Karibik – Labadee, Falmouth und Georgetown

Am Morgen gegen 08:00 Uhr lief die Freedom of the Seas nach einem Seetag den ersten Hafen unserer Reise an. Hoch ragten die dunstigen, bewaldeten Berge von Hispaniola auf und ein paar Fischerboote begleiteten den riesigen Pott, der Kurs auf den Anleger hielt. Labadee liegt in Haiti und ist eine von Royal Caribbean privat genutzte Halbinsel in der Nähe von Cap-Haïtien.

Labadee in Sicht

Labadee in Sicht

Labadoozie in Labadee

Da hier keinerlei Ausflüge in das Hinterland von Haiti angeboten werden, sondern sich die Aktivitäten eher auf Wassersport wie Schnorcheln, Baden, Jetski usw. beschränken, haben wir uns auf einen faulen Strandtag eingestellt. Nach unserem Frühstück begaben wir uns also irgendwann nachdem das Schiff angelegt hatte und freigegeben wurde an Land.
Labadee empfing uns bereits am Morgen mit knapp 30°C und einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit und wir machten uns mit Handtuch und Flipflops bewaffnet erstmal auf den Weg, den einzigen Geocache in Labadee zu heben: GC8D0 | Cruise Cache – Labadee Beach. Überraschenderweise handelt es sich hierbei um einen wirklich sehr alten Cache aus 2001, der wohl für viele Logger der einzige Cache in Haiti ist und bleibt – es gibt nur noch drei weitere physische Geocaches in ganz Haiti.

Vom Wasser aus...

Vom Wasser aus…

Der Cache ist in einem kleinen Waldstück gelegen, in dem schon am Morgen gefühlte Unmengen von Moskitos herumschwirrten. Wir haben während der Suche einige Stiche eingesammelt. Zum Glück ist das Döschen relativ leicht zwischen den scharfkantigen Korallensteinen zu finden, so dass wir uns schnell wieder auf den Weg Richtung Sandstrand machen konnten.

Den restlichen Tag verbrachten wir bis zum Nachmittag mit Rumliegen, Planschen und ein paar Labadoozies am Strand. Ein kurzer Spaziergang führte uns nach dem BBQ-Lunch zur lokalen Markthalle mit ihren Souvenirverkäufern. Ein kleines Stück weiter gibt es eine weitere Marktstraße, an dessen Seiten Stände mit sehr aufdringlichen Verkäufern und vielen Sicherheitskräften warten. Sehr wohl haben wir uns hier nicht gefühlt und schnell den Rückzug angetreten.

Alles in allem bot uns die Halbinsel einen sehr faulen Entspannungstag und am späten Nachmittag packten wir unsere Sachen und gingen zurück an Bord der Freedom.

“Yarmon” Jamaika

Am folgenden Tag wartete auch schon der nächste Hafen auf uns: Falmouth auf Jamaika. Es war schwierig im Vorfeld den Tag mit Ausflügen zu planen. Bei den lokalen Anbietern gab es für uns wenig Interessantes und das Highlight scheint für Kreuzfahrer ein Besuch der Dunn’s River Falls zu sein. Uns behagte die Aussicht wenig, mit einem Reisebus länger als eine Stunde über Land zu fahren, um dann in einer Kette mit hunderten anderen Touristen den Wasserfall hinauf zu waten. Andere Länder haben auch schöne Wasserfälle.

Hilton Rose Hall Resort

Hilton Rose Hall Resort

Action würde es in diesem Urlaub noch genug geben und so kamen wir zu dem Entschluss, dass ein All-Inklusive-Resort mit Wasserpark das Beste ist und ließen uns zum Hilton Rose Hall Resort 20 Busminuten von Falmouth entfernt fahren. Der Anbieter Resort-for-a-day übernahm die Organisation von Reservierung, Abholung am Hafen sowie Transfer hin und zurück – alles hat bestens geklappt!

Der Busfahrer begrüßte uns mit dem in Jamaika üblichen “Yarmon!” – womit er im Laufe der Fahrt praktisch alle Fragen beantwortete. Und natürlich fuhren wir auch an der Grundschule von Usain Bolt vorbei – wie wahrscheinlich jeder Tourist der an irgendeiner jamaikanischen Schule vorbeifährt ;). Immerhin, der Sprint-Superstar wurde unweit von Falmouth geboren, es liegt also durchaus im Bereich des Möglichen.

Tubing im Lazy River

Tubing im Lazy River

Im Resort angekommen erledigten wir noch ein paar offene Formalien, wurden mit dem All-Inklusive-Bändchen beringt und zum Planschen entlassen. In der gepflegten Anlage haben wir praktisch die gesamte Zeit im Wasser verbracht: Treibenlassen im Wasserreifen auf dem Lazy River, Wasserrutschen und für ständigen Nachschub an Frozen Cocktails sorgte die Swim-up Pool-Bar.

