Mega-Event Maije im Saarland 2017

Am letzten Wochenende im Mai fand das Mega-Event GC66666 | Maije im Saarland statt – alternativ hätte es auch Die Hitzeschlacht am Losheimer See heißen können. Bei über 30° C trafen sich Geocacher mit Kind, Hund und Kegel aus Deutschland und den nahen Ländern Belgien, Frankreich und Luxemburg. Auch wir machten uns mit etwas Verspätung auf den 2,5-stündigen Weg in das schöne Saarland und trafen uns dort mit den beiden Geocachern und Reisebloggern von Mogroach.

Maije Eventwiese

Maije Eventwiese

Ankunft beim Maije Saarland Event

Bei unserer Ankunft am Stausee von Losheim war der Parkplatz schon voller Cachemobile – Travel Bug an Travel Bug parkte auf dem riesigen angrenzenden Parkplatz. Auch die Trupps, bewaffnet mit Handykamera zum Abfotografieren der Discovercodes, zogen bereits ihre Runden über den Parkplatz. Uns erwartete das Hochwälder Wohlfühlhotel in Laufweite zur Eventlocation. Wir parkten unser Gefährt direkt am Eingang und entkamen so einer längeren Parkplatzsuche.

Anmeldung zum Maije Saarland

Anmeldung zum Maije Saarland

Einchecken wollten wir später, deshalb organisierten wir uns nur eine Parkkarte an der Hotelrezeption und marschierten zusammen mit den Gleichgesinnten Richtung Anmeldung. Einen Geocacher zu erkennen ist eigentlich nicht schwer, sie sehen aus wie Mitglieder einer Spezialeingreiftruppe, ausgestattet mit allem, was das Überleben im Wald (und das Suchen von Dosen) angenehm macht. Wir merkten mal wieder, welch eigensinniges Hobby wir eigentlich verfolgen 😉 – selbstverständlich baumelt auch an uns das eine oder andere Gadget.

Saarlodris

Saarlodris

Bevor es aufs Eventgelände ging, machten wir Halt bei GC66667 | Mir sin’ die Saarlodris. Eine schöne, bunt bemalte Largebox, mit technischem Schnickschack, die uns Cacher sogar musikalisch auf Mundart bespaßte. Na, das ging ja frivol los.

Schweißtreibende Angelegenheiten

Aufgrund der Uhrzeit kamen wir ohne Schlangestehen am Anmeldezelt direkt dran und wurden nach Nennung des Anmeldecodes mit den babyblauweißen Maije-Bändchen beringt. Damit war der Weg frei zur Eventlocation am Losheimer Stausee. Ein Event-Jutesack, u.a. gefüllt mit dem Programmheft, jede Menge Werbung und Geschenken (Petlinge und ein Kugelschreiber), war ebenfalls im Eintrittspreis inklusive. Wir passierten das Tor zum See und drängelten uns vorbei an den Verkaufsständen mit allerlei Zubehör für Geocacher, sowie Geocoins und Travel Bugs in allen Formen und Farben. Bei der Hitze war uns allerdings nicht nach einem Einkaufsbummel – außerdem mussten wir uns auch erst einmal orientieren. Die meisten Besucher hatten es sich mit Decken und Sitzgelegenheiten unter den großen schattigen Bäumen auf der weitläufigen Uferwiese gemütlich gemacht. In der prallen Sonne war es eigentlich auch kaum auszuhalten.

Schattiges Plätzchen

Schattiges Plätzchen

Wir drehten allerdings weiter tapfer unsere Erkundungsrunde – und da schließlich Mittagszeit war, hielten wir auch Ausschau nach den Futterständen. Wirklich cool: es gab saarländische Spezialitäten aus der großen Pfanne. Der Pfannenmensch war wenig zu beneiden, da er abwechselnd die Lyoner Pfanne und der/die/das Dibbelabbes mit einem riesigen Küchenfreund bei gefühlten 70° C unter dem Zeltdach wendete. Wir waren hungrig und bestellten jeweils eine dieser beiden Gerichte. Dibbelabbes ist ein Kartoffelgericht und hat eine etwas pampige Konsistenz, wurde uns mit Apfelmus serviert und schmeckt wie eine Mischung aus Bratkartoffeln mit Speck und Kartoffelpuffer. Christine nahm die Lyoner Pfanne und ertränkte die Bratkartoffel-Fleischwurst-Mischung erstmal in Ketchup – beide Gerichte waren recht lecker, hier gab es nichts zu meckern.

