Katakolon oder Olympia – dabei sein ist alles

Die Vision of the Seas machte an diesem schönen Tag Halt in Katakolon auf der Peloponnes, in der Region Westgriechenland. “Katakolon, what?! Was sollen wir denn da?” waren unsere ersten Gedanken, als wir uns die Kreuzfahrtroute genauer angeschaut haben.

Hauptstraße von Katakolon

Hauptstraße von Katakolon

Die Stadt selbst ist sehr klein und besteht eigentlich nur aus dem Hafen und ein paar Straßen, mit vielen Souvenirshops und kleinen Restaurants. Entlang der Hauptstraße an einem Ende des Städtchens liegt der Bahnhof, der die Bezeichnung eigentlich nicht verdient hat, die Touristen aber per Zug von hier aus in einer 45-minütigen Fahrt ins historische Olympia bringt.

Antiker Sport

Und nach Olympia wollen eigentlich alle fahren, denn Katakolon selbst bietet nichts weiter. Also planten auch wir einen Ausflug in die Stätte der Olympischen Spiele der Antike, um im Jahr der 31. Olympischen Sommerspiele ein wenig sportlich-antike Luft zu schnuppern.

Das antike Olympia

Das antike Olympia

Wir haben uns gegen die Zugfahrt nach Olympia und wie immer auch gegen einen organisierten Ausflug über die Reederei entschieden. In einer örtlichen Autovermietung reservierten wir für diesen Tag vorab einen Wagen, für den wir nach nicht mal 5 Minuten Fußweg und kurz abgehandelten Formalitäten die Schlüssel überreicht bekamen. Mit einer gut markierten Straßenkarte von der Autovermietung im Gepäck ging es auch gleich los mit unserem kleinen Fiat Punto. Bisschen klapperig wirkte das Gefährt, es sollte uns aber zuverlässig den Tag über begleiten. Wir beeilten uns ein wenig, denn wir wollten gerne vor den Reisebussen in Olympia ankommen, um ungestört Zeit zum Erkunden des Geländes zu haben und das ein oder andere menschenleere Foto schießen zu können.

Ruinen des Zeustempel Olympia

Ich war’s nicht – Ruinen des Zeustempel

Der sportive Wettkampf fand in Olympia in der Zeit von 776 v. Chr. bis 393 n. Chr. statt, auch damals schon alle 4 Jahre, allerdings nur im Sommer. An 5 Tagen fanden diverse Wettkämpfe wie Laufen, Ringen und Fünfkampf statt, viele davon wurden aufgrund eines Bekleidungsverbotes nackt ausgetragen. Die antike Stätte war ebenso Standort der Zeus-Statue des Phidias, ein Bauwerk der Sieben Weltwunder der Antike. Neben dem ehemaligen Standort des Tempel der Artemis in Ephesus konnten wir damit einen weiteren Ort der vergangenen Sieben Weltwunder auf dieser Reise bestaunen. Die Zeit überdauert haben leider nur die Pyramiden von Gizeh. Außerdem ist Olympia in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätte aufgenommen.

Eingang zum antiken Olympia-Stadion

Eingang zum antiken Olympia-Stadion

Nachdem wir an einem kleinen Ticketschalter die Eintrittstickets für stolze 12,- € pro Person (inkl. Eintritt in das Archäologische Museum, welches wir uns aber nicht angeschaut haben) gekauft hatten, betraten wir durch ein unscheinbares Tor das Gelände. Auf einer Infotafel nahe des Eingangs verschafften wir uns einen groben Überblick, wirklich notwendig ist der aber nicht. Das Gelände ist doch recht übersichtlich und an jeder Ecke stehen weitere Infotafeln, die kurz und knapp erläutern, welches Ausgrabungsstück zu betrachten ist bzw. welche Sportstätte hier einmal gestanden hat.

Antikes Stadion in Olympia

Antikes Stadion in Olympia

In gut 2 Stunden hatten wir das Gelände mehr als ausführlich und recht gemütlich erkundet. Natürlich nicht ohne im ehemaligen Stadion das obligatorische “Auf die Plätzefertig, los”-Startfoto an der Laufbahn zu schießen. Zum Glück war die Stätte auch nicht sehr überlaufen und es herrschte eine ruhige, andächtige Stimmung, während wir vorbei an Ruinenresten und ehemaligen Säulengängen flanierten. So richtig in den Bann gezogen hat uns die Ausgrabungsstätte leider nicht. Im Vergleich zu Ephesus oder Pompeji fehlte es uns vielleicht auch etwas an Vorstellungskraft, um in die antike sportliche Wirkungsstätte einzutauchen.

Oberhalb des Stadions, allerdings der Guideline von Groundspeak entsprechend außerhalb des kostenpflichtigen Geländes, liegt der Geocache GC54KEK | Olympic Stadium (reloaded). Ein kurzer Marsch entlang des eingezäunten Geländes und ein kurzes in-die-Hecken-schlagen später hielten wir die Dose in den Händen. Anschließend machten wir noch einen kurzen Kaffeestop im modernen Olympia, um einen leckeren eiskalten Café frappé zu genießen. Die Rückfahrt nach Katakolon verlief relativ unspektakulär, entlang der staubigen Straße und vorbei an riesigen Müllbergen, die auf den Streik der Müllabfuhr hinwiesen.

Abstecher zum Strand

Da alles zwar gemächlich, aber reibungslos verlief, hatten wir bei unserer Rückkehr in Katakolon noch etwas Zeit zur Verfügung. Mit Badesachen bewaffnet wollten wir vor Ende des Landgangs noch das kühle Nass des Mittelmeers genießen. In der Vermietstation bekamen wir auch ein paar Strände der näheren Umgebung in die Straßenkarte eingezeichnet. Der Beschreibung und Beschilderung folgend kamen wir an einen kleinen, überschaubaren und felsigen Strand bei Agios Andreas Katakolou – diese Idee hatten allerdings auch viele Andere an diesem heißen Nachmittag und so blieb für uns kaum ein Plätzchen übrig. Wir ließen es dabei bewenden, kehrten zum Auto zurück und verbrachten die verbliebene Zeit in Katakolon.

Mittelmeer

Mittelmeer

Bevor es aber für uns zurück auf das Schiff ging, steuerten wir in Hafennähe mit GC5E8R0 | Katakolo TFO den einzigen Geocache in der Umgebung an. Die Dose bot sogar genug Platz, um einen der letzten mitgebrachten Trackables hier abzulegen.

Geocaching in Katakolon

Zum Schluss ein Geocache

Mit diesem Halt war die schöne Reise durch die Adria und Ägäis leider schon fast vorbei. Ein letzter Seetag auf dem Rückweg nach Venedig und eine spektakuläre, frühmorgendliche Einfahrt durch die venezianische Lagune verblieb uns noch, bevor es hieß “Bye bye, Vision of the Seas”.


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