits eine der größten Malls der Welt. Die vorab gebuchten Tickets müssen am Ticketschalter vor Ort ausgedruckt werden, aber das Einreihen in die Warteschlange wird einem dadurch nicht erspart. Es sei denn, man legt noch einige Euro zusätzlich drauf und bucht ein Fast-Lane-Ticket. Ein solches hatten wir nicht und so warteten wir geduldig, bis wir uns durch die Gänge bis zum Fahrstuhl vorgekämpft hatten. In weniger als einer Minute braust der Fahrstuhl nach oben und von der Aussichtsplattform At the top im 124. Stockwerk hat man einen imposanten Blick über die Stadt. Wir waren übrigens nur auf der ersten Plattform, die teuren Sondertickets für die zweite Plattform im 148. Stockwerk haben wir uns gespart. Hoch ist hoch und selbst der größte Wolkenkratzer erscheint von hier oben aus klein. Die Tickets ab 16:30 Uhr sind am begehrtesten, denn dann kommt man in den Genuss von einer Aussicht bei Tag und bei Nacht. Man sieht den Sonnenuntergang hinter den künstlichen Inseln The World und The Palm, Jumeirah und, wenn man ganz viel Glück hat und einen entsprechenden Platz ergattert, ab 18 Uhr das Schauspiel der Dubai Fountains am Fuße des Turms. Nachdem wir ausgiebig die Aussicht bestaunt hatten, reihten wir uns in die Warteschlange am Fahrstuhl für die Fahrt nach unten ein. Mehr als 30 Minuten dauerte es, ehe wir den Aufzug zurück zur Erde besteigen durften. Zurück in der Mall erwartet die Kaufsüchtigen das Paradies: Die Dubai Mall bietet mit über 1.000 Geschäften alles, was das Herz begehrt.
Zusätzlich zu den Geschäften, gibt es ebenso das Dubai Aquarium und einen Unterwasserzoo. Wir haben aus reiner Neugier die Standardtour gebucht – zumindest der Unterwasser-Tunnel durch das Dubai Aquarium hatte es uns angetan. Im Preis inklusive ist dann noch ein Gang durch die “Forschungsstation”. Hier wird einem auf eher pseudowissenschaftliche Art erklärt, wie die Tiere erforscht, gezüchtet und gehalten werden. Dazu kommt der Unterwasserzoo mit ein paar kleineren Aquarien und Terrarien, sowie als Hauptattraktion ein eingepferchtes, riesiges Krokodil namens King Croc. Alles sehr laut, trubelig und für einige der Tiere sicher nicht artgerecht – hätten wir uns vorher besser informiert, hätten wir den Besuch gelassen.

Für uns ging es weiter zum Food-Court, in dem alle internationalen Burger-Ketten vertreten sind. Wir ließen es uns nicht nehmen, bei unserem US-Favoriten Five Guys einzukehren. Auf der Terrasse des Burgerbraters genossen wir einen exzellenten Blick und lauschten Whitney Houstons “I will always love you” während der 19 Uhr Vorstellung der Dubai Fountain, dem größten Showbrunnen der Welt. Für uns Geocacher bot die Gegend rund um die Dubai Mall auch noch den Earthcache GC282V6 | Build Your House on the Rock, sowie den gleichnamigen Tradi GC4T0EJ | Dubai Mall.

Die erschreckende Nachricht über die Anschläge in Paris erreichte uns in Südafrika. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate nahmen Anteil und am Abend erstrahlte der Burj Khalifa in den Nationalfarben Frankreichs: “Nous Somme Paris”.

Nous somme Paris!

Nous somme Paris!

Nach drei Tagen in Dubai war ein letztes Mal Koffer packen und Abschied nehmen angesagt. Mit einem letzten “Found It!” für diese Reise von GC3ACAK | Dubai Airport TB/GC Hotel an eben jenem beendeten wir unseren wundervollen Urlaub mit vielen Eindrücken, noch mehr Fotos und zwei neu besuchtencachten Ländern, Swasiland und die Vereinigten Arabischen Emirate, im Gepäck.

Letzte Dose in Dubai

Letzte Dose in Dubai

3 Kommentare:

  1. Hallo,

    toller Artikel und wirklich schöne Erfahrungen, die ich genau so unterschreiben würde 🙂
    Eine Frage: Wo genau bist du beim ersten Bild gestanden, um diese Aufnahme zu machen? Könntest du mir vielleicht einen Google Maps Link schicken? Ich fliege bald wieder nach Dubai und würde den Winkel der Stadt gerne mitnehmen.

    Viele Grüße

    • Hallo Florian,
      das Bild ist vom Balkon des Zimmers im Atlantis The Palm aus fotografiert.
      Google Maps Link erübrigt sich damit oder? 😉
      Viel Spaß in Dubai und beim Fotografieren dort.
      VG von Christine

  2. Pingback:Zusammenfassung Foto-Challenge 4-2017 "Von oben" - Teil 2

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