Malta im Frühling: Tipps für deine Reise

Schon mehrere Male hatte es Malta auf die Cache’n’Travel-Liste als nächstes Reiseziel geschafft, doch irgendwie kam immer irgendetwas anderes dazwischen. Im März 2017 war es für uns aber endlich soweit und wir entflohen dem kalten deutschen Restwinter und verbrachten den Frühlingsanfang auf der schönen Mittelmeerinsel. Für einen ausgiebigen Badeurlaub ist es selbst kurz vor Afrika um diese Jahreszeit noch etwas zu kalt, aber es erwarteten uns angenehme Temperaturen um die 20°C.

Maltas Landschaft

Maltas Landschaft

Buchung und Anreise

Air Malta brachte uns von Frankfurt aus in 2,5 Flugstunden zum internationalen Flughafen der Insel in Valletta. Entgegen unserer sonstigen Gewohnheiten haben wir diese Reise pauschal über einen Online-Reiseveranstalter gebucht. Diesen wählten wir mit dem Portal Check24 aus, das regelmäßig diverse Gutscheine für Buchungen über die Website verteilt. Wir hatten mit dem Portal bereits früher gute Erfahrungen mit Buchungen von Mietwagen gemacht und so konnten wir auch diesmal zufrieden die Buchung abschließen.

Souvenirs

Souvenirs

Das Paket aus Flug mit Koffer (ist ja heute leider nicht mehr selbstverständlich) und Hotel inkl. Frühstück war somit um einiges günstiger, als hätten wir die einzelnen Bausteine separat gebucht. Der einzige kleine Nachteil war der späte Hinflug, der nicht umgebucht werden konnte. Aber die Ankunft nach 22:00 Uhr vor Ort nahmen wir für das ansonsten gute Angebot in Kauf.

Mobil in Malta

Enge Straßen, Sliema

Enge Straßen, Sliema

Der Flughafen ist auch einigermaßen übersichtlich und so konnten wir die Mietwagenstation zügig finden. Nach kurzer Wartezeit wurden wir bedient und erhielten die Schlüssel zu einem schneeweißen Peugeot 307 mit 5 Türen. Gebucht hatten wir ein noch kleineres Fahrzeug und gereicht hätte es auch. Denn Malta gilt als eines der stärksten besiedelten Länder – gerechnet auf die Landesfläche, und das bedeutet vor allem eines: wenig Platz, besonders für große Autos.

Unser Mietwagen

Unser Mietwagen

Wer also in Malta individuell mobil sein möchte, dem können wir nur empfehlen, das Fahrzeug möglichst klein zu halten: die Straßen sind eng, die Parkplätze rar und die Strecken sind generell ziemlich kurz. Man kann getrost auf ein besonders kommodes Gefährt verzichten. Uns hätte also auch ein kleineres Fahrzeug als der Peugeot gereicht, denn höchstens für den Transport des Gepäcks vom und zum Flughafen brauchten wir etwas mehr Stauraum. Da tut es aber auch die Rücksitzbank, sollte der Kofferraum nicht reichen.

Nachts unterwegs

Nachts unterwegs

Ein Erbe der Vergangenheit als britische Kolonie ist Linksverkehr. Dazu kommt ein extrem hohes Verkehrsaufkommen, da es außer Bussen und Fähren praktisch keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt. Das Busnetz allerdings genießt einen guten Ruf und ist sicherlich eine Alternative. Wie auch immer, das Autofahren in Malta verlangte uns einiges ab! Wir haben ja schon etwas Erfahrung mit dem Autofahren auf dieser Welt, aber auf der Hauptinsel war das Stresslevel besonders hoch. Linksverkehr, viel Verkehr, dazu enge und kurvige Straßen in teilweise schlechtem Zustand. Ronny fuhr, Christine lotste mit dem Navigationsgerät in der Hand auf dem Beifahrersitz. Zum Glück sind die Strecken überschaubar, allerdings dauert es häufig trotzdem länger als man denkt, um von A nach B zu kommen. Richtig gewöhnt hatten wir uns an das Fahren auf der Insel auch nach einer Woche nicht, aber alles ist gut gegangen: kein Unfall, keine Schrammen und für uns bleibt der Mietwagen immer noch die beste Art, um auf Malta und der Nachbarinsel Gozo herumzukommen.

Einsame Landstraße

Einsame Landstraße

Obwohl wir gefühlt recht häufig gefahren sind, haben wir es in der Woche nicht geschafft, den Tank unseres Wagens leer zu fahren. Mit etwas weniger als halbvoll standen wir am Ende der Reise an der Tanksäule am Flughafen. Beim Abholen erhielten wir das Angebot für eine Pauschale, die einem Preis von 10 Cent je Liter weniger als an der Tanksäule angezeigt entsprochen hätte. Dazu hätten wir das Auto ohne Tanken abgeben können, hätten aber auch den kompletten Tank bezahlen müssen. Dies rentiert sich also nur, wenn man den Tank auch wirklich so gut wie leer fährt, und davon waren wir weit entfernt.

Unsere Basis: das Hilton Malta

Hilton Malta

Hilton Malta

Malta ist so klein, da bietet es keine Vorteile, für eine Rundreise mehrere Hotels zu buchen. Einzige Ausnahme wäre ein längerer Aufenthalt auf der Nachbarinsel Gozo, die wir allerdings an nur einem Tag besuchten. Als Ausgangsbasis für die Inselerkundungen wählten wir das Hilton Hotel in St. Julians. Das Hilton liegt in einem Viertel namens Portomaso – fußläufig erreichbar von hier ist das Zentrum von St. Julians und dessen Partymeile Paceville.

