Einschiffen in Las Palmas, Gran Canaria

Die Reise um die Kanaren und Marokko mit der Mein Schiff 4 hatten wir sehr kurzfristig gebucht und uns nach der erfolglosen Recherche zu günstigen Flugpreisen für ein von der Reederei angebotenes Rundum-Sorglos-Paket entschieden. Hierzu zählte die Kreuzfahrt, der Flug und der Transfer vor Ort. Alle Flugpakete ab Frankfurt waren bereits ausgebucht und so mussten wir auf den Flughafen Hannover ausweichen.

Anreise

Am frühen Morgen startete unsere Tour und belohnt wurden wir für die weite Anfahrt mit einem nicht alltäglichen TB-Hotel direkt im Flughafengebäude: GC2W3FD | Hannover Airport Trackable-Hotel ***** (HAJ). Der von TUI gebuchte Vollcharter-Flug wurde von Condor bedient und war bis auf den letzten Platz besetzt. Das Platzangebot in der Maschine war, wie zu befürchten, begrenzt – ebenso wie der Service an Bord des Fliegers. Eine Butterwaffel, zwei Plastikbecher Wasser und 5 Stunden Flugzeit später landeten wir etwas lädiert in Las Palmas.

Beide Koffer waren schnell auf dem Karussell. Und da die Wege auf dem kleinen Flughafen nicht weit sind, wurden wir kurz nach der Ankunft bereits von freundlichen Hostessen von TUI Cruises in Empfang genommen. Ebenso freundlich empfing uns das Wetter: strahlender Sonnenschein und kein Wölkchen am Himmel! Genau das hatten wir uns gewünscht, um dem kalten Spätwinter-Schmuddelwetter daheim zu entgehen. Die Shuttlebusse warteten bereits auf die Gäste und so setzte sich unser Shuttle keine halbe Stunde nach der Landung in Bewegung. Sofort machte sich bei uns Urlaubsstimmung breit, denn die Landschaft, die wir aus dem Bus bestaunten, konnte kaum fremder sein, als die nasskalte Einöde, die wir in Deutschland verlassen hatten. Bizarre Felsen und Palmen auf steinigem Grund brachten einen Vorgeschmack auf das, was uns die kommende Woche erwarten sollte.

Las Palmas, Gran Canaria

Las Palmas, Gran Canaria

Auf “Unser Schiff”

Am Cruiseterminal von Las Palmas angekommen, funkelten uns bereits die weißen Aufbauten auf dem tiefblauen Schiffsrumpf der Mein Schiff 4 entgegen. Wir durften uns direkt in die recht kurze Schlange zum Einchecken anstellen. Der Check-In zum Schiff war freundlich, kurz und unkompliziert. Wir hatten die nötigen persönlichen Daten bereits von zu Hause aus über das Schiffsmanifest online mitgeteilt und am Pier wurde nur noch die EC-Karte zur Zahlung der Abschlussrechnung eingelesen und das obligatorische Foto für die Bordkarte gemacht. Unsere Kabine war schon bezugsbereit und unsere Koffer würden direkt vom Shuttlebus dorthin geliefert werden – eine Sorge weniger. Anschließend händigte uns der freundliche TUI-Mitarbeiter unsere Bordkarten aus und zeigte uns den Weg zur Gangway auf die M/S Mein Schiff 4.
Der erste Gang über die Gangway auf das Schiff ist für uns immer etwas ganz Besonderes. Trotzdem wir uns mittlerweile für alte Cruisehasen halten, ist es aufregend, ein Schiff zum ersten Mal zu betreten und sich noch etwas suchend zurechtzufinden und etwas Neues zu Entdecken.
Mit dem Handgepäck geschultert suchten wir als erstes den nächsten Fahrstuhl, um auf die Kabine zu gehen und die Rucksäcke loszuwerden. Im Fahrstuhl stellten wir fest, dass es auf TUI-Schiffen kein 13. Deck gibt – das bringt schließlich Unglück und Seefahrer sind ja bekanntlich besonders abergläubisch. Die Decks haben zudem allesamt einen maritimen Namen wie Seestern, Koralle oder Anker – unsere Kabine lag auf Deck 8, also Deck Muschel. Klingt doch auch viel besser: “Auf welchem Deck schlaft ihr?” “Deck Muschel!” 😉

