Giga Event Glück Auf 2016

Vom 10.-12.06.2016 fand das Giga Event “Glück Auf 2016” auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen statt und wir waren am Hauptevent GC55555 “Auf Schicht” am 11.06. mit dabei. Nachdem wir letztes Jahr in Mainz unser erstes Giga-Event besucht haben, wollten wir dieses Jahr in Essen herausfinden, was es mit dem Prädikat “Project” auf sich hat.

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Schicht auf der Zeche

Die Anreise mit dem Auto aus Frankfurt verlief bis auf ein paar Regentropfen unterwegs erfreulich unkompliziert – kein Stau hielt uns auf und auch die Parkplatzsuche vor Ort war schnell und in guter Laufentfernung beendet. Vor Ort an der Essener Zeche Zollverein angekommen, begrüßte uns schon von Weitem der Doppelbock von Schacht 12. Als erstes reihten wir uns in die Schlange der Wartenden zur Registrierung ein. Da wir keine Beigaben wie Coins oder T-Shirts gebucht hatten, konnten wir unseren Platz in der kürzeren Schlange einnehmen und hatten nach ca. 10 Minuten unsere Einlassbändchen in der Hand bzw. am Handgelenk. Danach hieß es erstmal mit Hilfe des Programmhefts Überblick verschaffen auf dem riesigen Eventgelände.
Das Gelände Zeche Zollverein gehört als Industriekulturdenkmal zum UNESCO Welterbe und wurde aufwändig für Besucher hergerichtet. Das Event fand rund um Schacht 12 mit dem markanten Doppelbock des Förderturms statt – nebenan steht das Gebäude der Kohlewäsche und ein ehemaliges Förderband und zu Gehwegen betonierte Schienenstränge führen zwischen viel Grün zur Kokerei. Die Letterbox GC5KG4Q | Ringpromenade verlief auf einem Rundweg zu weiteren Plätzen auf dem Gelände.

Händlerhalle

Halle A5 mit den vielen Händlerständen lag direkt neben der Registrierung und lud uns zu einer kleinen Runde durch die kommerzielle Welt des Geocaching. Hier war es zumindest am Vormittag ziemlich voll – die Reihen lichteten sich aber im Laufe des Tages ein wenig. Bei einem zweiten Besuch am Nachmittag war es deutlich leerer. Der Bedarf an Geocoins, ECGA-Ergänzungen, Kletterausrüstung, Geocaching-Schmuck und anderen brauchbaren und unbrauchbaren Utensilien scheint auf jeden Fall enorm. Und auch wenn ein Händler über die Standmiete klagte, räumte er ein, dass das Geschäft wohl recht gut lief – das Übliche also 😉

Das Drumherum

Als Rahmenprogramm hat sich das Orga-Team aus unserer Sicht viele Gedanken gemacht und sich am thematischen roten Faden der Kohleförderung an dieser historischen Location orientiert. Lab-Caches scheinen von keinem größeren Event mehr wegzudenken zu sein und entschädigen wohl für entgangene Statistikpunkte bei temporär deaktivierten Geocaches in der Umgebung – auch das gehört mittlerweile zu den großen Events.  Die insgesamt 30 Labs (wobei die letzten 10 erst ab dem 12.06. zum Goodbye-Event “Schicht im Schacht” aktiv wurden) lockten uns an viele interessante Ecken des riesigen Geländes, auch wenn für die eine oder andere Frage mehrfaches Zählen oder googlen (nachdem uns die Telekom nach einem Netzausfall wieder googlen ließ) nötig war.
Doch nicht alle Caches rund um das Eventgelände waren vorsorglich von den Ownern aufgrund des nicht zu bewältigenden Massenansturms deaktiviert worden. Die beiden Tradis GC1YKEY | Großmutter beim GPS Festival und GC1YKG7 | Kleiner Cache am Rande von Zollverein wurden von den Ownern extra Event-tauglich gemacht und so fand jeder einen Platz im Raufasertapeten-Logbuch oder im Bilderrahmen. Apropos Logbuch: Eine schwarze Lore diente dem Giga ebenfalls thematisch passend als Log”buch”. Wir verewigten uns mit einem weißen Edding im schwarzen Kohlestaub.

