Karibik – Abfahrt Port Canaveral

Im Vergleich zur letztjährigen Urlaubsplanung war für diese Reise relativ wenig im Vorfeld zu klären. Die Routen der Kreuzfahrten waren fix und für die Rundreise mit dem Mietwagen in Florida hatten wir unsere Must-See-Liste auch schnell beisammen. Wir buchen normalerweise keine Landausflüge über die Reederei (mit einer Ausnahme am Turnoverday in Cape Canaveral), holen uns aber gerne Tipps aus dem Programm des Schiffes und buchen Ausflüge nach unseren Interessen bei lokalen Anbietern selbst. Hilfreich ist hierbei die Cruise Critic Community sowie Tripadvisor.

Route Karibikkreuzfahrten

Unsere Routen in der Westlichen und Östlichen Karibik

Karte: OpenStreetMap.org

Fliegen mit Beinfreiheit

Nach dem Reinfall mit der großen deutschen Fluggesellschaft buchten wir dieses Jahr einen Gabelflug bei Delta von Frankfurt via Detroit nach Orlando und von Miami via Atlanta nach Frankfurt. Delta bietet für einen akzeptablen Aufpreis “Economy Comfort”-Sitzplätze, die wir uns für die beiden Langstreckenflüge FRA-DTW und ATL-FRA gönnten. Diese Sitzplätze sind jeden Cent wert! Sie bieten u.a. zusätzliche Beinfreiheit, mehr Neigungswinkel der Rücklehne, vorzeitiges Einsteigen, Sitze in den vorderen Reihen und mehr Auswahl an kostenlosen Getränken – um ehrlich zu sein, so sollte Fliegen mal mindestens sein. Wir reservierten unsere Sitze außerdem in einer Zweierreihe und mussten uns so mit keinem fremden Passagier arrangieren. So entspannt sind wir noch nie geflogen.
Die Einreise in Detroit verlief zügig und unkompliziert. Das obligatorische ESTA musste bereits vor Antritt des Fluges im Netz gemacht werden und nach ca. 10 – 15 min Schlange stehen konnten wir gemeinsam bei der Immigration vorsprechen. Es wurden die üblichen Fragen gestellt, wir hinterließen unsere Fingerabdrücke und nach ein paar Minuten hatten wir auch schon die Stempel in den Reisepässen. Anschließend holten wir unser Gepäck, liefen durch den Zoll, gaben das Gepäck erneut auf und weiter ging es zum Abflugsgate Richtung Orlando. Die 2:20h Umsteigezeit haben locker ausgereicht und so blieb noch genügend Zeit für einen Coffee to-go (sogar mit Sojamilch).

Am Flughafen in Orlando wurden wir gegen 18 Uhr mit amerikanischem Bling-Bling und Mickey-Maus-Ohren im Theme-Park-Style empfangen und machten uns mit einem Mietwagen von Alamo auf den Weg zu unserem ersten Hotel.

Erste Übernachtung und Einschiffen

Für die erste Nacht hatten wir uns in einem Hotel am Flughafen mit dem sperrigen Namen Wingate by Wyndham Orlando International Airport einquartiert. Wir wollten nach der langen Anreise keine weitere Strecke mehr zurücklegen und hatten auch noch einige Einkäufe vor uns. Das Zimmer war geräumig und im nächst gelegenen Wal-Mart Supercenter gab es neben einer SIM-Karte auch etwas Nahrhaftes zum Abendbrot.

Freedom of the Seas

Freedom of the Seas

Der Morgen startete verregnet und so gar nicht nach unseren Vorstellungen des Sunshine States Florida. Nach dem klassischen amerikanischen Hotelfrühstück: Toast, Marmelade, Ei auf Styroportellern an Plastikbesteck und miesem Kaffee checkten wir aus, um Richtung Cape Canaveral zu fahren.
Die Strecke ist eher langweilig, denn der US Highway No. 528 verläuft schnurgerade bis zur Küste. Der Regen begleitete unsere Fahrt bis zum Cruise Terminal und so erhaschten wir einen ersten vernieselten Blick auf die Freedom of the Seas. Die Porter nahmen unser Gepäck direkt am Terminal entgegen und so war noch ein wenig Zeit über für die Mission “Amerika rot machen” – also mal mindestens einen, besser viele, Geocaches zu finden.

