Südafrika Rundreise – Gardenroute

 

Am Morgen nach unserem letzten Game Drive warteten wir beim Frühstück darauf, dass unser Auto vor der Abfahrt noch mal gründlich gewaschen wird – das scheint hier zum Service zu gehören. Nur leider macht es keinen großen Unterschied, denn die Straße aus dem Thornybush führte über eine staubige Schotterpiste und am Gate sah das Auto praktisch aus wie vorher.

Flug an die Küste

Wir nahmen die M538 vorbei an Hazyview, Mbombela (ehemals Nelspruit) und dann die N4 nach Johannesburg. Auf der Fahrt durften wir miterleben, was es heißt in ein afrikanisches Gewitter zu geraten.

Gewitter auf dem Weg nach Johannesburg

Gewitter auf dem Weg nach Johannesburg

Der trockene rote Sand wurde aufgewirbelt und binnen Minuten wurde es finster. Blitze zuckten, Platzregen und Hagel nahmen einem die Sicht. Der Verkehr kam, wenn überhaupt, nur noch im Schritttempo voran – wer konnte, brachte sich unter einer Brücke in Sicherheit. Nach 30 Minuten war das heftige Spektakel vorbei und zum Glück blieben uns weitere Unwetter dieser Art erspart.

In der Nähe des Flughafens war noch eine Zwischenübernachtung geplant. Wir hatten ein kleines, etwas schäbiges, Zimmer im Stadtteil Kempton Park und sind von dort früh morgens zum Flughafen gefahren. Nach der Übergabe des Mietwagens saßen wir auch schon im ersten Flieger nach Port Elizabeth.

Tsitsikamma

Schon vom Flugzeug aus konnte man sehen, wie sich die riesigen Wellen des indischen Ozeans am Strand brachen. Das steigerte die Vorfreude auf die Tour entlang der Küste vorbei am Tsitsikamma Nationalpark, und Ronny ist schließlich ein Küstenkind.

Wellen rollen an die Küste des Tsitsikamma NP

Wellen rollen an die Küste des Tsitsikamma NP

Die Übergabe des neuen Mietwagens klappte problemlos und ab jetzt fuhren wir in einem weißen Honda Ballade – diesmal mit Automatik, was die Sache mit Schalten “auf der falschen Seite” natürlich deutlich vereinfachte. Das Ziel des Tages war der Badeort Wilderness und die erste Station war Stormsriverüber dessen Mündung in den Ozean sich eine Hängebrücke erstreckt. Die Einfahrt in den Nationalpark ist gegen eine kleine Gebühr möglich und man kann mit dem Auto über eine Serpentinenstraße bis herunter ans Wasser fahren. Von da aus geht es weiter zu Fuß auf dem gut ausgebauten Pfad zur Hängebrücke. Sogar Übernachtungsmöglichkeiten sind vorhanden. Kleine Hütten, sogannte Oceanettes, stehen direkt oberhalb der Brandung. Eine Nacht dort ist sicherlich ein wildromantisches Erlebnis.

Abstempeln im Logbuch von Kerneels Se Klip

Abstempeln im Logbuch von Kerneels Se Klip

Ehe es auf die Hängebrücke ging, machten wir noch einen kleinen Abstecher, schließlich gibt es hier ein kleines Döschen und nach ein bisschen Kraxeln zwischen den Felsen wurden wir mit einem schönen Fund belohnt: GC20AM9 | “Kerneels se klip”. Am Ende der Hängebrücke gibt es neben einer tollen Aussicht in die Schlucht des Stormsrivers auch einen Earthcache (GC29YN1 | Storm’s Stone Age Shelter) und die Fragen können direkt vor Ort beantwortet werden.
Jetzt war es nun langsam an der Zeit sich zu entscheiden! Nicht weit vom Stormsriver befindet sich die Bloukrans Bridge – und wer tollkühn genug ist, kann hier beim FACE Adrenalin mit 216 Meter einen der höchsten Bungee Jumps der Welt herunter in die Schlucht machen. Wir waren eher ängstlich, und haben das Treiben aus sicherer Entfernung vom nahe gelegenen Parkplatz aus betrachtet und das Spektakel den Wagemutigeren überlassen.