Einige Cocktails, einen Lunch und unzählige Rutschpartien später sammelten sich gegen 16:00 alle Tagesbesucher wieder zum Rücktransfer zum Schiff. Natürlich hat All-Inklusive und Alkohol auch seine Nachteile und so sahen wir uns auf der Rückfahrt mit einer betrunkenen Familie im Bus konfrontiert. Am Anfang war es lustig, dann wurde es anstrengend und am Ende kippte die Stimmung vollends – das war das Einzige was unseren tollen Tag im Resort ein wenig getrübt hatte.

So, und nun wollten wir auch noch einen Cache in Falmouth, oder besser Jamaika, machen. Wo es keinen Cache gibt, da kann man auch einen legen oder man veranstaltet ein Event – und genau das haben wir getan: Um 18:00 Uhr in der Nähe des Anlegers sollte es beginnen und wir hatten wenigstens auf ein paar Gäste gehofft, die sich auf unserem Schiff befanden. Anscheinend waren wir aber die einzigen Geocacher an Bord und so zählten zu den anderen Teilnehmern nur Unmengen von blutrünstigen Moskitos in der feucht-schwülen Abendluft von Jamaika. Um 18:30 Uhr war es bereits stockdunkel und es hieß es All-on-board. Deswegen zogen wir enttäuscht, aber mit einem “Attended” auf unserem einsamen Event im Gepäck in Richtung Anleger.

Georgetown, Cayman Island, British West Indies

Stingray City war eines der Highlights der Kreuzfahrt. Dabei handelt es sich um eine Sandbank, die neben unzähligen Touristen mit ebenso vielen Stachelrochen aufwartet. Wir buchten bei eBanks Watersports eine kombinierte Tour aus Jetski zur Sandbank und einem kurzen Halt zum Schnorcheln auf dem Rückweg zum Hafen.

Versteckt in einer Taucherglocke: Der Cache GC4W47C | Something Fishy, Too

Versteckt in einer Taucherglocke: Der Cache GC4W47C | Something Fishy, Too

Die Freedom ankerte ein gutes Stück vor Georgetown, da es hier keinen Anleger für die riesigen Pötte gibt. Und neben unserem Schiff hatten sich fünf weitere Kreuzfahrtschiffe vor der Küste eingefunden. Der Transport an Land wurde durch Tenderboote übernommen, die zwischen Hafen und Schiff hin und her pendelten. Nachdem wir uns aus dem Massenauflauf am Anleger befreit hatten, machten wir erstmal einen kleinen Abstecher zu ein paar Geocaches, die sich unweit in der kleinen Stadt befanden. Zuerst machten wir GC39XE4 | By George, it’s Fort George! unsere Aufwartung und zogen anschließend weiter zu GC4W47C | Something Fishy, Too. Hier ist man in der Regel nicht alleine, da sich der Cache auf Privatgrund direkt an einer Bar befindet. Wir haben bei einem kurzen Plausch die nette Dose geloggt und hatten anschließend noch Zeit für den Virtual GCE29E | Grand Cayman Heroes, bevor wir zum Treffpunkt für unsere Jetski-Tour aufbrechen mussten.

Stingray City

Stingray City

Auch hier klappte die Organisation bestens. Der Shuttle kam pünktlich und fuhr uns und die weiteren sechs Teilnehmer zum Startpunkt. Nach einer kurzen Einweisung auf den Jetskis und dem Hinweis, sich nicht allzu weit von der Gruppe zu entfernen (alles geschieht auf eigene Verantwortung), ging es auch zügig los. Die Jetskis kommen ganz schön auf Touren. Vollgas zu geben birgt einigen Nervenkitzel und verlangt einem Ungeübten auch körperlich Manches ab, wenn man über die Wellen springt.

Stingray City Stachelrochen

Stingray City Stachelrochen

Die Fahrt zur Sandbank dauert etwa eine halbe Stunde und wenn man die vielen Ausflugsboote sieht wird auch klar, warum es Stingray City heißt: wie eine kleine Stadt auf dem Wasser. Die Rochen kommen einem sehr schnell sehr nahe und haben scheinbar keine Berührungsängste. Die Haut fasst sich wie Sandpapier und nasses Leder an.
Den Rochen zu Ehren gibt es hier auch einen Virtual Cache GC6CE7 | Stingray City- Grand Cayman Islands, der uns mit seiner 1,5er Terrainwertung um einen T5er brachte. Denn eigentlich kommt man ohne Hilfsmittel hier nicht hin. Dennoch nahmen wir den Cache gerne mit und knipsten das Foto, das beweist, dass wir an Ort und Stelle waren.
Nach einer Weile und ein paar Fotos später bestiegen wir wieder unsere Jetskis für den Schnorchelstopp. Leider gab es keine Einweisung zum Schnorcheln und daher waren die ersten Schritte für uns Anfänger auch recht schwierig. Der ganze Spaß hat 2,5 – 3 Stunden gedauert und die Zeit war auch ausreichend für alles.

Wir ließen uns direkt zum Anleger zurückbringen und haben auch schnell den Rückweg zum Schiff angetreten. Es war in Georgetown nicht nur sehr heiß, sondern durch die vielen Schiffe auch total überlaufen. Aber was beschweren wir uns, die Freedom alleine hat schon 4000 Passagiere mitgebracht.


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