Dubrovnik aka King’s Landing

Dubrovnik, die Perle der Adria, war nach der Abfahrt mit der Vision of the Seas aus Venedig der erste Anlaufhafen unserer Kreuzfahrt durch die Adria und die Ägäis. Als Fans der Fernsehserie Game of Thrones (GoT) waren wir nicht nur gespannt auf die sehr gut erhaltene Altstadt und die vollständig begehbare Stadtmauer, sondern auch auf einige der Drehorte.

Einfahrt nach Dubrovnik

Einfahrt nach Dubrovnik

Ankunft durch das Pile-Tor

Da unsere Liegezeit von 11:30 bis 18:30 Uhr nicht besonders lang war und die angebotenen, geführten Touren alleine schon die Hälfte der Zeit in Anspruch genommen hätten, entschieden wir uns wie so oft für die Methode “Entdecken auf eigene Faust”. Die Altstadt von Dubrovnik ist, wie wohl die meisten mittelalterlichen Altstädte, nicht sehr groß und kann sehr gut zu Fuß erkundet werden.
Nachdem das Schiff zum Verlassen freigegeben war, stürmten wir über die Gangway an Land, bequatschten das erstbeste Pärchen, sich mit uns ein Taxi zu teilen, und fuhren so für günstige 13 € (also 3,50 € p.P.) direkt zum Pile-Tor, dem Startpunkt unserer Stadteroberung. Die Taxis, die hinter dem Kreuzfahrt- und Fährterminals stehen, sind mit 10 € übrigens noch günstiger – aber das sahen wir leider erst bei unserer Rückkehr zum Schiff.

Pile-Tor

Pile-Tor

Die Touristeninfo vor den Mauern hielt ein paar Stadtkarten bereit und für uns GoT-Fans sogar eine ganz spezielle, welche einige der Drehorte vermerkt hat. So bewaffnet zogen wir durch das Pile-Tor nach Kings Landing, auf den Spuren der Baratheons, Lennisters, Starks, Targaryens… und wie sie nicht alle heißen. Aufgrund des Besucherandrangs in der Stadt bewegt sich ein steter Strom durchs Tor hinein und hinaus. Nach Durchschreiten des wohl für mittelalterliche Armeen uneinnehmbaren Pile-Tores im Westen der Altstadt, bogen wir direkt links zum Aufstieg auf die Stadtmauer ab.

Stadtmauerrundgang

Der Eintritt auf die Stadtmauer belastet die Urlaubskasse mit 120,- HRK, also Kuna, pro Person und kann nur in der kroatischen Landeswährung oder mit Kreditkarte gezahlt werden. Bargeld in Euro wird nicht akzeptiert. Der Rundgang auf der komplett erhaltenen Stadtmauer ist knapp 2.000 m lang, dauert ca. 2 Stunden und führt einmal komplett um die Altstadt von Dubrovnik. Treppauf und treppab schlängelt sich das Bollwerk über die Küstenfelsen.

Rotes Meer von Ziegeldächern

Rotes Meer von Ziegeldächern

Immer wieder bieten sich spektakuläre Aussichten auf die Adria, die kroatische Küste und natürlich die Stadt mit ihren engen Gassen und Häusern und den typisch orange-roten Ziegeldächern.
Auf der Mauer laden mehrere Cafés zum Verweilen ein und bieten zu selbstbewussten Preisen Kaffee, Erfrischungen und kleine Snacks an. Wirklich cool ist die Buza-Bar, welche sich seeseitig am Fuße der Mauer in den Felsen oberhalb des türkisblauen Wassers der Adria schmiegt.

Im Osten liegt der Hafen der Stadt und nach dem Passieren verläuft die Mauer etwas oberhalb der Stadt entlang des Hanges. Hier hat man einen herrlichen Panoramablick auf das rote Meer der Ziegeldächer. Weiter im Norden erreichten wir den Minceta-Turm und damit den höchsten Punkt der Stadtmauer. Hoch oben hinter den Zinnen wehte ein strammer, warmer Wind. Der Turm ist außerdem Drehort für die GoT-Szenen am Haus der Unsterblichen, der Hexer von Qarth, aus dem Daenerys ihre jungen Drachen befreit.

