Karibik – Coco Cay, Bahamas

Gegen 09:00 Uhr EST erreichten wir das kleine Eiland Coco Cay, Bahamas. Die Privatinsel der Reederei Royal Caribbean heißt eigentlich Little Stirrup Cay und ist mit einer Ost-West-Ausdehnung von gut einem Kilometer und kaum 200 Meter Breite ziemlich überschaubar. Dafür bietet die Insel für Geocacher immerhin sieben Geocaches, die sich über die gesamte Insel verteilen und zu einer kleinen Erkundung einladen.

Hochzeitslocation

Hochzeitslocation

“Bahamas, Baby!”

Da unsere Liegezeit um 15:00 Uhr wieder vorbei sein würde, haben wir am Morgen auch nur wenig Zeit verloren, um in das Tenderboot nach Coco Cay zu steigen. Die Freedom of the Seas ankerte ca. eine Meile vor der Küste. Die Badeschlappen haben die Überfahrt im Rucksack verbracht und stattdessen befanden sich unsere leichten Wandertreter an den Füßen – schließlich sollten alle Caches angelaufen und gefunden werden. Dennoch war unser erster Gang auf der Insel zum Strand.

Geotour mit sieben Inselcaches

Wir sicherten uns zwei Liegen, verstauten unsere Badesachen und zogen mit dem GPS-Gerät bewaffnet los, um den ersten Cache des Tages anzugehen. Nicht weit vom Strand – also wirklich nur 100 Meter – konnte sich die erste Dose GC406DM | Lake Bed nicht lange verstecken. Leider musste Christine beim Bergen der Dose ein paar kleine Blessuren am Fuß – also Geostripes – einstecken. Ein wenig schmerzhaft zwar, aber zum Glück nichts, das den weiteren Tag beeinträchtigen würde.

Nature Trail

Nature Trail

Der nächste Cache erwartete uns auf dem Nature Trail, der sich fast vollständig über die gesamte Insel zieht. Dieser Trail ist durch natürliche Erosion von Kalkstein (engl. Limestone) im bewaldeten Inneren der Insel entstanden und erfordert auch vernünftiges Schuhwerk. Selbstverständlich gibt es hierzu auch einen Earthcache GC17N8A | Coco Cay – Erosion Trail. Was diesen aber zu einem D5/T5 macht, hat sich uns nicht erschlossen – es ist ein ganz normaler Earthcache, bei dem es Fragen zu beantworten gibt. Wie auch immer, die Matrix erfreut es ;).
Direkt nebenan liegt auch gleich die nächste Dose GCBFBE | Coco Cay im Unterholz. Hier hat die Suche ein paar Minuten länger gedauert, denn die Koordinaten sprangen im nassen Wald umher und das Kraxeln zwischen den spitzen, messerscharfen Kalksteinfelsen aus fossilen Korallen ist nicht ungefährlich. Feuchte Blätter und umgestürzte Bäume haben die Suche zu einer rutschigen Angelegenheit gemacht – hier mit Flipflops unterwegs zu sein, ist fast schon fahrlässig.

Freedom of the Seas vor Coco Cay

Freedom of the Seas vor Coco Cay

Wir folgten dem Trail weiter und über kleine Zugänge erreicht man die südlichen Strände der Insel. Hier stehen die Palmen direkt im Sand und das Wasser ist traumhaft: türkisblau, flach und klar. Nachdem wir GC3287N | Tent City von unsere Liste streichen konnten, hatten wir auch schon die Hälfte der Strecke geschafft. Als nächstes steuerten wir die Dose GC3282V | Sunset Point an. Der Name dieses Geocaches ist Programm, denn ein Hochzeitspaar hatte vorher diese romantische Location für ihr Gelöbnis genutzt. Die Hochzeitsgesellschaft begegnete uns auf einem Golfcar, das zurück zum Anleger fuhr. Wir zollten dem Paar Respekt, denn uns hätte in der tropischen Schwüle und einer vollen Hochzeitsmontur wohl der Hitzeschlag ereilt. Die Suche des Caches zwischen den Felsen hätten wir allerdings fast aufgegeben. Die Steine rundherum boten soviele Möglichkeiten, dass uns nach der langen Suche der Schweiß nur so herunterlief. Erleichtert waren wir beide, als Ronny die getarnte Dose endlich mit einem fröhlichen “Gefunden!” unter den Steinen hervor zerrte.

Keine 200 Meter weiter lag auch schon der westlichste Cache: GC32869 | Scuba Beach. Diesmal hatte Christine den richtigen Blick und nach ein paar Fotos nahmen wir die breite Piste zurück zum Anleger. Selbstverständlich nahmen wir auf dem Rückweg noch den letzten Cache der Insel (GC327Z5 | Island Club) mit.

Erholung am Strand

Nun waren alle Geocaches der Insel gefunden – wir hatten also quasi alles “abgecacht” und einige der Logbücher “abgestempelt”, also unseren Logstempel hinterlassen. Daher hieß es, die restliche Zeit mit ein wenig Erholung zu verbringen. Die Beachbar versorgte uns mit Coco Loco Cocktails und wir ließen uns auf unseren Liegen im Strandsand nieder – die Rucksäcke hatte zum Glück während unserer kleinen Tour keiner angefasst. Ein wenig Planschen im warmen karibischen Wasser, am Strand spazieren oder in einer Hängematte dösen und ehe wir uns versahen, ist es bereits früher Nachmittag.

Strand

Strand

Kurz nach 14:00 Uhr machte sich Aufbruchstimmung unter den Gästen breit. Um 14:30 Uhr hieß es “all on Board” und das letzte Tenderboot würde ablegen. Wir reihten uns nach dem Erwerb eines Kühlschrankmagnets an einem der Marktstände in die Schlange am Anleger ein und dann war auch schon Abschiednehmen angesagt. Wir hatten, zurück an Bord, noch genug Zeit für ein wenig Jogging im bordeigenen Fitnessstudio und um uns für eine weitere Formal Night, oder Gala-Abend, mit Kleid und Anzug wieder ordentlich in Schale zu werfen. Diese Abwechslung schätzen wir auf Kreuzfahrten wirklich sehr.

Von allen besuchten Inseln auf unsere Kreuzfahrt hat uns aus Geocacher-Sicht Coco Cay am besten gefallen. Wir konnten ein kleines Stückchen wandern und haben dabei wunderschöne Plätzchen entdeckt.


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