Entspannen am Roten Meer bei Aqaba

Nach anderthalb Wochen Sightseeing quer durch Berge und Wüsten, gespickt mit historischen Bauwerken, Wüstensand und Geocaching, war es Zeit für Entspannung. Wir hatten uns für drei Nächte im Mövenpick Resort & Spa Tala Bay einquartiert. Das Hotel liegt ca. 17 km südlich der Stadt Aqaba, am Golf von Aqaba, einem Seitenarm des Roten Meeres. Der Golf von Aqaba gilt als Paradies für Taucher und Schnorchler, denn hier gibt es unter Wasser verschiedene Korallen, bunte Fische und anderes Meeresgetier, sowie einige Wracks zu entdecken. Außerdem drängeln sich hier auf ca. 40 km Küstenlinie vier Länder: Ägypten, Israel, Jordanien und Saudi-Arabien. Zum Grenzübergang Durra nach Saudi-Arabien sind es kaum 4 Kilometer Luftlinie.

Pool im Mövenpick Tala Bay Resort

Pool

Im Resort

Unser großes und helles Zimmer im Mövenpick Resort, sowie das kulinarische Halbpension-Sorglospaket bestehend aus einem umfangreichen und leckeren Buffet zum Frühstück und Abendessen, machten den Aufenthalt so angenehm wie möglich. Ausschlafen, Lesen, am Pool für Erwachsene dösen und zur Abkühlung auf der Rutsche ins Wasser düsen… wir ließen es uns gutgehen.

Pool im Mövenpick Tala Bay Resort

Noch ein Pool – und so schön leer 😀

Am Strand können diverse Wassersportaktivitäten gebucht werden. Wir haben uns einen Jetski ausgeliehen und eine Schnorcheltour mitgemacht. Eine Tauchschule ist am Hotelstrand platziert und bietet Tauch- und Schnorcheltouren an, Equipment kann gegen Gebühr ausgeliehen werden.

Hotelstrand mit Seebrücke

Hotelstrand mit Seebrücke

Jetski

Ich will Spaß – ich geb Gas …

Schnorcheln

Das Boot fuhr uns gemeinsam mit den Tauchern bis zu einem Riff namens Japanese Garden. Hier konnten wir eine Stunde lang schnorchelnd die faszinierende Unterwasserwelt beobachten. Es war erst unser zweites Mal Schnorcheln und im Vergleich zu unserem ersten Mal auf den Cayman Island hat es deutlich besser geklappt. Nur das Wetter spielte nicht voll mit – nachdem uns die Sonne die gesamte Zeit unserer Reise mehr als verwöhnt hatte, gab es an diesem Tag viele graue Wolken und sogar ein paar Tropfen Regen.

Schnorcheln Rotes Meer

Abtauchen beim Schnorcheln

Die Unterwasserwelt strahlte daher nicht ganz so bunt wie erhofft, aber es hat trotzdem riesigen Spaß gemacht – zumindest als wir den Dreh raus hatten ;). Etwas unentspannt beim Schnorcheln wurde es mit den Glasbodenbooten, die ebenfalls oberhalb des Japanese Garden herumkurvten und wenig Rücksicht auf die Schnorchler nahmen. Um nichts zu riskieren, haben wir den Booten das Feld überlassen und uns einen anderen Spot gesucht.

Aqaba

So schön und entspannend die Zeit im Hotel doch war, irgendwann mussten wir uns auch von diesem kleinen Paradies am Roten Meer verabschieden. Die schöne, erlebnisreiche und eindrucksvolle Reise durch Jordanien näherte sich dem Ende. Doch da unser Flieger gen Heimat erst nachts um 1:30 Uhr abhob, hatten wir am letzten Tag reichlich Zeit übrig, Aqaba zu erkunden und anschließend gemächlich die 300 km lange Rückfahrt zum Flughafen nach Amman anzutreten.

