Südafrika Rundreise – Kaphalbinsel

Nach fast 3 Wochen Südafrika, in denen wir jeden Tag neue kleine und große Erlebnisse, Erfahrungen, Ein- und atemberaubende Ausblicke erleben durften, ging unser Urlaub in diesem schönen Land langsam dem Ende zu. Aber was wäre ein Besuch in Kapstadt ohne einen Abstecher zum Kap der Guten Hoffnung? Bei der Planung unserer Tagestour rund um die Kaphalbinsel gab uns Günther aus Tom’s Guesthouse am Morgen wieder zahlreiche Tipps, so dass uns auch an diesem letzten Tag nicht langweilig werden würde.

Am Kap

Hout Bay

Hout Bay

Wir umrundeten also den Signal Hill nördlich und fuhren dann an der Küste entlang Richtung Süden vorbei an der Côte d’Azure Südafrikas in Camps Bay. Wir sind zwar schön ;), aber nicht reich – und so überließen wir den Strand denen, die es sich hier leisten können und passierten entlang der M6 die 12 Apostel auf der Westseite des Tafelberg-Massivs. Kurz hinter Houts Bay beginnt der Chapman’s Peak Drive – und hier hat man eine tolle Aussicht über die gesamte Bucht.

Der Chapman’s Peak Drive ist eine beeindruckende Küstenstraße, welche in die steilen Klippen geschlagen wurde, und die am Abend wunderschön von der untergehenden Sonne angestrahlt wird. Für die fälligen Mautgebühren bekommt man hier einiges an Aussicht geboten. Ehe man die Küste verlässt, lädt die Sicht auf den wunderschönen Noordhoek Beach zu einem letzten Stopp entlang dieses Abschnitts ein. Entlang der Strecke gibt es auch eine Cacheserie namens “CWS” – davon haben wir allerdings nur die Nummero 13 (GC3W2QQ | CWS – 13) eingesammelt.

Selfie @ Chapman's Peak Drive

Selfie @ Chapman’s Peak Drive

Ab der Ortschaft Kommentje wurde das Wetter und auch die Küstenlinie immer rauer. Unterwegs entlang der Straße gibt es immer mal wieder einen kleinen Cache einzusammeln und dann ging es durch das Gate in den Tablemountain Nationalpark, der das Kap der Guten Hoffnung mit einschließt. In diesem weitgehend baumlosen Gebiet pfeift einem der Wind ganz mächtig um die Nase. Da versteht man auch warum die hier lebenden Paviane eher mit dickerem Pelz an der Straße sitzen. Ein paar der Gesellen waren auch wieder frech genug und setzten sich als blinde Passagiere auf die passierenden Autos, um mit deren Scheibenwischern zu spielen.

Wir nahmen noch einen Cache entlang der Straße mit und bahnten uns unseren Weg zum Cape Point und zu den Gestaden des Kaps. Von allen Caches die wir im Nationalpark gemacht haben ist leider nur noch GC1VFHR | Skaife’s Barn aktiv. Der Rest unserer Funde wurde auf Drängen von SAN Parks deaktiviert. Es sind nach einem Blick auf die Karte noch genügend Caches verfügbar. Für Geocacher noch ein kleiner Hinweis: Nicht einfach so in dunkle Ecken oder Löcher greifen. Hier im Nationalpark lebt die Kapkobra, auf die mit mehreren Schildern hingewiesen wird.

Soll keiner sagen, er wurde nicht gewarnt...

Soll keiner sagen, er wurde nicht gewarnt…

Angekommen am Cape Point parkten wir den Mietwagen und haben uns für die halb-bequeme Variante entschieden: mit der Standseilbahn hinauf zum Leuchtturm und wieder herunter zu Fuß. Vom Leuchtturm aus hat man einen schönen Blick auf Cape Point und auch auf die Felsen des Kap der Guten Hoffnung ein Stück nordwestlich. Dorthin führt ein gut ausgebauter Steg, der vorbei am Diaz Beach direkt zum Felsen und dem Schild mit den Koordinaten führt. Busweise werden die Touristen hier herangekarrt. Für ein Foto am Schild, das “das Ende der Welt” markiert, muss man sich mitunter schon eine Weile anstellen. Nachdem wir unser Bild im Kasten hatten, machten wir uns wieder auf die Socken.

Wir sammelten noch ein paar Dosen ein und verließen den Park. Den weiteren Weg setzten wir auf der östlichen Seite der Kaphalbinsel fort. Nach kurzer Fahrt erreicht man Simon’s Town, das zusammen mit seinem Boulder’s Beach bekannt für eine Kolonie von Brillenpinguinen ist. Da wir in Betty’s Bay am Stony Point bereits so viele Pinguine gesehen hatten, ließen wir den Ort links liegen und hielten erst wieder in Muizenberg.

Badehäuschen am Strand von Muizenberg

Badehäuschen am Strand von Muizenberg

Hier stehen am Strand die berühmten bunten Badehäuschen und da anscheinend keine Badesaison war, hatten wir das beliebte Fotomotiv ganz für uns alleine. Auch ansonsten war die Promenade menschenleer und die ganze Gegend wirkte bis auf ein paar Gestalten sehr verlassen. Ein Badeort außerhalb der Saison hat immer ein bisschen was Deprimierendes und das passte auch ziemlich gut zu unserer Stimmung, wissend, dass wir am nächsten Tag nach Hause fahren würden.

Auf Wiedersehen

Es sollte unser letzter Abend für diesen Urlaub sein und den ließen wir nach unserer Rückkehr in Kapstadt im Arnold’s anständig bei Straußenburgern und Rotwein ausklingen. Mit viel Herzlichkeit und einer dicken Umarmung verabschiedete sich der Kellner von uns und so fiel es uns noch schwerer, am Abend unsere Klamotten in die Koffer zu werfen und an die Strapazen der Rückreise zu denken. Das Afrikafieber hat uns gepackt und während wir diese Zeilen schrieben, reiften unsere Pläne für unseren nächsten Besuch auf diesem Kontinent.

Bye Bye Kapstadt, bye bye Afrika

Bye Bye Kapstadt, bye bye Afrika

Am folgenden Tag war es soweit und so nahmen wir unsere Sieben Sachen und fuhren mit unserem Mietwagen zum Flughafen. Ein letzter Cache, ein letzter Blick hin zum Tafelberg – und auch wenn sich die Dose am Flughafen von Kapstadt GC2V0BY | FACT – CPT Arrivals schimpft: Für uns war es “Departure”.


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