Saarländische Spezialität: Dibbelabbes

Saarländische Spezialität: Dibbelabbes

Die Preise waren mit 5 EUR je Gericht fair – das gilt auch für die Getränkepreise. Lange anstehen mussten wir übrigens nirgends, das war beim Giga-Event “Glück Auf 2016” in Essen deutlich kritischer. Mit Futter und Getränken beladen blieb uns aber nichts anderes übrig, als die Bänke in der prallen Sonne zu beziehen – die schattigen Plätze waren reichlich überbucht.

Nach diesem schweißtreibenden Mittagsmahl kamen wir zur offiziellen und wichtigsten Handlung des Events: Das Signieren des offiziell weltgrößten Logbuchs, denn das Maije-Orga-Team hat einen Weltrekordversuch für das größte Logbuch der Welt auf die Beine gestellt! Christine hat unseren Nick “Vollkorn&Bugie” in schönen Lettern auf ein jungfräuliches und riesiges Blatt des Logbuchs geschrieben.
Danach drehten wir noch einmal eine kurze Runde, vorbei am Stand des Mega-Events Stashes’n’Stones, dem Infostand über die Gefahr durch Zeckenbisse, dem Infotisch eines Projekts für blinde Geocacher und an der Fotobox. Hier posierten wir mit Attended-Zetteln, die unseren Nick und die Blog-URL zierten, für ein Foto.

Nun trafen wir auch auf Silvia und Chris von Mogroach und verbrachten einen Großteil des verbleibenden Nachmittags im Schatten. Hier konnte der Jutesack als Sitzkissen umfunktioniert werden, da wir gänzlich unvorbereitet ohne Liegestuhl oder Picknickdecke angereist waren. Wir quatschten über das Bloggen, das Reisen durch die Welt, Geocaching hier und da und verabredeten uns schon einmal für eine Geocaching-Tour durch die Bunker der ehemaligen Maginot-Linie. Der Gedanke daran, durch kühle dunkle Gewölbe zu kriechen und zu klettern hatte etwas ungemein Erfrischendes in der Nachmittagshitze.

Ausklang

Chris gönnte sich dann auch eine Abkühlung, um den D5/T5-Geocache GC767VE | Schwenker-Island im Losheimer Stausee zu loggen. Wir hatten uns für keinen der angebotenen Workshops, wie Kletter- oder Erste Hilfe-Kurse, angemeldet und machten auch nicht beim Bingo oder den Spielen mit. Es war einfach zu heiß. Nur die für das Event veröffentlichten Lab Caches nahmen wir mit. Den Abend ließen wir etwas abseits des Maije-Eventgeländes im Biergarten des Hotels bei einem kühlen Radler und Blick auf den See ausklingen.

Unser Zimmer im Hochwälder Wohlfühlhotel

Unser Zimmer im Hochwälder Wohlfühlhotel

Wir verabschiedeten uns von Silvia und Chris und bezogen unser Hotelzimmer im Wohlfühlhotel. Man reichte uns den Schlüssel zu Zimmer 204 mit Blick zum Meer – also dem Automeer auf dem Parkplatz 😉 Die Zimmer zum See hin waren leider schon vergeben. Ansonsten war der Raum recht groß, hatte einen schönen Balkon und wir fühlten uns tatsächlich wohl – der Name des Hotels hatte nicht zuviel versprochen. Unsere Portion Seeblick holten wir dann allerdings beim Frühstück nach und genossen die große Auswahl des Buffets auf der schönen Terrasse.

Knobeln am Field Mystery

Knobeln am Field Mystery

Da wir den Nachmittag hauptsächlich liegend im Schatten verbracht hatten, wollten die Beine noch ein wenig ausgeschüttelt werden. Wir wählten eine kleine, letzte Runde in einem Wäldchen abseits des Eventgeländes. Extra für das Maije-Event wurden hier sechs Caches veröffentlicht, die mit Favoritenpunkten lockten. Und diese hatten nicht zuviel versprochen. Die Tradis konnten nicht einfach nur abgelaufen und geloggt werden. Es waren eher Field Mysteries und so musste vor Ort geknobelt und ausprobiert werden, um das Logbuch aus seinem Behältnis zu befreien.

