Kreuzfahrt mit der AIDAbella durch Nordsee und Ärmelkanal

Zur Vorfreude, wenn es wieder auf Große Fahrt geht, gehört natürlich auch die Vorbereitung. Das Kartenmaterial für Frankreich, Großbritannien, Belgien und die Niederlande hat auch diesmal OpenMTB-Maps geliefert. Mit iCaching haben wir die Geocaches in den Häfen und den weiteren geplanten Reisezielen zusammengesucht.

AIDAbella

AIDAbella

Alles wurde anschließend aufs GPS-Gerät geladen, auf den Speicherkarten Platz für Fotos geschaffen, alle Akkus geladen und … nicht zu vergessen: alle Klamotten in den Koffer gepackt. Wie immer mehr als genug ;).
Wichtiger und vor allem bewährter Teil der Vorbereitung ist unser Binder. Hierbei handelt es sich um einen kleinen Ordner, in dem wir alle Reiseunterlagen sammeln: Tickets, Boardingkarten, Reservierungen, Umgebungskarten und was man sonst noch so gebrauchen könnte. Zusätzlich haben wir noch einen Online-Ordner, der all diese Reisedokumente sowie Pass-, Ausweis- und Führerscheinkopien als PDF enthält. Man weiß ja nie was kommt…

Anreise

“Hamburg, meine Perle…” – die wunderschöne Stadt an der Elbe war Start- und Zielhafen unserer Reise. Im Frankfurter Hauptbahnhof bestiegen wir früh morgens an Gleis 8 den ICE, der uns ohne Umsteigen und bis auf wenige Minuten pünktlich nach Hamburg brachte.

Hamburg Steinwerder und Elbphilharmonie

Hamburg Steinwerder und Elbphilharmonie

Am Ausgang der Wandelhalle des Bahnhofs wurden wir auch schon vom AIDA-Shuttle-Personal erwartet. Der Shuttle-Service vom Bahnhof schlug mit 20 Euro für die Hin- und Rückfahrt zu Buche und nahm sich unserer Koffer an. Günstiger als ein Taxi immerhin, denn das Schiff erwartete uns leider nicht in der Hafencity, sondern im neuen Cruise Center Steinwerder – deswegen trotteten wir mit unserem Handgepäck Richtung ZOB. Von hier starten die Shuttlebusse und nach einem etwas nordisch-kühlen Empfang am Bus nahmen wir Platz und ließen uns zum Schiff kutschieren.

Im Cruise Terminal angekommen wartete auch schon unsere Reisebegleitung auf uns. Zu viert reihten wir uns in die Schlange am Check-In ein, der sich nicht sonderlich von unseren bisherigen Check-Ins vor einer Kreuzfahrt unterschied. Pass vorzeigen, EC-Karte für die Endabrechnung einlesen lassen, Bordkarte in Empfang nehmen und schon ging es für uns in Richtung Gangway und aufs Schiff.

Auf der AIDAbella

Die Kabinen waren schon fertig und sogar das Gepäck bereits geliefert. Deshalb konnten wir noch schnell auspacken, bevor es zur obligatorischen Seenotrettungsübung ging. Dazu werden alle Passagiere mit einem Alarmsignal und Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, die Anwesenheit wird kontrolliert – Schwänzen ist nicht! Im Gegenzug zu bisherigen Fahrten mit Royal Caribbean muss man bei AIDA die Schwimmweste während der Übung tragen. Auf engem Raum in enger Weste ließen wir die Prozedur über uns ergehen und waren dankbar, als der Kapitän das Ende der Übung verkündete. Dies bedeutete nämlich auch, dass die AIDAbella für das Ablegen bereit war.

Sail-Away Party

Sail-Away Party

Das Schiff verließ den Pier unter den Klängen des AIDA Auslaufsongs “Sail away” (Orinoco Flow) von Enya. Vom Deck aus genossen wir die Ausfahrt mit einem Welcome Drink, oder besser Auslaufschluck, in der Hand. Die Fahrt aus Hamburg über die Elbe wird von vielen Shipspottern am Elbstrand begleitet. Der Ausblick beim Ablegen von Steinwerder ist leider nicht ganz so spektakulär wie der von der Hafencity, in der an diesem Tag die MeinSchiff 1 lag.

Leicht getrübte Freude

Das Publikum war, wie auf einem deutschsprachigen Schiff nicht anders zu erwarten, fast vollständig … deutschsprachig. Zusätzlich war das Schiff maximal belegt und mit über 600 Kindern und Jugendlichen an Bord auch ziemlich jung. Die uns häufig pauschal entgegen gebrachte Meinung, Kreuzfahrtschiffe seien schwimmende Geriatrien, ist einfach falsch.
Das Schiff selbst und die Kabinen waren top in Schuss und alles blitzeblank sauber, da gab es wirklich nichts zu meckern.

Auf der Elbe

Auf der Elbe

Allerdings dadurch, dass das Schiff so voll belegt war, hatten wir den Eindruck, dass die Servicequalität nicht dem Anspruch der Reederei entsprach. Das trübte im Ganzen ein wenig die Freude auf dem Schiff und auch langjährige AIDA-Cruiser bestätigten uns nach der Reise, dass es nicht normal sei, wenn die Buffetrestaurants überlaufen und die Kellnerinnen und Kellner überfordert sind. Es dauerte teilweise ziemlich lange, bis Tische nach der Neubelegung gereinigt oder mit neuen Getränken ausgestattet wurden.

Aber frei nach dem Motto “Das kann doch einen Kreuzfahrer nicht erschüttern”: Wir waren da, schnupperten die Seeluft und freuten uns auf die wirklich wunderbaren Häfen, die vor uns lagen!


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2 Kommentare:

  1. Hallo,
    toller Artikel! Ich bin selber häufig mit AIDA unterwegs und kenne die von dir geschilderten “Abweichungen vom Standard”. Leider ist AIDA in der Qualität etwas abgefallen im Vergleich zu früher. Ich fahr trotzdem noch immer wieder.
    Habe auf meinem Blog auch angefangen Artikel dazu zu veröffentlichen.
    Weiter so!
    Viele Grüße
    Philipp

    • Hallo Philipp,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Wir waren bisher nur dieses eine Mal mit AIDA unterwegs und haben deshalb keinen Vergleich zu früher. Die Route war schön, danach haben uns aber andere Reedereien mehr angesprochen. Im direkten Vergleich hat uns MeinSchiff besser gefallen, aber das ist letztlich Geschmacksache.
      Viele Grüße von Christine

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