Kreuzfahrt “Westliches Mittelmeer”: Tag 05 – Valencia

Für Valencia hatten wir keine größeren Pläne gemacht, wir wollten einfach durch die Altstadt schlendern und uns durch den Jardín del Turia treiben lassen. Der Park wurde in dem Flussbett des Turia erichtet, dessen Verlauf um die Stadt herumgelegt wurde, weil es immer wieder zu Überflutungen der Stadt kam. Dieser wunderschöne Park hat eine Länge von ca. 7 km und wird von den Bewohnern von Valencia als Erholungsgebiet innerhalb der Stadt betrachtet.

Placa de la Seu

Placa de la Seu

Da es am Vorabend spät war und sich die amerikanische Klimaanlage auf das empfindliche deutsche Immunsystem geschlagen hatte (kleine Randbemerkung: es ist frisch auf amerikanischen Schiffen, selbst im Sommer schadet es nicht, eine Strickjacke oder einen Pashmina im Gepäck zu haben), wählten wir den bequemen aber überteuerten Shuttleservice von RCI in die Stadt. Wir waren nach vier Häfen in Folge einfach zu platt, um uns mit Fahrplänen oder Haltestellen auseinanderzusetzen.

In der kleinen Altstadt ist alles Sehenswerte fußläufig zu erreichen. Die Kathedrale und der Glockenturm sind einen Besuch wert, besonders, da sich auf dem Turm der Cache GC13YCD | Valencia Monumental: El Miguelete befindet. Aber auch für Muggel, also unwissende Nicht-Geocacher, sehr schön, denn die Aussicht über Valencia ist beeindruckend und die Gebühr von 2,50 € für die Turmbesteigung ist gut angelegt.

Valencia bietet wenig weltweit bekannte Sehenswürdigkeiten á la Barcelona oder Rom, da zählt schon ein sehr großer und alter Ficus zu den Highlights der Stadt. Selbstverständlich ist der GC47C3T | El Ficus del Parterre mit einer Dose in der Nähe versehen, damit auch niemand diesen Baum verpasst, der 1852 gepflanzt wurde und als einer der wenigen seiner Art die große Flut von 1957 überlebte.

Cachewächter Gargolas

Cachewächter Gargolas

Die Cafés in den Gässchen und auf den Plätzen der Altstadt laden zum Verweilen ein. Wir nahmen die überteuerten Kaffeepreise Dank freiem Wifi am Plaça de la Seu gleich hinter der Kathedrale in Kauf. So konnten wir das ein oder andere Cachelisting aktualisieren und den üblichen Urlaubsgruß elektronisch in die Heimat senden.

Anschließend machten wir uns auf dem Weg zum ehemaligen Flussbett des Turia und ließen uns durch den Jardín del Turia treiben. Hier teilt man sich bei einem Spaziergang den Park mit vielen Radfahrern, Skatern und anderen Fußgängern. Eine grüne Oase, in der man immer wieder an kleinen interessanten Fleckchen vorbei kommt. Besonders zu erwähnen – neben dem Palau de la Música – ist der Parque Gulliver: ein Spielplatz mit einer 70 m langen monumentalen Skulptur von Gulliver, die als Spielplatz über Seile, Rampen, Rutschen und Leitern erkundet werden kann. Hier befindet sich auch eine Dose, nicht auf dem Spielplatz direkt, sondern ganz in der Nähe auf einer Brücke, von der aus man die liegende Skulptur gut betrachten kann. Ein Cachewächter der besonderen Art in Form eines “Gargolas” achtet darauf, dass die Dose nicht gemuggelt wird.

Auch in dem Park gibt es das ein oder andere Café und da wir eher gemächlich unterwegs waren, konnten wir auch nicht widerstehen, uns bei einem kühlen Bier niederzulassen und dem Treiben der Passanten zu folgen. Wir gingen weiter Richtung Hafen, den in der Sonne leuchtenden Kuppeln der Ciudad de las Artes y de las Ciencias entgegen, eine architektonisch spektakuläre und futuristische Gegend, die einen unglaublichen Kontrast zur Altstadt bildet. Hier befindet sich ein Meeres-, Wissenschafts- und Kunstmuseum, beherbergt von modernen und surreal wirkenden Gebäuden, die am ehesten an Raumschiffe erinnern.

Durch den weißen Marmor und die spiegelnden Wasserflächen war es gleißend hell, dass wir trotz Sonnenbrille die Augen zusammenkneifen mussten. Wir nahmen uns einige Zeit, die Gegend zu erkunden und Fotos zu machen. Darüber haben wir den Blick auf die Uhr vergessen, so dass wir den letzten Shuttlebus verpassten, der aus der nicht gerade nahe gelegenen Altstadt zurück zum Schiff gefahren ist. Es musste also ein Taxi her um zurück zum Hafen zu gelangen. Doch wie gerufen trafen wir auf andere Kreuzfahrer unseres Schiffes und so kostete die Taxifahrt nur 6,- € pro Person. Alles in allem hat sich der Shuttleservice in Valencia nicht gelohnt – man findet immer jemanden, um sich vom Hafen in die Stadt ein Taxi zu teilen. Und zurück geht es im Zweifel auch kostengünstig alleine.

Ciudad de las Artes y de las Ciencias

Ciudad de las Artes y de las Ciencias

Am Folgetag hatten wir endlich Gelegenheit ein bisschen zu entspannen, ein wenig lockeren Sport zu machen und die Fotos der letzten Tage zu sichten. Fünf Häfen nacheinander war ein bisschen zuviel, daher genossen wir die kleine Auszeit in Form eines Seetages.


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