Straße in Aqaba

Straße in Aqaba

Aqaba war durch seine Lage am Golf bereits in der Antike ein wichtiges Handelszentrum und auch heute ist der Export über den großen Hafen neben dem Tourismus die wichtigste Einnahmequelle. Im Gegensatz zu Amman ist Aqaba klein und wenig zersiedelt. Es gibt kaum interessante Sehenswürdigkeiten und uns hat die Stadt auch nicht sonderlich gefallen. Unser Besuch hatte auch eher mit unserer Mission zu tun, die Geocaching-Statistik mit den Funden für jeden Tag des Jahres auszufüllen. Und für den letzten Urlaubstag musste noch ein Fund her. Dazu muss gesagt werden, dass es wirklich nur einen einzigen Geocache in dieser Gegend auf jordanischem Territorium gibt. Einen schnellen Besuch in Eilat auf der israelischen Seite hatten wir zwar in Betracht gezogen, aber hätte es Schwierigkeiten an der Grenze gegeben, wären wir Gefahr gelaufen unseren Flug zu verpassen. So versuchten wir unser Glück beim Earthcache GC3Q2R9 | Earthquake evidence at ancient Ayla. Dieser führt in mehreren Stationen über die Ruinen der antiken Stadt Ayla, die von einem Erdbeben zerstört wurde. Die Stätte ist nicht besonders ansprechend aufgezogen und kostet auch keine Eintrittsgebühr, die Fragen zum Earthcache waren verwirrend formuliert und so quälten wir uns etwas unter der sengenden Mittagshitze über das Gelände. Allzu blöd hatten wir uns bei der Beantwortung der Fragen wohl nicht angestellt, zumindest erteilte uns der Owner freundlich die Erlaubnis zum Loggen.

Ladengeschäft

Ladengeschäft

Den verbleibenden Nachmittag schlenderten wir durch die Marktstraßen und -gassen von Aqaba, die vielen Verkaufsstände ließen uns ein letztes Mal in das Leben der Einheimischen eintauchen. Zum Schluss belohnten wir uns mit einem Snack im mittlerweile nicht mehr ganz so florierenden Einkaufszentrum Aqaba Gateway an der Küste. Anschließend war es endgültig Zeit, den Weg zum Flughafen anzutreten.

Einsame Dschunke

Einsame Dschunke im Einkaufszentrum “Aqaba Gateway”

Die Fahrt führte kilometerweit in Richtung Norden entlang der israelischen Grenze und so verwunderte es nicht, dass sehr viel Militär an der Strecke präsent war. Wir wurden insgesamt sechs Mal auf der Fahrt kontrolliert, konnten aber immer problemlos weiterfahren. Da es in der Nacht stark geregnet hatte, mussten wir teilweise an der Straße dem übrig gebliebenen Wasser ausweichen. An einer Stelle war ein eigentlich ausgetrocknetes Flussbett von einem reißenden Bach durchzogen. Wir hielten für ein paar Fotos, wurden aber von einer Militärpatrouille aufgescheucht und nach Vorzeigen der Pässe freundlich aufgefordert weiterzufahren.

Moschee in Aqaba

Moschee in Aqaba

Da wir immer noch ausreichend Zeit hatten, machten wir einen letzten Abstecher zu der kleinen Bäckerei in Madaba, in der es diese phantastisch süßen arabischen Köstlichkeiten zu kaufen gibt. Wir erwarben ein paar Platten Baklava als Mitbringsel und fuhren die restlichen Kilometer bis zum Flughafen. Hier ging dann alles recht schnell. Mietwagen und Gepäck abgeben, noch ein wenig Zeit in den Shops vertrödeln, bis das Boarding startete. Der Nachtflug verlief ereignis- und schlafarm und morgens um 6:30 Uhr hatten wir wieder deutschen Boden unter den Füßen.

Wasser in der Wüste

Wasser in der Wüste


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