Karibik – St. Thomas und St. John

 

Unser Schiff traf leider mit einer Stunde Verspätung zur Mittagszeit in Charlotte Amalie, der Hauptstadt der U.S. Virgin Islands oder Jungferninseln, ein. Unsere Tagesplanung sah vor, dass wir uns auf die Nachbarinsel St. John durchschlagen und dann dort eine Rundtour mit dem Taxi machen.

Segelboote vor Charlotte Amalie, USVI

Segelboote vor Charlotte Amalie, USVI

Durch den verkürzten Aufenthalt mussten wir unseren Zeitplan ein wenig straffen. Als zusätzliche Schwierigkeit für die Planung liegen die Jungferninseln nicht mehr in der Zeitzone EST, der Schiffszeit der Freedom, sondern sie befinden sich in der Zeitzone AST (Atlantic Standard Time, EST +1). Die Insulaner waren uns also immer eine Stunde voraus.

In St. John soll es ein paar der schönsten Strände der Welt geben und im Vorfeld hatte Christine mithilfe des englischsprachigen Cruise Critic Forums in Erfahrung gebracht, wie man am Besten nach St. John kommt. Die Fähre nach St. John fährt am östlichen Ende der Insel in Red Hook ab und landet nach einer 30 minütigen Fahrt in Cruz Bay, ein kleines Städtchen an der Westseite St. Johns. Für die Fahrt nach Red Hook bietet sich eines der Taxis an, die direkt am Pier nach Verlassen des Schiffes bereitstehen. Die Großraumtaxis warten in einer Schlange und je nach Richtung wird das Fahrzeug gefüllt. Es wurde im Forum darauf hingewiesen, dass gerade am Nachmittag mit erheblichem Verkehr auf der Insel zu rechnen ist und daher ein Puffer von 2-3 Stunden für den Rückweg ab St. John einkalkuliert werden sollte.

Von St. Thomas nach St. John

Wir scharrten bereits mit den Hufen, als die örtlichen Behörden die Freedom zum Verlassen freigegeben haben. Eiligst, im Pulk mit hunderten Mitcruisern, liefen wir über Gangway und Pier und bahnten uns den Weg zum nächsten Taxi. Nach wenigen Minuten saßen wir auch schon im eiskalt klimatisierten Chevy-Transporter und es ging los.

Cinnamon Beach

Cinnamon Beach

Die Fahrt war ziemlich abenteuerlich über schmale, kurvige Straßen mit Linksverkehr bergauf und bergab. Nach ca. 20 Minuten Inselachterbahn erreichten wir die Fährstation in Red Hook. Eine einfache Fahrt kostet 6$ und die Fähren fahren stündlich zur vollen Stunde ab (“every hour on the hour”).

Die Überfahrt war ein bisschen rau und es hatte kurz ordentlich geschüttet, wir waren zum Glück unter Deck und kamen trocken am Dock in Cruz Bay an. Das Städtchen wirkt ziemlich verschlafen, aber rechts vom Anleger reihen sich einige paar Strandbars aneinander – am Abend sieht die Welt hier möglicherweise anders aus.
Wir navigierten, entsprechend unserer Mission, zum einzigen Cache der Stadt mit dem treffenden Namen GCZPND | Cruz Bay. Der Cache befindet sich direkt innerhalb einer Bar ein paar Straßen vom Hafen entfernt, wir wurden freundlich begrüßt und konnten die Dose schnell und problemlos finden. Anschließend ging es zurück zum Anleger und die Taxifahrer warteten schon auf so Kunden wie uns. Die Preise sind alle festgelegt und aufgrund der fortgeschrittenen Zeit wählten wir die Route entlang der nördlichen Strände bis Cinnamon Bay und retour für 28$ (7$ einfache Strecke pro Person).

Trunk Bay

Trunk Bay

Das Taxi war hinten offen und wir kletterten auf eine der Sitzbänke und dann ging es erneut rasant über die verschlungenen Inselstraßen. Der Taxifahrer hielt unaufgefordert an den schönsten Aussichtspunkten entlang der Strecke, Ronny hüpfte vom Bock, machte ein paar Fotos und weiter ging die Fahrt. Traumhafte Blicke auf paradiesische Strände, wie Hawksnest Bay und Trunk Bay, entschädigten für den immer stärker fließenden Schweiß. Am Cinnamon Beach angekommen, gingen wir zu Fuß den restlichen Weg zum Meer, aber leider blieb nicht genug Zeit, um sich die Klamotten herunterzureißen und zur Abkühlung in das klare Wasser der Bucht zu springen. Ein bisschen schade ist, dass trotz der schönen Aussichten nirgends eine Dose des Geocachers Herz erfreuen kann.

Zum Schluss ein Nachtcache

Auf der Rückfahrt hatte unser geschäftstüchtiger Fahrer noch ein paar zusätzliche Gäste eingesammelt. Zurück am Anleger waren noch ein paar Minuten zum Bummeln übrig und danach bestiegen wir die nächste Fähre. Dieses Mal hatten wir im Vergleich zum Katamaran auf der Hinfahrt eher einen alten Kahn abbekommen. Die Rückfahrt genossen wir an Deck und am Fährterminal sprangen wir direkt in das nächste Taxi zum Cruiseterminal. Und die Cruise-Critics-Foristen hatten Recht behalten, der Verkehr zurück zum Schiff war wirklich enorm und teilweise ging es nur im Schneckentempo voran. Wir waren froh um den eingeplanten Puffer!

Charlotte Amalie bei Nacht

Charlotte Amalie bei Nacht

Am Cruiseterminal angekommen brauchten wir noch ein Souvenir in Form eines Kühlschrankmagneten und die übrige Zeit haben wir genutzt um hier zwei weitere Caches einzusammeln. Der erste war ein schneller Micro namens GCHBMC | Dock Sider. Leider wurde es durch die Zeitverschiebung für unseren Geschmack ein wenig zu früh dunkel, so dass wir beim zweiten Cache GC4VTHG | Goodie’s Island Cache die Hilfe der Handytaschenlampen-App in Anspruch nehmen mussten. Nach kurzem Herumfunzeln im Dunkeln fanden wir den unter einem Steinhaufen getarnten Container und reihten uns ein paar hundert Meter weiter, gemeinsam mit den Betrunkenen Mitcruisern aus der nahen Senor-Frog-Bar, in die Schlange zum Boarden ein. 


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