Südafrika Rundreise – Intro

Zugegeben, wir haben bei der Buchung ein wenig abgekupfert von klassischen Südafrika-Rundreisen, die bei allen üblichen Reiseportalen zu finden sind und haben die Reisebausteine auf unsere eigenen Bedürfnisse angepasst. Wir wollten auf keinen Fall in einer Reisegruppe unterwegs sein, sondern zu zweit das südlichste Land Afrikas mit dem Mietwagen erkunden.
Eine weitere Rahmenbedingung war, nicht jeden Tag den Koffer zu packen und weiterzufahren, wie es in vielen vorgeplanten Reisen üblich ist. Lieber wollte wir mehr Tage an einem Ort verbringen und von dort aus die Gegend erkunden. Die Route für unsere dreiwöchige Reise stand schnell fest: von Johannesburg über die Panorama Route in den Krüger Nationalpark, nach einem Zwischenflug von Johannesburg nach Port Elizabeth und dann weiter entlang der Gardenroute nach Kapstadt. Die Unterkünfte, die uns als Basisstationen dienten, wurden mit Hilfe des Südafrika Forums und Trip Advisor gecheckt, anschließend gebucht und so konnte eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Ärger im Anflug

Noch lacht er...

Noch lacht er…

Wäre da nicht der “Spaß” mit der großen deutschen Fluggesellschaft gewesen, der schon vor Beginn der Reise startete. Eigentlich hatten wir die Airline mit dem Kranich nur gebucht, weil es Non-Stopp von Frankfurt nach Johannesburg mit dem A380 gehen sollte. Schade, dass kurz vor Beginn der Reise der Flugplan geändert und der A380 gegen eine uralte Sardinenbüchse vom Typ Boeing 747-400 getauscht wurde. Eingepfercht mussten wir so einen schlaflosen zehnstündigen Nachtflug über uns ergehen lassen.

Am frühen Morgen in Johannesburg angekommen war von Müdigkeit jedoch nichts mehr übrig. Die Neugierde auf Land und Leute, die sofort von den vielen bunten Eindrücke verstärkt wurde, ließ uns schnell wieder munter werden. Wir wollten nur noch die Koffer schnappen, den Mietwagen abholen und losfahren. Doch am Kofferband die nächste Ernüchterung: nachdem die meisten Mitreisenden ihr Gepäck vom Band ziehen konnten, gingen wir leider leer aus. Unsere beiden Koffer waren nicht auf dem Rondell und irgendwann hieß es von einer Flughafenmitarbeiterin: “No more luggage!”. Wir wurden zum Schalter von Star Alliance geschickt, um die notwendigen Formalitäten für das verschollene Gepäck auszufüllen. Der gelangweilte Mitarbeiter ließ die Prozedur stereotyp über sich ergehen, informierte uns, dass unser Gepäck mit der nächsten Maschine der Lufthansa am nächsten Morgen eintreffen und in unser Gästehaus gebracht würde. Wir hinterließen die Adresse und Telefonnummer unserer ersten Unterkunft und machten uns mit einem Scheck über 2.000 Rand (ca. 150,- €) Entschädigung auf die Suche nach dem Bankschalter zur Auszahlung. Dies war jedoch gar nicht so einfach, denn nicht jeder Mitarbeiter wusste von der Existenz dieses Schalters – this is Africa – und erst nach einem Gerenne durch die Schalterhalle hielten wir das Geld in unseren Händen.

Anschließend kauften wir für umgerechnet ca. 20,- € eine SIM-Karte mit Airtime vom lokalen Mobilfunkbetreiber Vodacom, um auch während der Reise günstig mobil erreichbar und online zu sein. Da wir beim Mietwagen kein Navi mitgebucht hatten, diente uns das iPhone mit der Karten-App zur Navigation und das klappte hervorragend.

Auf ins Abenteuer

Unser Begleiter

Die Abholung des Mietwagens, einem silbernen Toyota Corolla Sedan, bei den verschlafenen Mitarbeitern am Budget-Schalter war nur noch reine Formsache und so konnte unser Abenteuer, ohne Gepäck, aber mit viel Vorfreude beginnen. Die erste rechtsgelenkte Fahrt auf der linken Fahrspur durfte Ronny wagen, der bereits in England Erfahrung mit dem Fahren auf der falschen Seite gemacht hatte.
Die Autobahn führt von Johannesburg schnurgerade nach Osten zur Panorama Route. Die Aussicht allerdings eher ungewöhnlich, denn spektakulär: Nach dem Verlassen von Johannesburg ging es kilometerlang vorbei an Townships und entlang der Schnellstraße liefen Anhalter oder Fußgänger mit mehr oder weniger schwerem Gepäck.

Praktisch für die Eingewöhnung in den Linksverkehr!

Praktisch für die Eingewöhnung in den Linksverkehr!

Unser erster Halt führte uns zu einer Tankstelle, an der wir uns mit Getränken und einem Snack versorgten. Bei einer Stärkung diskutierten wir, wie wir uns kofferlos verhalten sollten und entschieden uns, einige Kleidungsstücke einzukaufen, um bis zum nächsten Tag versorgt zu sein. Dank unseres mobilen Internets war die nächste Mall schnell ausfindig gemacht und so konnten wir uns – wenn auch eher unfreiwillig – ins Shoppingabenteuer stürzen. Neben ein paar Kleidungsstücken kauften wir auch noch ein Mückenspray “Peaceful Sleep”, um uns die Moskitos vom Hals zu halten.


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2 Kommentare:

  1. Hallo ihr beiden,

    prima, dass euch Südafrika so gut gefallen habt, dass ihr bald zurückkommen wollt. Und danke sehr für die Erwähnung unseres Forums im Reisebericht.

    Viel Spaß bei der Reisevorbereitung
    wünscht euch
    der Bär

    • Hallo Bär,
      ja wir sind bereits voller Vorfreude, aber ein Weilchen hin, ist es allerdings leider noch.
      Jetzt gibt es nicht nur eine Erwähnung, sondern auch einen Link auf das Südafrika-Forum – da ist wohl was schief gegangen. Das Forum ist wirklich eine tolle Quelle für Reisen in das Land.

      Viele Grüsse
      Ronny

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