Vintgar-Klamm, Slowenien – Reißendes Wasser und steile Felsen

Nachdem uns Ljubljana so gut gefallen hatte, zog es uns einen Tag danach erneut nach Slowenien – schließlich hatten wir unser Auto mit einer teuren Vignette für 14 Tage ausgestattet. Ok, das war nicht ganz der Grund für einen Besuch der Vintgar-Klamm, denn wir hatten den Tipp von deutschen Auswanderern in Österreich erhalten. Diese hatten uns in Arnoldstein spontan auf einen Kaffee eingeladen, nachdem Ronny deren Hund fotografierte. Manchmal spielt das Leben schon komisch…

Julische Alpen

Julische Alpen

Die Recherche in unserer Pension zeigte interessante Bilder und die Karte auf geocaching.com ein paar Geocaches in und um der Klamm. Von unserem Domizil in Arnoldstein in Österreich aus nahmen wir erneut die landschaftlich reizvolle Route über Tarvisio in Italien nach Slowenien. An der Abfahrt Lipce verläuft die Straße von der A2 aus durch einen bewaldeten Gebirgszug hin zum Flüsschen Radovna, welcher auch durch die Schlucht fließt. Wir folgten den Schildern zum Eingang der Klamm, streiften uns auf dem Parkplatz die Wanderstiefel über und organisierten die Eintrittkarten am nahen Tickethäuschen. Unmittelbar vor dem Eingang liegt auch der erste Cache GC3C93G | Vintgar, aber es kann hier je nach Andrang ein bisschen muggelig werden und so mussten wir die Dose erstmal in Frieden lassen.

Durch die wilde Schlucht

Holzwege in der Vintgar Schlucht

Holzwege in der Vintgar Schlucht

Die Wege in der Klamm sind sehr gut ausgebaut. Holzstege führen teilweise oberhalb des Wassers direkt an den steilen Felsen entlang und queren von Zeit zu Zeit den Wasserlauf  über den reißenden Stromschnellen. Wenn es das Gelände zulässt, führt der Weg auch über die Felsen links und rechts des Flusses. Durch die Gischt ist es allerdings sowohl auf dem Holz- als auch dem Steinweg häufig rutschig und feste Schuhe sind sehr von Vorteil, auch wenn es durchaus keine Wanderstiefel sein müssen. Hier gibt es kaum schwieriges Terrain oder besonders viel Höhenmeter zu überwinden.

Nach 2,5 bis 3 km entlang des Flusses näherten wir uns einem weiteren Cache GC4J7D2 | De Truijens in Slovenia, der sich zwischen dem Weg und dem Wasser befand. Die vielen Möglichkeiten, die Dose zwischen Steinen und Wurzel zu verstecken, haben uns eine lange aber am Ende erfolgreiche Suche beschert.
Mit einem lauten Rauschen kündigt sich der erste größere Wasserfall der Schlucht unterhalb einer Eisenbahnunterführung an – allerdings handelt es sich hier um ein Wasserkraftwerk. Unweit liegt ein weiteres Döschen namens GC2W665 | Bohinjska proga versteckt. Dieses ist aber leider nur über die stillgelegte Bahnstrecke zu erreichen und war daher nicht machbar für uns.
Danach ist es fast geschafft, denn nach 4 km erreicht der Wanderer das fulminante Finale: den höchsten Wasserfall in Slowenien namens Šum, der sich 13 m in die Tiefe stürzt. Hier befindet sich neben einer kleinen Verkaufsstelle auch der Earthcache GC3YQFM | VINTGAR.

Reißendes Wasser

Reißendes Wasser

Um einen schönen Blick von unten zu haben entschieden wir uns, die Brücke über den tosenden Wasserfall zu überqueren und den durch Regen durchgeweichten und steilen Pfad hinunter zu nehmen. Hier waren die Wanderstiefel dann doch von Nutzen – aber es gibt einen deutlich einfacheren Weg, wenn man rechts des Flusses bleibt und die Brücke ein Stückchen unterhalb des Wasserfalls nimmt. Warum einfach – wenn es auch kompliziert geht?!

Wasserfall

Wasserfall

Bled am See

Der gesamte Weg durch die Schlucht ist mit 4 km nicht sehr lang und nach dem Rückweg hatten wir noch ausreichend Zeit für einen Besuch in Bled am See. Bled gilt laut Wikipedia als Luftkurort und ist wunderschön an einem See gelegen. Eine Burg auf einer Klippe hoch über dem Örtchen und die weit sichtbare Kirche komplettieren das romantische Panorama. Wir tranken einen Kaffee und spazierten entlang des Ufers bis hin zum pompösen Grand Hotel Toplice.

Bled am See

Bled am See

Zwei Caches krönten unseren Besuch GC4KQG2 | Overview in Bled oberhalb des Südufers und GC259TE | Sv. Martin direkt hinter der Kirche St. Martin. Zurück am Auto gab es noch ein kleines Andenken – ein Strafzettel erinnerte uns mit 40 € daran, dass man auch im Ausland nicht in Ladezonen zu parken hat ;).

5 Kommentare:

  1. THphotography

    Wow, schöner Beitrag. Da scheint es ja jlasse Fotomotive zu geben.

    • Hallo Thorsten,
      die Gegend dort ist auf jeden Fall eine Reise wert. Auch von Bled mit der Insel im See haben wir schon viele tolle Aufnahmen gesehen.
      Vielleicht verschlägt es uns dort auch noch einmal hin.

      Viele Grüße
      Ronny

  2. Hey ihr beiden,
    ich finde das Foto vom Wasserfall auch wunderschön! 🙂
    Ja und manchmal braucht es eben Zufälle, um gewisse Reiseziele zu entdecken, ihr werdet es umso lieber und besser in Erinnerung behalten.
    Liebe Grüße Klaus

  3. Ha. Witzig, wie das Ganze mit einem so schönen Zufall begonnen hat.
    Ich finde es sehr spannend, wie euch das Geo-Caching an so interessante Orte bringt und euer Bild von dem Wasserfall ist wunderschön geworden.
    Und ein Andenken über 40 Euro. Naja, manchmal sind die noch teurer 🙂
    Schöne Grüße sendet euch,
    Christin

    • Hallo Christin,
      ja, es war wirklich ein merkwürdiger Zufall, wie wir an diesen Tipp gekommen sind. Aber manchmal muss man sich einfach mal treiben lassen – alternativ hätte es im österreichischen Gailtal auch die eine oder andere hübsche Wanderung gegeben.
      Viele Grüße von Ronny

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