Karibik – Cozumel (Mexiko)

Cozumel, die mexikanische Insel vor Yucatan, besuchten wir am 7. Tag unserer Reise durch die östliche Karibik. Hier erwartete uns ein kleines Highlight. Wir hatten eine Fototour mit der Fotografin Tati Biermas von COZUMEL PHOTO TOUR gebucht, und auf diese Tour um die Insel mit einem original Beetle, stilecht ohne Klimaanlage, freute sich Ronny schon seit Monaten.

Cozumel Küste

Cozumel Küste

Fotosafari

Tipps und ein wenig Anleitung eines Profis zur Verbesserung der Reisefotografie können für einen Amateur sehr hilfreich sein, um den eigenen Blick und die Bildgestaltung besser zu schulen.

Aber: nicht alles geht auf einer Reise immer reibungslos und so hatte unser Kapitän beschlossen, die Insel eine Stunde früher anzusteuern und diese als Ausgleich natürlich auch eine Stunde früher zu verlassen. Dazu kam die Verwirrung mit der Zeitverschiebung. Das Schiff blieb auf Ostküstenzeit (EST), wohingegen auf der Insel die Uhren nach Central Standard Time (CST, also -1 Stunde zu EST) gehen. Kurz: unsere Tour hätte für unsere Anlegezeit eine Stunde zu spät gestartet und wir wären nicht rechtzeitig zurück gewesen. An dieser Stelle ein großer Dank an Tati – die flexibel auf die kleine Umorganisation reagierte und uns eine Stunde früher traf, so dass wir die volle Zeit und sogar ein bisschen mehr auf der Tour genießen durften.

Fahrt durch Cozumel

Fahrt durch Cozumel

Die Zeit bis zum Treffen nutzten wir natürlich sinnvoll und auf die Art, wie sich das für Geocacher gehört. Nördlich des International Piers gibt es einen Cache in einer Tauchschule (GCTXME | Cruise & Cache in Cozumel), wohin wir uns zu Fuß und dabei 1.000 Taxiangebote abwehrend begaben.
Wie im Listing beschrieben, fragten wir vor Ort nach „Danny“, der uns den Schlüssel aushändigte, mit dem wir an das Logbuch kamen. Hübsch gemacht und damit war Mexiko rot. Zusätzlich erhielten wir am 22.12.2014 auch das neue Souvenir-Icon für dieses Land. Doch damit nicht genug, denn dies ist von nun an unser westlichster Fund… aber wen interessieren schon Statistiken?! 😉

Wir trafen uns am vereinbarten Treffpunkt mit Tati und dann ging es auch schon los im weißen Käfer durch das andere Cozumel, in das sich Touristen eher selten verirren. Wir starteten mit einem Gang durch die örtliche Markthalle und Tati ist nicht nur Fotografin, sondern auch eine exzellente Reiseführerin, die seit Jahren als deutsche Auswanderin auf der Insel lebt. So lernten wir ein wenig über den in Mexiko verbreiteten Aberglauben, dem mit vielerlei Mittelchen, Zaubern und Gegenzaubern gehuldigt wird. Dazu erfuhren wir auch ein wenig über die Nachfahren der Mayas, die noch immer in Yucatan leben. Die Markthalle bot neben interessanten Fotomotiven auch viele Einblicke in das Leben der Einheimischen.

Unheimliche Begegnung

Zur Mittagszeit wurden wir in einen lokalen Imbiss gelotst, dessen Essen auch für empfindliche europäische Mägen keine Herausforderungen bereithält. Und so gab es leckere Tacos mit einer Art Hackfleischfüllung aus Schwein – einfach, aber köstlich und zum Glück nicht höllisch scharf. Sehr gefallen hat uns, dass Tati hier ein kein festes Programm herunter spult, sondern sehr auf Wünsche und auch auf den Stand der fotografischen Fähigkeiten ihrer Gäste eingeht. Wer es mag kann obendrein prima mit ihr fachsimpeln.

Krokodil

Krokodil

Ehe wir die Stadt Cozumel in Richtung Süden verließen, machten wir einen kurzen Halt bei einem örtlichen Gartencenter für Pflanzenfotos und erfuhren ein wenig über die lokale Flora. Der erste Stopp in der Natur war eines der auf der Insel verteilten glasklaren Wasserlöcher, Cenotes genannt, ein paar Kilometer außerhalb der Stadt. Die Cenotes sind mit einem unterirdischen Höhlensystem miteinander verbunden – sehr interessant, aber was in diesem Moment noch viel interessanter wurde, war ein Krokodil, das am Ufer in der Sonne badete. Ein kleiner Schreck war es schon, denn natürlich hatte dieser ca. 2,5 – 3 Meter lange Zeitgenosse seine Zähne nicht zum Funkeln in der Sonne und uns trennten nur ein paar Meter – also Wiese, nichts mit Zaun. Natürlich obsiegte die Neugierde und die Hoffnung auf ein schönes Foto und im respektvollen Abstand umkreisten wir die Echse. Irgendwann wurde es dem Krokodil wohl zu bunt, oder zu warm. Zumindest verschwand es im Wasser, aber es war ein tolles Erlebnis.

Wir stiegen zurück in unseren Beetle. Die Fenster waren offen, denn die Hitze setzte uns doch ein wenig zu, aber wir bereuten die Wahl ohne Klimaanlage trotzdem nicht. Nach kurzer Fahrtzeit erreichten wir das Naturschutzgebiet um den Leuchtturm Faro Celarain im Südosten der Insel. Hier gibt es ebenso ein paar Krokodile, die wir von Stegen aus beobachten konnten. Dazu ein tempelähnliches Gebäude der Mayas, das allerdings in grauer Vorzeit nicht als Kultstätte, sondern gemeinsam mit weiteren Gebäuden entlang der Ostküste als Hurricanwarnsystem fungierte. Am Leuchtturm lief uns wie gerufen ein Grüner Leguan vor die Linse. Der kleine Drache posierte brav und ließ sich geduldig von allen Seiten ablichten.

Ticktack…

…wie die Zeit vergeht. Wir hatten noch vor, ein paar Geocaches entlang der geplanten Route anzufahren, doch gereicht hat es am Ende leider nur für einen weiteren Earthcache GC2V7B3 | Cozumel’s Stone Arches Earthcache zu den Steinbögen an der Küste etwas nördlich vom Naturschutzgebiet. Wir suchten die Antworten auf die Fragen aus dem Cachelisting, machten das erforderliche Foto und dann mussten wir auch schon wieder zurück zum Anleger. Das Schiff würde nicht warten: „We have absolutely no time to spare.“, wie unser norwegischer Kapitän Tor Olsen bei seinen Ansagen immer betonte.

Steinformation

Steinformation

Tati brachte uns pünktlich zurück, wir verabschiedeten uns herzlich und damit ging eine wunderbare Tour und ein ereignisreicher Tag mit vielen Erlebnissen zu Ende. Cozumel ist eine wunderschöne Insel und wenn wir einmal wiederkehren, sollten wir auch die dortige Unterwasserwelt kennenlernen, von der so viele schwärmen.


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