Hafen von Las Palmas

Hafen von Las Palmas

An unserer Kajüte angekommen begeisterten uns sofort die hellen, modernen und sinnvoll aufgeteilten Räumlichkeiten. Es gab einige Verstaumöglichkeiten für Kleidung und sonstiges Geraffel. Seit unserer allerersten Kreuzfahrt 2011 hatten wir keine Balkonkabine mehr und freuten uns über den großen und schönen Balkon, der uns mit zwei Stühlen und einem Tisch einladend erwartete. Ein kleines Manko hat der private Austritt jedoch: es darf dort geraucht werden. Uns störte es, wenn von den Nachbarkabinen der blaue Dunst zu uns herüber zog und so mussten wir während der Fahrt leider ein paar Mal den Balkon schneller wieder verlassen, als uns lieb war.
Kurz nachdem wir unser Zuhause für die kommende Woche bezogen hatten, klopfte es und die Koffer wurden gebracht. Ans Auspacken wollten wir jedoch erstmal nicht denken. Die Ablegezeit des Schiffes war auf 22:30 Uhr festgelegt und vor 21:30 Uhr mussten die Gäste nicht zurück an Bord sein. Das war eine schöne Überraschung, denn dies ermöglichte uns, noch ein paar Geocaches in Las Palmas zu finden. Die Reedereien organisieren die Einschiffungstage dann doch recht unterschiedlich und wir freuten uns, dass die obligatorische Seenotrettungsübung erst für den späten Abend vorgesehen war und wir bis dahin ein paar Stunden Zeit für einen Landgang hatten. Doch vorher wollten wir uns noch stärken. Ein Blick in die Bordzeitung verriet, wo es zu diesem Zeitpunkt etwas zu Essen geben sollte. Wir entschieden uns für das Tag & Nacht Bistro. Hier gibt es rund um die Uhr für die hungrigen Gäste eine kleine Salattheke, Pizzastücke, Currywurst mit Pommes und Hamburger belegt nach eigenem Gusto zur Auswahl. So verließen wir frisch und gestärkt das Schiff in Richtung Stadt.

Strandspaziergang

Felsige Küste

Felsige Küste

Vom Cruiseterminal aus ist es ein schöner Spaziergang durch Las Palmas zum Stadtstrand. An der Strandpromenade erwarteten uns eine leichte Prise, Sand und Meeresrauschen – und auch, wenn mittlerweile ein paar Wolken aufgezogen waren, wieviel besser könnte ein Urlaub beginnen? Stimmt! Mit ein paar zusätzlichen Geocaches. Derer konnten wir zumindest noch zwei weiter nördlich des Strandes entlang der felsiger werdenden Küste einsammeln.

Die Letterbox GC5HWB5 | CHENG & CHOFF 1st Letterbox – Las Palmas hätten wir dabei fast übersehen, da wir im Urlaub eigentlich eher schnelle Tradis oder Sightseeing-Multis ansteuern. Doch bei dieser Letterbox muss nur kurz von den Startkoordinaten aus gepeilt werden und das Final liegt dann praktischerweise auf dem Weg zu GC4TDJH | Las Palmas TB Hotel. Beide Cachelocations boten einen phantastischen Ausblick auf die dem Horizont zueilende Himmelsscheibe. Das warme Licht der südlichen Abendsonne legte sich auf unsere Gesichter und wir stromerten noch ein wenig am Strand entlang, genossen den Sand unter den Füßen, bevor wir uns durch die Gassen Las Palmas auf den Rückweg zum Schiff machten. Dieses sollte schließlich nicht ohne uns ablegen – Agadir in Marokko wartete bereits auf uns.


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