St. Julians Nachtleben

St. Julians Nachtleben

Auf Halbpension kann man verzichten, da es in kurzer Entfernung einige Restaurants gibt. Von der Burgerkette über Sushiläden und Steakhäuser bis zum Feinschmeckertempel ist für jeden Geschmack etwas passendes dabei. Sliema, das zwischen St. Julians und der Hauptstadt Valletta liegt, ist gerade mal einen Spaziergang um die Spinola Bay entfernt und bietet noch mehr Auswahl an Restaurants und Cafés.

Für Hotelgäste ist das Parkhaus Portomaso kostenlos, so dass wir hier immer einen der in St. Julians ansonsten raren Parkplätze zur Verfügung hatten. Ebenfalls äußerst praktisch ist ein Supermarkt im dritten Untergeschoss vom Parkhaus, der sieben Tage die Woche bis 22:00 Uhr geöffnet hat. Gerade für die Verpflegung tagsüber kann man sich hier mit allem Nötigen und Unnötigen eindecken. Ansonsten ist der Komplex Portomaso eher modern als urig und bietet neben Luxuswohnungen und dem Yachthafen wenig Flair.

Portomaso Yachthafen

Portomaso Yachthafen

Das Frühstücksbuffet im Hilton war wirklich umfangreich und lecker. Ein Koch bereitete uns jeden Morgen nach eigenem Gusto ein frisches Omelett oder Spiegelei und Christine musste hier nicht auf ihren morgendlichen Cappuccino mit Soja- oder Mandelmilch verzichten. Auch ansonsten hatte sie als Milchallergikerin beim Frühstück viele Auswahlmöglichkeiten. Wer mochte, konnte je nach Wetterlage drinnen oder draußen sehr entspannt frühstücken.

Spinola Bay

Spinola Bay

Die Hotelanlage bietet mehrere Außenpools, die aber zu dieser Jahreszeit noch etwas zu kalt und teilweise noch geschlossen waren. Trotzdem hatten wir an einem Tag die Gelegenheit zum Schwimmen im hauseigenen Innenpool mit angrenzender kleiner Saunalandschaft. Dorthin gelangt man durch den Spa und Fitnessbereich des Hotels mit einem bestens ausgestatteten Fitnessstudio. Leider haben wir die tolle Strandpromenade nach Sliema erst zu spät als mögliche Laufstrecke entdeckt – aber etwas Laufen auf dem Band im Fitnessstudio mit Meerblick war auch Ok.

St. Peters Pool als Alternative zum Hotelpool

St. Peters Pool als Alternative zum Hotelpool

Durch den späten Hinflug und die Mietwagenübergabe waren wir erst nach 23:00 Uhr im Hotel. Der Check-In verlief zügig und wir hielten schnell unsere Zimmerkarten in den Händen. Doch nach dem ersten Blick ins Zimmer war uns klar, dass wir hier nicht bleiben wollten: zwei einzelne Betten statt einem großen geht für uns gar nicht. Nach einer kurzen Beschwerde Rückfrage an der Rezeption konnten wir das Zimmer wechseln und erhielten ein schönes ruhiges Zimmer im hinteren, neu renovierten Bereich des Hotels. Das Bad war etwas extravagant mit optisch schöner, aber unpraktischer runder Badewanne. Ansonsten war das Zimmer geräumig mitsamt Balkon und Blick aufs Meer.

Unter Strom

Um den bunten Strauß der heutigen elektronischen Gadgets laden zu können, benötigt man auf Malta einen Adapter. Die Steckdosen des Typs G sind die gleichen, die auch in Großbritannien zu finden sind. In unserem Zimmer gab es neben dem ortsüblichen Typ G auch die daheim bekannte Steckdose des Typs F. Wir haben immer einen passenden Adapter samt Mehrfachsteckdose im Gepäck – sicher ist sicher.

Blick aufs Meer

Blick aufs Meer

Geocaching auf der Insel

Für Geocacher bietet die Insel einiges. Mit einer einzigen Pocket Query bekommt man allerdings auch alle Dosen von Malta und der kleinen Schwesterinsel Gozo problemlos auf das GPS-Gerät. Liebhaber des urbanen Cachens werden die Dosen der Hauptstadt Valletta zu schätzen wissen.

In der Stadt mit ihren vielen Gassen konnten wir das Geocaching erneut prima mit Sightseeing verbinden und sogar der eine oder andere kleine Multi war dabei. Bedoste Orte mit herrlicher Aussicht gibt es im Süden Maltas an der blauen Grotte, den Dingli-Cliffs und auf Gozo zu erkunden. Sogar einen kleinen Wald mit nett gemachten Verstecken und ein paar Lost Places hat Malta zu bieten. Aber dazu mehr in den kommenden Reiseberichten.


<< Übersicht Malta | Hier geht’s bald weiter nach Valletta

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2 Kommentare:

  1. Servus,

    nach Malta will ich auch unbedingt wieder. Es ist eine Ewigkeit her, dass ich auf Gozo war. Die Insel ist nicht riesig, aber echt eine Reise wert. Auch Tauchen geht ja sehr sehr gut 🙂

    Liebe Grüße
    Flo

    • Hey Flo,
      Malta ist wirklich toll. 🙂
      Wenn du vor einer Weile auf Gozo warst, hast du das Azure Window ja noch gesehen. Wir waren leider eine Woche zu spät dran.
      Tauchen steht auch noch auf unserer Bucket List, bisher haben wir nur geschnorchelt. Die Unterwasserwelt ist so faszinierend.
      Grüße von Christine

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