Minceta-Turm

Minceta-Turm

Enge Gassen

Damit war der Rundgang auf der Mauer auch fast beendet und wir konnten uns in das Getümmel der mit Touristen bevölkerten Straßen von Dubrovnik stürzen. Die Gassen sind gesäumt von Cafés und Restaurants, welche zum Verweilen einladen. Überall wird mit der berühmten Fernsehserie geworben, sei es von Merchandising-Shops oder durch Stadtführungen.
Wir folgten zuerst einmal der Mission Geocaching und “kroatischer Länderpunkt”. Durch die engen Gassen und hohen Mauern ist der GPS-Empfang erwartungsgemäß nicht besonders gut. Es gibt aber sowieso nur eine handvoll Caches, von denen auch noch einige während unseres Besuchs disabled waren.

Aber ohne den Länderpunkt für Kroatien wollten wir selbstverständlich nicht von dannen ziehen und so verbuchten wir den Virtual Cache GCG8XE | Port a Foot – Dubrovnic auf dem Plaza Luza als unseren ersten Fund in Kroatien. Der Platz wird von verschiedenen markanten Bauwerken gesäumt, u.a. dem Uhrturm mit Ratspalast, dem Palazzo Sponza (ehemaliges Zollamt), der Barockkirche Sv. Vlaho (St. Blasius) und der Rolandssäule. Nach einem erfolglosen Versuch bei GC62R49 | Dubrovnik in den Gassen südlich der breiten Hauptstraße Stradun waren wir etwas deprimiert. Doch ganz ohne richtige Dose wollten wir das Land nicht verlassen!

Ausblick vom Fort

Die Festung Fort Lovrijenac liegt hoch oben auf einem Felsen außerhalb der Stadtmauern. Sie war Kulisse für die GoT-Szene von Cersei und Littlefinger “Power is Power” bzw. dem Fest zu Joffrey Baratheons Namenstag. Nach dem Aufstieg mit einer kleinen Klettereinlage brachte sie uns den erhofften Fund GC2XA1K | Fort Lovrijenac ein. Das Fort selbst ist ein wenig steril restauriert mit weiten leeren Flächen – normal müsste man hier wohl Eintritt zahlen, aber wir kamen irgendwie kostenlos hinein. Von der Ostseite des Forts kann der Besucher einen herrlichen Panoramablick über die Altstadt von Dubrovnik, die Adria sowie die Insel Lokrum im Südosten genießen.

Panorama über die Altstadt

Panorama über die Altstadt

Zurück von der Festung kamen wir wieder bei der Touristeninformation am Pile-Tor an. Hier konnten wir erneut ein wartendes Paar dazu überreden, sich mit uns ein Taxi zurück zum Hafen zu teilen. Es stellte sich heraus, dass das Paar aus England auf der Norwegian Jade auf einer ähnlichen Route durch das Mittelmeer unterwegs war. Die Jade sollten wir dann auch in ein paar anderen Häfen wiedersehen. Wir konnten ein bisschen Kreuzfahrer-Seemannsgarn austauschen und so verging die Fahrt wie im Flug.

Wieder am Hafenterminal angekommen dachten wir uns “Aller guten Dinge sind drei” und starteten einen letzten Cacheversuch in der Nähe des Hafens mit dem Cache GC5J952 | Dubrovnik – Gruž. Doch leider hatten wir auch hier kein Glück und mussten mit einem DNF zurück zum Schiff. Ob die Dose gemuggelt wurde oder wir einfach Tomaten auf den Augen hatten, wissen wir nicht, aber anscheinend war es einer dieser Tage, an dem bezüglich Geocaching bei uns nicht soviel ging.

Die Stimmung nach dem tollen Tag und der Erkundung der schönen Stadt Dubrovnik wollten wir uns dadurch aber nicht vermiesen lassen! Schließlich konnten wir die Perle der Adria bei herrlichstem Wetter genießen, konnten schöne Fotos schießen und haben einen guten Eindruck von der kroatischen Küstenstadt bekommen. Die anschließende Ausfahrt am Abend aus der Bucht, vorbei an den vielen kleinen malerischen Inseln, genossen wir mit einem leckeren Auslaufschluck aus der Concierge Lounge auf Deck 11.

Geheimnisvolle Tür

Geheimnisvolle Tür


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