Kreuzfahrt “Westliches Mittelmeer”: Tag 07 – Civitavecchia (Rom)

Rom, die ewige Stadt! Ziel unseres ersten gemeinsamen Urlaubs in 2005 und mit so vielen schönen Erinnerungen belegt. Damals sind wir, laut Ronny, mit einer “echt schlechten Kamera” und leider noch ohne GPS vor Ort gewesen. Es war Zeit, Erinnerungen aufzufrischen, Fotos zu erneuern und die miese italienische Cachestatistik aufzubessern.

Tiber und Stadtansicht

Tiber und Stadtansicht

Dem aufmerksamen Leser ist sicher nicht entgangen, dass wir zu Beginn dieses Blogposts von vier Ländern schrieben und wir uns, nach Stopps in Italien, Frankreich und Spanien, in unserem letzten Hafen befanden. Der Halt in Civitavecchia lässt das Cacherherz höher schlagen, denn hier werden mit Rom und der Vatikanstadt gleich zwei Länder becacht. In der Vatikanstadt selbst dürfen keine Dosen versteckt werden, aber es gab zu dem Zeitpunkt einen Tradi direkt außerhalb der Mauer und drei Mysteries, deren Koords in der Vatikanstadt liegen, deren Dosen aber nach gelöstem Rätsel ebenfalls außerhalb der heiligen Mauern zu finden sind. Seit 20.10.2013 gibt es noch einen Earthcache auf dem Petersplatz. Die Mysteries hatten wir vorab in fleißiger Heimarbeit gelöst und konnten uns mit den drei Finalkoordinaten im Gepäck auf den Weg in die ewige Stadt machen.

Zur Anreise in Eigenregie von Civitavecchia nach Rom ist zu sagen, dass es ziemlich einfach ist, wenn man nicht wie wir den Shuttlebus vom Schiff zum Cruiseterminal übersieht. Der Bus bringt die Kreuzfahrttouristen direkt zum Ausgang des Hafengeländes, hier kann man an einem der Kioske das Ticket für Trenitalia (12,- € p.P. hin und zurück inkl. Tagesticket BIRG – öffentliche Verkehrsmittel in Rom) erwerben. Die Schlangen an den Ticketschaltern am Bahnhof waren sehr lang, da viele Cruiser heute auscheckten und einige Schiffe im Hafen lagen. Die Fahrt bis zur Metrostation St. Pietro, also direkt zum Vatikan, dauert ca. 45 Minuten. Gleich nach der Ankunft in Rom lag der erste gelöste Mystery auf dem Weg, doch auch nach langer und ausgiebiger Suche konnten wir die Dose nicht finden. Die war nämlich leider gemuggelt, wie wir hinterher im Listing lesen konnten, und so mussten wir unverrichteter Dinge weiterziehen.

Leere auf dem Petersplatz - Warten auf die Audienz

Leere auf dem Petersplatz – Warten auf die Audienz

 

Am Petersplatz der nächste Flop: der italienische Präsident hatte eine private Audienz mit dem Papst und deshalb war der Platz und der Petersdom bis um 15 Uhr gesperrt. Das brachte unsere detailliert ausgearbeitete Tagesplanung inkl. Route und Caches along the way auf dem GPS ordentlich durcheinander. So durcheinander, dass am Ende keine Zeit mehr war, den dritten der Vatikancaches anzugehen und wir mit einem einzigen Fund GC3WB2W | Et super hanc Petram in der Vatikanstadt fahren mussten. Diese Dose war aber wohl verdient, denn das Rätsel war knackig und die Dose nur im Eiltempo kurz vor knapp zu heben.

Unsere Tour durch Rom führte uns an viele schöne und berühmte Stellen wie die Engelsburg mit Engelsbrücke, Piazza Navona, Pantheon, den Trevibrunnen, die spanische Treppe, … es war noch genauso beeindruckend wie 8 Jahre zuvor. Nur das Eis in der kleinen Eisdiele “Fiocco di neve” in einer Seitenstraße nahe des Pantheon schmeckte nicht mehr wie damals. Manchmal sollte man die guten alten Erinnerungen einfach auf sich beruhen lassen.

Viel los hier... und in der ganzen Stadt

Viel los hier… und in der ganzen Stadt

 

Aber selbstverständlich warfen wir erneut beide eine Münze in den Trevibrunnen! Denn jeder der ein Münze in den Brunnen wirft, so heißt es, wird bestimmt nach Rom zurückkommen. Das hat beim letzten Besuch ja schon geklappt! Den gleichnamigen Cache GC1QC5D | Fontana di Trevi haben wir inmitten der münzwerfenden Muggels ganz entspannt heben können, niemand interessierte es, wieso wir uns an einem Schild hinauf streckten.

Um 15 Uhr waren wir zurück am Petersplatz. Die Idee, sich den Petersdom nach der Audienz anzuschauen, hatten tausende anderer Rom-Touristen auch. Wir mussten über eine Stunde anstehen, um in die größte Kirche der Welt zu gelangen. Letztlich blieben uns leider nur 10-15 Minuten Zeit für ein paar Bilder, bevor wir den Zug zurück nach Civitavecchia erreichen mussten.

Die Schlange zum Dom

Die Schlange zum Dom

Das ist auf jeden Fall der Nachteil einer Kreuzfahrt – Morgen ist meistens nicht auch noch ein Tag, zumindest keiner in der gleichen Stadt. Da geht bei großen Plänen besser nichts schief.

Ein bisschen Zeit war in Civitavecchia noch übrig für einen kleinen Spaziergang über die Strandpromenade. Hier steht eine Skulptur, die den Kuss eines amerikanischen Matrosen nach der Rückkehr aus dem Krieg mit einer Frau darstellt – ein bisschen kitschig, aber mehr zu sehen gab es hier nicht.
Im Hafen nahmen wir dieses Mal den Bus zurück zum Schiff und so endete unser letzter Landgang auf dieser Kreuzfahrt. Für den Folgetag stand auch unsere Rückkehr an. Zurück in Genua würden wir unser Auto unversehrt vorfinden und die Heimfahrt antreten.

Die Ausbeute an Caches ist bei uns in der Regel nicht sonderlich hoch, da wir in den jeweiligen Hafenstädten dem Sightseeing doch ein hohes Gewicht beimessen und nicht ausschließlich auf Cachejagd gehen. Dafür bieten sich die heimischen Gefilde deutlich mehr an. Trotzdem ist Cachen in fremden Städte ein bisschen wie das Salz in der Suppe und macht das Entdecken immer ein bisschen aufregender.

Die nächste Kreuzfahrt kommt bestimmt… ahoi!



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