Beim Kinderprogramm konnten die Kleinen selbst zum Hammer greifen und beim Schmied ein Stück Metall bearbeiten – sehr spektakulär. Für Erwachsene animierte die Tombola zum Mitmachen an 8 Stationen. Leider gab es an einigen davon längere Schlangen – aber das spricht ja eher für den Spaßfaktor der eigentlichen Aktion. So sollte unter anderem eine ruhige Hand bewiesen werden, indem Filmdosen aufeinander gestapelt werden sollten oder die Armeskraft wurde beim Grubenlaternendauerhalten getestet. Beliebt waren auch das Kohleschippen mit Parcourlaufen oder der “heiße Draht” – ausgeführt als Schlägel und Eisen, dem Symbol der Bergleute. Wir hatten viel Spaß an den einzelnen Ständen, die weitläufig im Gelände verteilt waren. Das entzerrte auch die Besuchermenge und dass sich nicht alle Eventgäste direkt an der Hauptlocation über die Füße liefen.

Wenn es um die Wurst geht

Einige Cateringstände luden lecker duftend zur Verpflegung ein, von Currywurst über Pizza bis Döner war für jeden Geschmack etwas dabei. Wir entschieden uns für das Bistro “Butterzeit”, das sich leider als Flop herausstelle *) . Selten sind wir so unfreundlich und arrogant von einer Kassiererin angegangen worden. Der Küchencrew konnte man beim Wurstschneiden und Pommes in die Schalen verteilen die Schuhe besohlen. Wir mussten 45 Minuten auf unser Essen warten, das dann auch noch kalt und eine echt mickrige Portion für den Preis war. Dafür kann selbstverständlich das Orga-Team nichts, wir gehen davon aus, dass der Caterer vor Ort gebucht werden musste. Dieser sollte eigentlich auf einen Besucheransturm vorbereitet sein, es kam aber scheinbar sehr überraschend, dass zwischen 12 und 13 Uhr viele Geocacher Hunger hatten und etwas Essen wollten. Den verbliebenen Resthunger konnten wir aber umgehend am deutlich besser organisierten und günstigeren Bratwurststand unter freiem Himmel stillen. Trotz langer Schlange kamen wir hier schneller ans Würstchen. Daneben gab es Getränkestände und am Nachmittag kamen noch zwei Eiswagen und ein Cocktailstand hinzu.

*) Das Orga-Team distanzierte sich zwischenzeitlich von dem Lokal “Butterzeit”. Das Team hatte keinen Einfluss auf die Lokalität. (siehe Kommentare)

Project-Abend

Um 18 Uhr erfolgte die offizielle Ansprache und Begrüßung des Orga-Teams. Neben der Verlosung einer Tombola (leider gingen wir leer aus) wurde auch das Project Event 2017 Let’s Zeppelin verkündet, welches vom 18.-20.08.2017 in Friedrichshafen am Bodensee stattfindet. Der Tag fand seinen Abschluss mit dem Abendprogramm und den Bands “Alex im Westerland” und den Dosenfischern.

So richtig herausgefunden haben wir nun nicht, was ein “Project”-Event ausmacht – also für uns ganz persönlich als Besucher. Vielleicht ist es ein besser organisiertes Eventerlebnis, immerhin gibt es Support von ehemaligen Project-Eventausrichtern wie Ulm, GeoXantike, usw. Sogar das Geocaching HQ in Seattle unterstützt – repräsentiert durch zwei Lackeys, also Mitarbeiter vom Geocaching.com-Betreiber Groundspeak, auf der Bühne am Abend. Vielleicht aber auch nicht, wir konnten keine Besonderheit zu unseren bisherigen Erfahrungen auf Großevents feststellen.