Abgecacht

Cocoa Beach

Cocoa Beach

Entlang des Cocoa Beach südlich von Port Canaveral liegt gemäß der Abstandsregel von Groundspeak alle 0,1 Meile eine Dose. Die aus Deutschland gewohnte Qualität bleibt dabei meistens auf der Strecke, aber das sollte uns für den ersten amerikanischen Cache nicht stören.
Regen, Wind und wenig warme Temperaturen ließen die Suche mühselig werden und so mussten wir zweimal ohne Fund von dannen ziehen.
Bei der nächsten Dose GC4J020 | You Never Sausage a Cache schlich ein Surfer der Generation Hippi über den direkt am Strand liegenden Parkplatz. Wir wähnten uns unentdeckt, doch ziemlich schnell stand er plötzlich hinter uns und fragte direkt, ob wir einen Cache suchen. Es handelte sich zwar nicht um den Owner, aber scheinbar begegnen ihm vor Ort öfter Cacher und so wusste er von dem Versteck. Genervt von der Aufmerksamkeit aber trotzdem höflich, fragten wir nach einem Tipp. Der vom Owner im Listing hinterlegte Hinweis verwirrte mehr, als er half. Doch der Surfer mit seinen grauen Dreadlocks war gnadenlos auf dem “Sucht ihr mal schön selbst”-Trip. Wir wollten schon aufgeben, doch er verwickelte uns in so manch seltsame Gespräche und uns packte das Fieber. Nach einer gefühlten Ewigkeit konnte Christine die Dose endlich erleichtert aus ihrem Versteck ziehen! Florida und die U.S.A. sind “rot” – also im Geocaching-Sinne, nicht politisch ;).

All on board

Die Mietwagenstation von Alamo liegt in Cocoa Beach, nur wenige Meilen vom Cruise Terminal entfernt. Nach einem kurzen Zwischenstopp im bekannten Ron Jon Surf Shop und einem zweiten Cache (GC44PJJ | SHADY SPOT) brachten wir das Auto zurück zu Alamo. Die Rückgabe des Mietwagens erfolgte schnell und unkompliziert. Alamos kostenfreier Shuttleservice brachte uns zügig zum Cruise Terminal. In Florida zahlt man übrigens keine Einwegmiete, der Mietwagen kostete uns ca. 35 $ inkl. Sprit für einen Tag. So günstig kann man weder mit dem Taxi, noch mit einem lokalen Airporttransfer von Orlando zum Hafen fahren.

Royal Promenade auf der Freedom OTS

Royal Promenade auf der Freedom OTS

Die Freedom of the Seas ist noch größer als die Mariner OTS und damit unser bisher größtes Schiff, mit dem wir unterwegs waren. An Bord bieten sich für alle Altersklassen eine Menge Aktivitäten und Attraktionen, wie ein Surfsimulator, eine Kletterwand, eine Eislaufbahn(!), diverse Pools und natürlich einige Restaurants und Bars.
Wir hatten uns für die beiden Wochen in einer nach vorne gerichteten Außenkabine eingebucht. Diese lag am Ende des Flures, war dreieckig geschnitten und hatte zwei schöne große Fenster. Unser Stateroom wirkte dadurch deutlich geräumiger und heller, als eine normale Außenkabine.

Productionshow "Marquee"

Productionshow “Marquee”

Am selben Abend ging nicht mehr viel und der Jetlag forderte seinen Tribut. Dafür hielt der folgende Seetag eine Menge Aktivitäten für uns bereit: das gesamte Schiff wollte erkundet werden und es erwartete uns neben einer tollen Eisshow auf der Eislaufbahn die erste der beiden Productionshows. Sowohl die gut besuchte Eisshow als auch die Show “Marquee” am Abend im bordeigenen Theater waren artistisch, musikalisch und in Auswahl von Kostümen und Bühnenbild sehr aufwändig und wirklich gelungen.


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