Die Rätsel waren fair und gut zu lösen, wir hatten viel Spaß, besonders bei GC70P19 | Musikhaus. Hier durfte Christine ihre musikalische Ader ausleben und der passende Gesang hallte (zum Glück ungehört) durch das Wäldchen. Der späte Zeitpunkt unseres Spaziergangs war bestens gewählt. So hatten wir die Gelegenheit, alles selbst erknobeln zu können und mussten uns nicht im Rudel anstellen oder einfach nur das Logbuch von Hand zu Hand geben, wie wir das bei anderen Mega- oder gar Giga-Events bereits erlebt haben. Wir können die Runde nur empfehlen, für alle Freunde des Field Mysteries.

Wandern auf der Hochwälder-Traumschleife

Traumschleife am Saar-Hunsrück-Steig

Traumschleife am Saar-Hunsrück-Steig

Nach einem sehr leckeren Frühstück am nächsten Morgen machten wir uns am Sonntag auf in Richtung Traumschleife Der Hochwälder. Wanderbegeistert wie wir sind, freuten wir uns nach unseren vielen Erlebnissen auf dem Rheinsteig auf unsere erste Traumschleife des Saar-Hunsrück-Steigs. Dass die Runde als Powertrail mit 40 Tradis (GC6X401 | #01 Maije im Wald … #40) bedost wurde, fanden wir natürlich auch klasse. So konnten die Statistiker in uns mit einem neuen persönlichen Tagesrekord an Funden befriedigt werden, am Ende sollten wir uns in 44 Logbücher eingetragen haben. Das Bücken nach jeder Dose ca. alle 200 m war irgendwann nicht mehr ganz so lustig, aber was muss, das muss.

Die Traumschleife ist knapp 10 km lang und mit 200 Höhenmetern einfach zu begehen. Wir brauchten für die Runde, einschließlich Weg vom/zum Parkplatz am Hotel und inkl. Loggen der vieeelen Caches, ca. 4 Stunden. Bei der Hitze war es natürlich angenehm, dass ein großer Teil der Runde durch den Wald ging. Es war auch gar nicht so viel los und wir trafen nur hier und da auf andere Cacher. Wir mögen uns gar nicht ausmalen, was am Tag des Maije-Hauptevents hier los war. Da werden die Cachermassen im Gänsemarsch hintereinander hergelaufen sein. Der Wanderweg hat uns gut gefallen und unser Interesse an weiteren Traumschleifen ist geweckt.

Vielen Dank!

Zu guter Letzt ein großes Dankeschön an das Orga-Team und die fleißigen Helferinnen und Helfer für die Planung und Umsetzung. Aber auch an euch, Silvia und Chris von Mogroach ein herzliches Dankeschön für die Einführung in das saarländische Sprachgut 😀
Es war ein schönes Event, mit reichlich Beifängen rund um das Eventgelände. Der Losheimer See war für dieses Wetter natürlich perfekt gewählt, als hätte Signal für die Maije-Planer Wetterfrosch gespielt. Wir hatten ein tolles Wochenende im Saarland!

Unterwegs im Saarland

Unterwegs im Saarland

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4 Kommentare:

  1. Das klingt ja echt nach ganz viel Spaß!
    Ich wäre auch super gerne dabei gewesen 🙂
    LG

    • Hallo Lisa!
      Das war wirklich ein lustiges Event. 🙂
      Davon gibt es immer mal wieder eins, die nächste Gelegenheit zur Teilnahme kommt also bestimmt.
      VG von Christine

  2. Daaanke….!!!
    Wir hatten mit Euch Beiden auch viel Spaß!
    Wie wir sehen gab´s leider kein Zimmer mit Seeblick… da konntet ihr mit dem Tele ja noch ein Haufen TB´s discovern 🙂
    Klasse Bericht über das Mega-Event- in eurem Blog haben wir ja mehr Info´s bekommen wie vor Ort !
    Übrigens hat Silvi schon das erste Outfit für das Bunkershooting organisiert… wozu so ein Brautjungfernkleid doch alles zu gebrauchen ist 🙂
    Bis hoffentlich bald und viel Spaß im Urlaub!
    Silvi und Chris

    • Ja, das war ein cooler Tag mit euch.
      Tele stemmen war für den Abend zu schweißtreibend. Wir haben das irre Treiben dann nur noch vom Balkon aus mit Hugo zusammen beobachtet.
      Die Outfit Auswahl klingt super, da muss es Christine doch auch direkt den Kleiderschrank durchstöbern. Die Geocachingsocke ist natürlich schon mal gesetzt. 😉
      Bis bald.
      C & R

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