Fazit

Wir hatten einen schönen Tag auf dem wirklich tollen Gelände der Zeche Zollverein, an dem wir – bis auf das vermurkste Essen – nichts auszustehen hatten. Extras wie Workshops oder Touren hatten wir keine bestellt und haben auch nichts gehört, ob diese gut oder schlecht waren. Die Zeche werden wir aber auf jeden Fall noch einmal besuchen – auch ganz ohne Geocaching.
Wir wussten, worauf wir uns bei einem Giga einlassen: auf viele, viele Geocacher und auch ein Stück weit auf Kommerzialisierung, die aber zur Finanzierung eines solchen Events auch ein wenig notwendig ist. Das Rahmenprogramm sorgte für viel Zerstreuung und langweilig war uns tagsüber nicht – eigentlich war schon fast zu wenig Zeit, um an allem teilzunehmen. Und darauf kommt es aus unserer Sicht auch an, einfach eine gute Zeit zu haben – und hier konnte das Event “Glück Auf 2016” bei uns überzeugen. Das Einzige, das wir vermisst haben, war ein Blogger- oder Twitter-Treffen. Das hätten wir aber auch selbst anleiern können. Beim nächsten Mal dann…

Abschied von der Zeche

Abschied von der Zeche

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11 Kommentare:

  1. Pingback:GlückAuf Geocacher Event in Essen – Dr.Jeckyls Geocaching Blog

  2. Pingback:Kohle, Stahl und Orgaarbeit - Das Project GIGA Glück Auf 2016

  3. Pingback:Project GlückAuf in Essen – groß, größer, GC55555 | Aktiv-durch-das-Leben.de

  4. Schöner Artikel, tolle Fotos.
    Ist interessant, mal andere Sichtweisen als unsere zu lesen. Aber da unser Fazit ähnlich positiv ausgefallen ist, haben wir es ähnlich wahrgenommen.
    Liebe Grüße au dem Hunsrück
    Anita und Claudia

    • Hallo ihr beiden,
      vielen Dank für euren Kommentar. Wir haben auch in eurem Artikel gestöbert und sind gespannt, was ihr am Sonntag noch Besonderes erleben durftet. Wir freuen uns schon auf euren Bericht.
      Viele Grüße von Christine

  5. Vielen Dank für den tollen Bericht und das Lob!

    Das Orga Team möchte sich an dieser Stelle von der Butterzeit sowie den dort angebotenen Speisen und Leistungen distanzieren. Leider konnten wir hier nichts machen oder Einfluss nehmen.
    Diese Lokalität vor Ort hatte nichts mit dem Event zu tun.
    Das Evencatering, was unter unserem Einfluss stand, fand im Aussenbereich auf dem Gleisboulevard statt.

    • Hallo Alexander,
      vielen Dank für die Klarstellung. Wir haben den Artikel mit einem entsprechenden Hinweis als Fußnote versehen, aber den Text so belassen – so zeigt sich schön, dass der Part, der von euch organisiert war, für uns gut funktionierte. 🙂

      Viele Grüße
      Ronny

  6. Pingback:Project Glück Auf 2016 - Medienecho - GeocachingBW

  7. Das war ein schöner Artikel zum Event.
    Wir waren am Wochenede mit den Kindern das erste Mal auf so einem großen Event, so dass unser Artikel eine andere Sicht zeigen wird.
    Auf jeden Fall fanden wir es auch sehr spannend und die Fototour, die ich gestern noch gemacht habe im Rahmen des Events hat sich auf alle Fälle gelohnt.

    Hätte ich mein Handy rechtzeitig neu gestartet und wieder Internet gehabt, dann hätten wir uns auch zu einem Mini-Blogger-Event treffen können 🙂
    VG
    Dr.Jeckyl

    • Vielen Dank! Wir sind gespannt auf euren Artikel. Fotografisch hat die Zeche eine Menge zu verbieten, daher werden wir dort ganz sicher nochmal hinfahren. Der ein oder andere Cache im Pott soll ja auch nicht so schlecht sein ;).
      Im Vorfeld hatten wir mal nach einem Blogger-Treffen gefragt, aber die Sache leider aus den Augen verloren. Wäre schön gewesen – vielleicht klappt es ja mal bei einem anderen Event. Die Nacht der Vulkane haben wir momentan im Visier.

      Viele Grüße
      Ronny

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