Gasthaus mit Meerblick

Meerblick

Meerblick @ Shining Waters

Am späten Nachmittag erreichten wir unser neues Domizil für die nächsten drei Nächte: Shining Waters Guesthouse. Hier empfingen uns Corinne und Renato, die uns, wie bereits Felix aus der Villa Ticino, mit reichlich Tipps für Ausflüge in die Umgebung versorgten. Da liegt schon ein riesiger Vorteil von persönlich geführten, kleinen Gästehäusern gegenüber Hotels. Denn man hat in der Regel viel Kontakt zu den Besitzern und anderen Gästen und bekommt viele hilfreiche Tipps für Ausflugsziele, Restaurants sowie Does & Don’ts.
Das Zimmer war wirklich schön groß und hell, mit einer Terrasse Richtung Ozean. Die Luft roch salzig nach Meerwasser und es wehte praktisch immer eine angenehme Brise. Es ist also mal ordentlich durchatmen angesagt!

Sehr zu empfehlen ist in Wilderness das Restaurant The Girls. Die beiden Besitzerinnen bieten saftige Steaks und frisches Seafood an. Während Ronny sich über einen Teller voll Prawns hermachte, ließ sich Christine auf das köstliche Abenteuer “Filet Trio” mit Fleisch von Springbock, Strauß und Kudu ein.

Am nächsten Morgen erwartete uns ein ruhiger Tag. Zuerst ging es westlich von Wilderness zu einem Aussichtspunkt genannt “Map of Africa“. Hier macht der Kaaimansrivier eine Biegung und es sieht so aus, als läge einem der afrikanische Kontinent zu Füßen. Den gleichnamigen Cache GC2V5JR | Map of Africa haben wir leider nicht gefunden. Der angrenzende grüne Abhang wird von Paraglidern genutzt. Wenn man allerdings über die Wiese läuft, sollte man aufpassen, nicht auf eine der bis zu 10 cm großen, grün-braunen Heuschrecken zu trampeln, die hier zahlreich vertreten waren und von denen sich eine sogar auf Christines Bein gewagt hat.

An der Lagune

Für ein bisschen Abwechslung auf dem Weg nach Knysna nahmen wir diesmal nicht die Hauptstraße N2 sondern fuhren ein Stückchen im Hinterland Richtung Osten. Mit Schotterpisten abseits der Hauptrouten sind wir mittlerweile geübt und außerdem gibt es zwei schöne Cachelocations entlang der Strecke. Stopp eins war eine ordentlich gepflegte Tupperdose names GC4HMH7 | Skedadle direkt am Ufer des Island Lakes und nicht weit entfernt gibt es einen kleinen Lost Place in Form einer alten Bahnstation (GCWTM9 | Duiwerivier).

Lost Place Bahnstation Duiwerivier

Lost Place Bahnstation Duiwerivier

Auf der 2010 stillgelegten Bahnstrecke zwischen George und Knysna fuhr auch der Museumszug “Outeniqua Choo-Tjoe”, aber das ist wie bei Lost Places so üblich nur noch Geschichte.
Zurück auf der Hauptstraße fuhren wir ein paar Kilometer weiter und erreichten die Lagunenstadt Knysna (sprich: Neis-na). Hier gibt es in einer kleinen Einkaufspassage allerlei touristische Geschäfte. Auch wir wurden hier schnell fündig und haben für uns und die Lieben daheim ein paar Mitbringsel gekauft.

Knysna Heads

Knysna Heads

Zwei Sandsteinklippen, genannt Knysna Heads, bewachen die Einfahrt zur Lagune und von einem Aussichtspunkt hoch über den Klippen hat man einen malerischen Blick über die Lagune und die Brandung des Indischen Ozeans. Die Plattform des Ausblicks beherbergte auch einen Cache GC3F4G0 | The Long Drop. Nachdem wir uns ins Logbuch eingetragen haben, entdeckten wir am Groundzero einen Cachewächter der besonderen Art. Die Schlange auf den Holzdielen konnte nur eine der giftigsten Schlangen der Welt sein: eine Grüne Mamba. Naja, nach späterer Auswertung der Fotos war es vielleicht doch eher eine harmlose Natal-Grünschlange. Dies war übrigens die einzige Schlange, die uns während des gesamten Urlaubs über den Weg gekrochen ist.


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