Florida – Welcome to Miami!

Von Key West führte uns der Weg dem Highway No. 1 folgend über Brücken und Inseln zurück auf das Festland bis in das Herz von Miami. Dann nur noch über die Biscayne Bay und schon waren wir in South Beach, dem südlich Stadtteil von Miami Beach.

Miami Beach - South Beach

Miami Beach – South Beach

Shopping, Shopping, Shopping!

Die Sonne ließ das Art Déco District mit seinen prächtigen Bauten aus den 30ern und 40ern des 20. Jahrhunderts genau im richtigen Licht erscheinen. Unsere “Absteige” war das frisch und stilvoll renovierte Hotel Shelborne Wyndham Grand mit hoteleigenem Pool und Strand. Der Portier empfing uns freundlich und die Koffer waren schon fast auf dem Zimmer, als wir gerade mal den Zündschlüssel abgezogen hatten. Leider gibt es nur Valet-Parking und so war neben dem Gepäck wenig später auch das Auto verschwunden. Mit 15 Minuten Vorlauf stand es aber für weitere Ausflüge bereit.

Weder Strand noch Pool waren für uns von gesteigertem Interesse – heute war Thanksgiving! Man wünscht sich überall ein fröhliches Selbiges – und vor allem trifft sich der konsumfreudige Teil der Gesellschaft nach der Familienfeier in den riesigen Malls und greift die tollen Angebote noch vor dem auf Thanksgiving folgenden Black Friday ab. Wir bekamen den Tipp, uns am besten noch am selben Abend in der Aventura Mall – der lt. Wikipedia drittgrößten Mall der USA – einzufinden. Ab 18:00 ging die Schnäppchenjagd los und hörte wohl vor Freitagabend nicht mehr auf…

Ein Spaziergang durch Miami Beach

Lincoln Center

Lincoln Center

Der nächste Morgen erwartete uns mit herrlichstem Wetter zum Sightseeing, pardon: Sightcaching! Mit Temperaturen um die 20°C und kaum einem Wölkchen am Himmel begannen wir mit unserem Spaziergang durch Miami Beach südlich unseres Hotels.

Zuerst Kaffee! Also steuerten wir die Lincoln Road Mall an – eigentlich eine Einkaufsstraße, die quer über die Insel vom Atlantik im Osten bis zur Biscayne Bay im Westen verläuft und eine der ältesten Fußgängerzonen der USA ist. Gleich hinter dem Colony Theater liegt der erste der wenigen Geocaches in Miami Beach: der wunderbar getarnte GC4QBTP | The Haunting – Colony Theatre. Direkt schräg gegenüber befindet sich das architektonisch sehenswerte Parkhaus 1111 Lincoln Road, welches von Schweizer Architekten entworfen wurde.

Von hier aus machten wir noch einen kleinen Abstecher zur Collins Bridge, die ursprünglich erste Überquerung der Biscayne Bay und bei Eröffnung die längste Holzbrücke der Welt. Naja, von dem Rekord und von der Holzbrücke ist heute wenig übrig, wie leider auch von dem Cache GC3KM63 | Collins Bridge. Der war nämlich bei unserem Besuch gemuggelt :(.

Eine weitere sehenswerte Fußgängerzone ist der Española Way – also die Spanische Straße – an dessen Anfang Don Quijote de Mancha allen Fahrzeugen den Weg versperrt. Hinter der Barriere verbirgt sich eine kleine mediterrane Welt mit Straßencafés und einladend gedeckten Tischchen auf dem Gehweg. Im Übrigen ist Spanisch in Miami durch die lateinamerikanischen Einwanderer eine der dominanten Sprachen. Sogar unser norwegischer Kapitän auf der Freedom of the Seas machte seine Witzchen darüber, dass man in dieser Stadt mit Spanisch weiter käme als mit Englisch.

Española Way

Española Way

Wir verließen den Mikrokosmos in südliche Richtung, denn hier wartete erneut ein gut getarnter Cache auf uns: GC4PK1A | Smells Like Bacon #22. Allzu auffällig sollte man die Suche hier aber nicht angehen, denn direkt gegenüber steht das MBPD, das Miami Beach Police Department. Wir blieben zum Glück unbehelligt und haben nach kurzer Suche den fein plazierten und getarnten Micro-Cache gefunden. Als Tipp: Man erkennt den Cache sogar auf Google Streetview ;).

“Smells like Bacon” – dachten sich auch unsere Mägen und ehe wir das Land verlassen, mussten wir noch wenigstens einmal bei “Five Guys” vorbeischauen, unserer neuen Lieblingsburgerbraterei! Auch wenn das Essen dort nicht gerade zur Traumfigur beiträgt, ließ man uns anschließend aber trotzdem auf den legendären Ocean Drive von Miami Beach.

Hier trainieren die gebräunten Jungs mit freiem Oberkörper unter freiem Himmel. Hier fahren die Cabrios (und alle die gern eins hätten) im Schritttempo und lauter Musik die Straße auf und ab. Hier gilt es aufzufallen… und die Bars sind gut gefüllt, auch schon am frühen Nachmittag.

Zwei Adressen sind besonders beliebte und belebte Touristenspots. Das ist zum einen 728 Ocean Drive, ein Restaurant der Fastfoodkette “Johnny Rockets”. In diesem Haus spielt die berühmte Kettensägeszene aus dem Film “Scarface” – sogar eine Plakette weist darauf hin. Zum anderen ist das 1116 Ocean Drive, die ehemalige Villa des Modedesigners Gianni Versace, der auf den Stufen vor dem Haus erschossen wurde.

Ferrari

Ferrari

Wir schlenderten den gesamten Ocean Drive nach Süden und fanden mit GC1Q787 | Diamonds and Pearl die letzte Dose des Tages.

Souvenirs, Souvenirs

Leider konnten wir das Nachtleben von Miami Beach nicht auskosten, denn der Flieger über Atlanta zurück nach Deutschland ging bereits um 06:00 Uhr in der Früh. Deswegen waren wir morgens auch noch sehr knapp dran. Fährt man aber nachts um halb fünf durch die Stadt, ist selbst in einer Metropole wie Miami nicht viel Verkehr und wir saßen pünktlich in der Maschine.

Shelborne Wyndham Grand - Hotelbar

Shelborne Wyndham Grand – Hotelbar

In Atlanta hatten wir genug Aufenthalt, um uns am Flughafen “die Beine zu vertreten”. Drei (heute wären es sogar vier) Geocaches lagen in günstiger Reichweite und der ATL SkyTrain brachte uns kostenlos zum Georgia International Convention Center. Das große Gepäck wurde zwar direkt nach Frankfurt durchgecheckt, aber mit dem Handgepäck im Schlepptau machten wir uns auf die Suche und sammelten die Dosen GC421DQ | Not another boo hide!GC5BTAC | KATL Airport Travel Bug Hotel und GC1JBTQ | Old D.Q. ein. Et voilà: da war neben dem Souvenir für Florida auch gleich noch das Souvenir für Georgia im Sack.

Damit ging unsere Reise durch die Karibik und Florida zu Ende. Wir hoffen, du hattest Spaß beim Lesen und nun vielleicht auch etwas mehr Lust zu Reisen und aufs Geocaching – wir würden uns sehr freuen, darüber in einem Kommentar von dir zu lesen!


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