Karibik – Sint Maarten & Saint-Martin

Wir legten in Philipsburg, der Hauptstadt des südlichen Teils der Karibikinsel St. Martin an. “Sint Maarten” ist seit 2010 ein eigenständiges Land im Königreich der Niederlande, während der nördliche Teil der Insel “Saint-Martin” französisches Überseegebiet ist und mit dem Zahlungsmittel Euro ein wenig Heimatgefühl aufkommen lässt.

Kreuzfahrtschiff in Philipsburg, Sint Maarten

Kreuzfahrtschiff in Philipsburg, Sint Maarten

Eine Insel mit zwei Ländern

Besonders bei amerikanischen Touristen ist dieser Hafen sehr beliebt, denn die Insel hat den Status des Freihafens, es werden also weder Zoll noch Steuern erhoben. Daher gab es einen regelrechten Run auf die Alkohol- und Tabakläden am Hafen und viele der Mitreisenden kehrten tagsüber lediglich in die vielen Shops ein, um tütenweise Hochprozentiges zurück an Bord zu schleppen.

Für uns stand natürlich fest, dass wir beide Teile der Insel erkunden bzw. abcachen wollen. Wir hatten vor, mit einem Mietwagen ganz flexibel und ohne Stress die Topsights der Insel anzufahren. Aus dem Cruise Critic Forum kam der gute Tipp, die Insel im Uhrzeigersinn abzufahren, um dem starken Nachmittagsverkehr der Reisebusse und Taxis zurück zum Hafen zu entgehen. Deshalb wollten wir in Marigot, der Hauptstadt des französischen Teils, starten und nach einem Abstecher zum Maho Beach einmal rund um die Insel fahren.

Als Mietwagen diente uns ein silberner Jeep Wrangler Sport, den wir bei dem örtlichen Mietwagenbetreiber “Coastal Car Rental” vorab gebucht und in der Nähe des Hafens in Empfang nehmen konnten. Mit einer Karte und einem Navigationsgerät ausgerüstet, in das alle wichtigen Sehenswürdigkeiten und Strände bereits vorab einprogrammiert waren, ging es los auf unserer Tour durch zwei Länder auf einer Insel.

Unser Cachemobil

Unser Cachemobil

Unser erster Stopp führte uns nach Marigot zum Fort St. Louis, welches über der Stadt und dem Hafen thront. Hier sollte sich eigentlich der gleichnamige Cache GC128F0 | Fort St. Louis Cache verstecken. Doch auch nach ausgiebiger Suche entlang der Fortmauer mussten wir leider feststellen, dass sich der Cache nicht vor Ort befindet. Wir entschlossen uns daher zu einem Fotolog, in der Hoffnung, dass der Owner dies akzeptieren und die Dose bald ersetzen würde.

Tiefflug

Anschließend machten wir einen Schlenker zum Maho Beach im niederländischen Teil der Insel. Direkt an der Küste liegt der Flughafen Princess Juliana. Die dort ankommenden Flugzeuge, auch Großraumflugzeuge wie die Boeing 747, landen spektakulär nur wenige Meter über den Köpfen der Strandurlauber.

Flugtafel

Flugtafel

Die Strandbar “Sunset” direkt am Maho Beach ist daher den ganzen Tag gut besucht und eine Tafel zeigt die täglichen Landezeiten der großen Maschinen an. Wir hatten kein Glück und haben keine Jumbos landen gesehen, allerdings einige kleinere Maschinen und dies war schon imposant und laut genug.

Maho Beach

Maho Beach

Weiter ging es für uns im Uhrzeigersinn rund um die Insel. An der Grenzmarkierung zwischen dem französischen und dem niederländischen Teil steht ein Denkmal,  das an den Vertrag von Concordia aus dem Jahr 1648 und an die Teilung der Insel erinnert. Selbstverständlich gibt es hier auch eine Dose zu finden, die passend zur Location GC4VC82 | A Tale of Two Countries: St. Martin / Sint Maarten heißt und direkt oberhalb des noch zu erahnenden Grenzzaunes liegt. Mittlerweile war es brütend heiß und das Denkmal lag in der prallen Sonne. Die Reisebusse voller Touristen, die sich schnell vor der Säule ablichten ließen, um anschließend weiter durchs Programm zu hetzen, machten die Suche nicht leichter. Umso dankbarer waren wir für Ronnys Ausruf “Found”, als er die schöne große Dose endlich zwischen Steinen hervorgezogen hatte.

Da wir ein geländegängiges Auto gemietet hatten, konnten wir uns auf der Schotterstraße den Berg hinauf zum höchsten Punkt der Insel – Pic Paradis – machen. Von hier aus hatten wir eine herrliche Aussicht über die Insel und die Buchten entlang der Insel.

Geocaching auf Sint Maarten

Geocaching auf Sint Maarten

Auf dem Rückweg durfte der Stopp an der Lotery Farm Flyzone nicht fehlen. Allerdings wollten wir uns nicht in die Schlange vor der Zipline einreihen, sondern einen weiteren Cache GC1DTZ9 | “A Life Well Lived” Watch the grandkids fly für uns verbuchen.

Ein weiterer berühmter und schöner Strand auf St. Martin ist der Orient Beach im Westen der Insel. Hinter vorgehaltener Hand und arg entsetzt hatte uns ein mitreisendes amerikanisches Pärchen auf dem Schiff erzählt, dass es dort einen Nacktbadestrand gäbe – sowas aber auch ;). Wir hatten also den gut gemeinten Tipp im Gepäck, uns vor den skandalösen nackten Badenden im südlichen Teil des Strandes fernzuhalten.

Zurück zum Schiff und Bye, Bye Karibik

Auf dem Rückweg zum Hafen kehrten wir noch in die Altstadt von Philipsburg ein. Da wir nicht sicher waren, ob der Cache am Grenzdenkmal auf der niederländischen Seite liegt, musste noch ein Fund für diesen Teil der Insel her. Mitten in der Fußgängerzone lag frech positioniert der kleine Micro GC3EEPY | Eugenia Floribunda.

Court House in Philipsburg

Court House in Philipsburg

Mit einem leckeren Rum Punch “to go” schlenderten wir noch eine Weile am Strand entlang, und bald hieß es, Abschied nehmen von St. Martin. Die Rückgabe des Mietwagens erfolgte ebenso unkompliziert, wie die Abholung. Wir reihten uns in die Schlange der Rückkehrer auf das Schiff ein, wissend, dass wir mit St. Martin den letzten Stopp in der Karibik für diese Reise hinter uns lassen würden.

Damit geht unsere Serie “Karibik – Geocaching auf den karibischen Inselparadiesen” zu Ende. Wir waren überrascht, dass die Dosenqualität an einigen Orten recht hoch war, hatten wir doch eigentlich eher mit schnell platzierten Filmdöschen gerechnet. Es war wieder ein tolles Erlebnis, unsere beiden Hobbys Geocaching und Reisen so perfekt miteinander zu verbinden. Insgesamt konnten wir 8 neue Länderpunkte auf dieser Reise für unsere Statistik verbuchen – Cachen auf einer Kreuzfahrt lohnt sich also auch für den Statistikliebhaber unter den Geocachern: “It’s all about the numbers.”


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